Wie wird das 800-jährige Bestehen gefeiert?
: Wallburger sammeln Ideen für das bevorstehende Festjahr

Anwohner sammelten bei einem Workshop Ideen, wie das 800-Jährige des Ortsteils 2026 gefeiert werden kann. Dabei wurden nicht nur Vorschläge für das Festjahr genannt. Auch die Gestaltung eines Dorfplatzes und fehlende Angebote im Ort waren Thema.
Von
Herbert Birkle
Ettenheim
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Zahlreiche Bürger kamen in die Festhalle, um Ideen für das bevorstehende 800-Jährige des Ortsteils zu sammeln.

Birkle

Die Festhalle bot am Freitagabend viel Freiraum für die Bürger, die sich an der Jubiläumswerkstatt zum 800-jährigen Bestehen von Wallburg beteiligten. Ortsvorsteherin Marion Ibert und der Ortschaftsrat hatten auf großen Tafeln die Möglichkeit gegeben, eigene Ideen, Anregungen, Hinweise, aber auch Feststellungen über mangelnde Angebote und Einrichtungen im Stadtteil zu geben. „Mit dieser Jubiläumswerkstatt“, so Ortsvorsteherin Ibert bei der Begrüßung, „hat der Ortschaftsrat den Start in die Vorbereitungen zum Ortsjubiläum im kommenden Jahr gelegt.“ Für die spätere Auswertung der Ideen war als Moderatorin Stadtplanerin Judith Nägeli vor Ort, um die Gespräche zu begleiten und für die weitere Entwicklung und Beratung im Ortschaftsrat aufzubereiten.

Mit der Startfrage: „Was mag ich gerne, was zeige ich gerne?“ wurde die Möglichkeit gegeben, auf positive Bereiche hinzuweisen – und da gab es gleich eine ganze Menge: Waldtraufweg, Friedenskapelle, Bergeneck, Kirche, Gottesdienste, Feuerwehr, Kultur und Naturnähe war auf den Zetteln der Bürger zu lesen.

Den Wallburgern fehlt es an Begegnungsstätten

Zahlreiche kritische Punkte fanden sich dagegen auf der Tafel „was stört mich, was sollte sich in Zukunft ändern?“ mit „kein Biergarten, kein Begegnungsplatz, fehlende Jugendveranstaltungen, fehlende Grünanlagen/Park, fehlender Dorfladen, trostlose Ortseingänge und mehr Bänke am Waldrand“. Auch störend vermerkt wurde „das Genörgel wegen Halle oder „Lärm der Jugendlichen“, fehlende Einkaufsmöglichkeiten und nicht zuletzt die Parksituation in der Ortsstraße.

Und die Ideen im Hinblick auf das Ortsbestehen? Vorab wurde festgelegt, dass die Angebote auch die Jugend und die Verein ansprechen sollten. Vorschläge waren die Kunst im Ort, die Friedenskapelle in Herkunft und Geschichte zur reaktivieren, einen Festumzug zu veranstalten, ein Wochenende der Blasmusik, verschiedene Straßenfeste über das Jahr verteilt, die Ortschronik, Revival Chor Gesangverein Bergeneck, Festgottesdienst, Thema Wilde Christen und gemeinsames Singen.

Anregungen auch für sportliche Angebote wurden gemacht, sei es mit „Spiel ohne Grenzen“, Wanderangebote für Jung und Alt, Fahrradtouren und konkrete Anregungen für Veranstaltungen wie Freilichtkino, Genusswanderung, Schnitzeljagd durch das Dorf, natürlich auch „ein großes Fest“, aber auch „viele kleine Veranstaltungen“, etwa ein Feierabendhock oder eine Pflanzenbörse.

Bürger gestalten Dorfplatz nach ihren Vorstellungen

Für Projekte zum Realisieren gab es auch einige Anregungen. So wurde ein Dorfladen, eine Wirtschaft, ein Cafè, Park, Osterglocken am Straßenrand, Grillplatz oder ein Begegnungsplatz genannt.

Eine immer umlagerte Ecke bot der Tisch des Ortschaftsrates hinten in der Halle, an dem die Gelegenheit geboten wurde, selbst Hand anzulegen. Bürger konnte dort auf einem Plan des Geländes, der als Dorfplatz umgestaltet werden soll, konkrete Vorschläge machen. Hierzu gab es die verschiedene Zettel für Bänke, Tischtennisplatte, Boule-Spiel-Möglichkeit, Bäume und vieles mehr. Diese konnten die Bürger so auf dem Plan positionieren, wie sie es für am besten halten.

Das Ergebnis der Jubiläumswerkstatt machte deutlich: Einerseits herrschte Freude über die vielfältige Fülle an Wünschen und Anregungen. Andererseits besteht nun die Herausforderung, die Ideen zu bewerten und auf Umsetzung zu prüfen. Eine Aufgabe, der sich Ortsvorsteherin Ibert und der Ortschaftsrat in den kommenden Wochen zu stellen hat. Und zwischen all den vielen Zetteln, die auf den Tafeln angebracht wurden, blieb eine Frage unbeantwortet: „Wer macht mit?“ Dies werde sich jedoch dann ergeben, werden die Pläne konkret. So hätten etwa die Wallburger Vereine in der Vergangenheit immer ein großes Engagement für die Gemeinschaft gezeigt.

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