Vorstand gewählt
: Freundeskreis will den Lahrer Bergfriedhof erhalten und dessen Geschichte bewahren

Mit zunächst 14 Gründungsmitgliedern wurde am Dienstagabend der neue Freundeskreis für den Bergfriedhof gegründet.
Von
Thorsten Mühl
Lahr
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Der Vorstand des Freundeskreis Bergfriedhof besteht aus (von links): Fabian Roßmanith, Sarah Bonomo, Tilman Petters, Petra Bredemeyer, Annerose Deusch und Stefanie Kremling-Deinert. Rosi Kienzler, ebenfalls Mitglied des Vorstands, fehlt auf dem Bild.

Der Vorstand des Freundeskreis Bergfriedhof besteht aus (von links): Fabian Roßmanith, Sarah Bonomo, Tilman Petters, Petra Bredemeyer, Annerose Deusch und Stefanie Kremling-Deinert. Rosi Kienzler, ebenfalls Mitglied des Vorstands, fehlt auf dem Bild.

Thorsten Mühl
  • Neuer Freundeskreis Bergfriedhof gegründet – 14 Gründungsmitglieder bei der Versammlung.
  • Vorstand bis 2028 gewählt: Vorsitz Petra Bredemeyer, Stellvertreter Tilman Petters.
  • Ziele: Erhalt des Areals, Geschichte bewahren, neue Projekte und Mitglieder gewinnen.
  • Projektideen: Löwenbrunnen restaurieren, Rundwege, Beschilderung, Kaffee-Treff, Kinderbereich.
  • Verwaltung: BGL betreut alle Lahrer Friedhöfe. In Lahr jährlich rund 450 Bestattungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wichtigster Punkt bei der Gründungsveranstaltung des Freundeskreis war die Wahl des Vorstands, der sich nach jeweils einstimmiger Wahl bis 2028 personell aus Petra Bredemeyer (Vorsitz), Tilman Petters (Stellvertreter), Stefanie Kremling-Deinert (Schriftführerin), Annerose Deusch (Rechnerin), Sarah Bonomo (Geschäftsführerin), Fabian Roßmanith und Rosi Kienzler (beide Beisitzer) zusammensetzt. Entsprechende Gespräche waren bereits im Vorfeld geführt worden, so dass in der Versammlung nicht mehr lange nach entsprechenden Kandidaten gesucht werden musste.

Aus Sicht der Gründungsvorsitzenden ist der Bergfriedhof „eine sehr wichtige Begegnungsstätte. Zum Beispiel für trauernde Menschen oder solche, die ihr Leben gerade neu ordnen müssen“. Ziel des Freundeskreises soll in Zukunft sein, neue Mitglieder zu gewinnen und Projekte auf dem und für das Areal sinnvoll anzustoßen, um den Bergfriedhof, seiner Bedeutung entsprechend, erhalten zu können.

Einleitend hatte Sarah Bonomo, die seit 2023 die Friedhofsverwaltung leitet, den Bergfriedhof in Grundzügen vorgestellt. Er sei längst nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch als historischer Ort und sozialer Treffpunkt zu sehen. Zuständig für das Areal ist der Bau- und Gartenbetrieb (BGL), wie auch für alle anderen elf Lahrer Friedhöfe (auf neun davon werden nach wie vor Bestattungen vorgenommen). Sieben Mitarbeiter kümmern sich um die Pflegearbeiten, für die Verwaltungsangelegenheiten sind weitere anderthalb Stellen besetzt.

Zu den Projektideen gehören thematische Rundwege und Infopfade

Einen Freundeskreis für den Bergfriedhof zu gründen, verfolge unter anderem Ansätze wie den Erhalt des mehr als 100 Jahre alten Areals, die Bewahrung der Geschichte, aber auch die Kreation neuer Ideen und das Bündeln von Engagement zur (Weiter-)Entwicklung des Bergfriedhofs. Die Versammlung beschloss einen Jahresbeitrag von 24 Euro für juristische wie auch natürliche Personen.

Herbert Schneider (Leiter BGL) stellte verschiedene Projektideen vor. Dazu zählen zum Beispiel die Restauration des Löwenbrunnens, thematische Rundwege und Infopfade, Beschilderung und Wegweiser, ein Kaffee-Treff nebst weiteren sozialen Aktionen oder auch ein schmückendes Spielgerät auf dem Kindergrabfeld. Die Realisierung von Projekten hänge nicht zuletzt auch an finanziellen Grenzen, wofür ein Freundeskreis ebenfalls genau der richtige Schritt sein könnte, so Schneider.

Verschiedene Fragen wurden abschließend noch gestellt. So wollte Lahrs Alt-OB Wolfgang G. Müller wissen, ob in den kommenden Jahren Brach- oder Freiflächen auf dem Bergfriedhof zum Problem werden könnten. Herbert Schneider antwortete, dass der gesamte Bergfriedhof im vergangenen Jahrhundert bereits einmal vollkommen belegt gewesen sei. „Wir haben eine gute Balance zwischen Bedarfs-, belegten Flächen und auch solchen Teilen des Friedhofs, die wir nach Ablauf einer Belegung erst einmal liegen lassen können, um die Erde wieder zur Ruhe kommen zu lassen“, sagte er. Ein Problem sehe er in den kommenden Jahren für das Areal nicht entstehen.

Daten und Fakten

Im Schnitt werden laut Sarah Bonomo in Lahr pro Jahr 450 Bestattungen vorgenommen, die sich etwa im Verhältnis von zwei zu eins auf Urnen- und Erdbestattungen verteilten. Im ersten Halbjahr 2026 wurden bisher 243 Bestattungen verzeichnet, wobei 137 Verstorbene auf dem Bergfriedhof bestattet wurden. In 40 weiteren Fällen wurden lediglich die Räumlichkeiten genutzt, beispielsweise für Trauerfeiern, teilte Bonomo mit.

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