Weiteres Gremium gestartet: Neue Kirchengemeinde Südliche Ortenau nimmt weiter Form an

Blicken ihrer neuen Arbeit entgegen (von links): Alexander Ruchti, Thomas Joachims, Gerhard Weber, Elke Hundt, Otto Weber, Alexander Schindler und Heike Fischer (Verwaltungsstandort Lahr (Protokoll und Assistenz). Nicht auf dem Foto: Pfarrer Nelson Ribeiro und Klaus Fimm.
GemeindeMitte März hatte der Pfarreirat die notwendigen Beschlüsse gefasst. Zunächst wurde die Größe des Gremiums geregelt: Neben der Vorgabe des leitenden Pfarrers als Vorsitzenden ohne Stimmrecht und zwei Mitgliedern aus dem Pfarreirat wurde die Zahl externer Mitglieder entsprechend den ehemaligen Seelsorgeeinheiten auf fünf festgelegt. So umfasst das Gremium acht Personen, wie die römisch-katholische Kirchengemeinde Südliche Ortenau in einer Pressemitteilung berichtet.
Im Anschluss wurden die externen Mitglieder berufen sowie die Vertreter aus dem Pfarreirat entsandt. Es wurden laut Mitteilung gezielt Personen angesprochen, die aufgrund ihrer beruflichen und persönlichen Kompetenzen für die Aufgabe geeignet sind – etwa aus den Bereichen Verwaltung, Finanzen oder Bau. Gleichzeitig wurde darauf geachtet, dass alle bisherigen Seelsorgeeinheiten in der neuen Struktur vertreten sind.
Dem Pfarreivermögensverwaltungsrat (PVVR) gehören Klaus Fimm (Architekt, ehemalige Seelsorgeeinheit Friesenheim), Thomas Joachims (Bankbetriebswirt, ehemalige SE Kippenheim), Alexander Ruchti (Diplomverwaltungswirt, ehemalige SE Ettenheim), Gerhard Weber (Steuerberater und vereidigter Buchprüfer, ehemalige SE An der Schutter), Otto Weber (Diplom-Bankbetriebswirt ADG, ehemalige SE Rust) sowie aus dem Pfarreirat Elke Hundt und Alexander Schindler an. Kraft Amtes gehört zudem Pfarrer Nelson Ribeiro dem Gremium als Vorsitzender ohne Stimmrecht an.
Mit dem PVVR wird ein neues Modell kirchlicher Vermögensverwaltung umgesetzt. Das Gremium ist also kein Nachfolger der bisherigen Stiftungsräte. Während diese bislang vielfach auch operative Aufgaben übernommen haben, liegt die operative Finanzverwaltung künftig beim Verwaltungsvorstand beziehungsweise beim Pfarreiökonomen.
Rat soll für Transparenz im Umgang mit kirchlichen Mitteln sorgen
Der PVVR übernimmt dagegen eine aufsichts- und kontrollorientierte Rolle. Zu den zentralen Aufgaben gehört es, den Haushaltsentwurf zu beraten und zu prüfen, ob die finanziellen Planungen der strategischen Ausrichtung der Kirchengemeinde entsprechen. Auch Personalentscheidungen, insbesondere bei im Haushalt vorgesehenen Stellen, liegen künftig nicht mehr beim Gremium, sondern beim Verwaltungsvorstand. Darüber hinaus begleitet er die Arbeit der Verwaltung, überwacht deren Tätigkeit und sorgt für Transparenz und Verantwortlichkeit im Umgang mit kirchlichen Mitteln.
Der PVVR nimmt laut Mitteilung eine Schlüsselrolle zwischen strategischer Ausrichtung und praktischer Umsetzung ein. Er sorgt dafür, dass finanzielle Entscheidungen im Einklang mit den inhaltlichen Zielen der Kirchengemeinde stehen. Gleichzeitig ist eine enge Rückbindung an den Pfarreirat vorgesehen: Der PVVR berichtet regelmäßig über seine Arbeit und soll so eine kontinuierliche Verbindung zwischen Gremienarbeit und Verwaltung schaffen.
Die konstituierende Sitzung Ende März markierte den offiziellen Start der Arbeit des Gremiums und Ende eines übergangsweise eingesetzten „Übergangs-Vermögensverwaltungsrates“. Auf der Sitzung wurde auch die weitere Organisation des Gremiums festgelegt, heißt es in der Pressemitteilung der Gemeinde abschließend.
Ribeiro freut sich
„Die konstituierende Sitzung verlief zielstrebig und geprägt von guter Zusammenarbeit – erste inhaltliche Themen wurden bereits aufgegriffen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Gremium und darauf, gemeinsam Verantwortung für einen transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit den uns anvertrauten Mitteln zu übernehmen“, so Nelson Ribeiro, leitender Pfarrer, der gleichzeitig PVVR-Vorsitzender ohne Stimmrecht ist. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Alexander Schindler gewählt.