Viele Fragen sind noch offen
: So läuft’s im Freizeitpark Funny-World einen Monat nach dem Brand

Nach dem Feuer im Juli stehen für die Betreiber noch viele Fragen offen. Für Gäste läuft alles derweil wieder normal weiter.
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(red/cp)
Kappel Grafenhausen
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Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren im Juli in der Allmendstraße bei dem Großeinsatz vor Ort. (Archivbild)

Einsatz-Report 24

Der Brand im Freizeitpark Funny-World in Kappel-Grafenhausen ist – zumindest für die Besucher – scheinbar Geschichte: Neben der abgesperrten Fläche toben Kinder auf dem Wasserspielplatz, der Entsorgungsbetrieb Singler hat die betroffene Fläche bereits aufgeräumt und die verbrannten Stoffe beseitigt. Darüber informiert der Freizeitpark in einer Mitteilung. Auch die Ermittlungen zur Brandursache seien bereits abgeschlossen. Ein technischer Defekt gilt als Ursache, konnte jedoch von den Gutachtern nicht mehr genauer verifiziert werden.

Für die Betreiber dürfte der Vorfall jedoch noch lange spürbar bleiben: Rund 2000 der insgesamt 40 000 Quadratmeter großen Parkfläche waren betroffen, insgesamt vier Attraktionen wurden zerstört. Die Schadenssumme lasse sich noch nicht genau beziffern und hänge von verschiedenen Faktoren ab. Durch den Brand wurde etwa das Gebäude „La Cantina Dona Helena“ schwer beschädigt. Derzeit prüfen ein Architekt und ein Statiker, ob es weiter genutzt werden kann. Sie stehen im Kontakt mit den Gutachtern – ein abschließendes Urteil steht noch aus. „Wir gehen von einem hohen sechsstelligen Betrag aus, der die geschätzten 500 000 Euro weit übersteigt“, sagt Parkinhaber Michael Schludecker.

Auch die Familie Mack hat ihre Hilfe angeboten

Sollte ein Abriss notwendig sein, würde die Schadenssumme weiter steigen. Betriebsleiter Bernd Wolk und Schludecker stehen im Kontakt mit Herstellern, damit bei einer endgültigen Gestaltungsplanung neue Fahrgeräte schnell geliefert werden können, so die Mitteilung weiter.

Lobend erwähnen beide Rechtsanwalt Michael Thoma. Der Jurist aus Waldkirch sei ein Experte für Brandangelegenheiten und habe auch den Europa-Park nach Großbränden vertreten. Von dessen Inhaber-Familie Mack kam ein Unterstützungsangebot per Brief: „In solchen Zeiten zählt der Zusammenhalt“, heißt es darin. „Auch andere Parks haben ihre Solidarität bekundet und stehen an unserer Seite“, betont Schludecker.

Der Brand hat das Gebäude „La Cantina Dona Helena“ stark beschädigt.

Foto: Bernhard Rein

Auf dem Spendenkonto sind Beträge von Parkgästen eingegangen, die eine tiefe Verbundenheit mit dem Park ausdrücken, freut sich Funny-World weiter. Zwei Einzelspenden von jeweils 500 Euro von Freunden und Partnern seien hierbei besonders hervorzuheben. Das Spendenkonto bleibt bis zum 15. September aktiv.

Park hat mit Besucherzahlen zu kämpfen

Weiterhin zu kämpfen habe der Park mit den Besucherzahlen. Diese hätten noch nicht das Niveau vor der Corona-Pandemie erreicht. Der Brand und das Wetter spielen dabei eine Rolle, heißt es. Man sei jedoch mit der Entwicklung zufrieden, sei zuversichtlich und arbeite daran, die Zahl der Besucher aus dem benachbarten Elsass und aus ganz Südbaden zu steigern.

Und wie soll es mit den beschädigten Bereichen weitergehen? Bei dieser Aufgabe setzt Parkinhaber Schludecker auf seine Besucher – insbesondere die jungen. So bittet er in den sozialen Netzwerken seine „Experten“ – also die Kinder – um Hilfe bei der Neuplanung. Sie dürfen Vorschläge zur Gestaltung der Fläche einreichen. Bis zum 15. September werden Ideen gesammelt, die besten werden prämiert.

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