Tausende Gäste in der Innenstadt
: Das hatte die diesjährige „Drive“-Messe in Ettenheim zu bieten

Die Frühjahrsmesse bot auch in diesem Jahr vielen Händlern und lokalen Geschäften die Möglichkeit, ihr Sortiment zu präsentieren. Unsere Redaktion hat sich umgeschaut.
Von
Michael Masson
Ettenheim
Jetzt in der App anhören

Die „Drive“-Messe Ettenheim lockte tausende Besucher in die Innenstadt. Dabei präsentierten nicht nur Aussteller ihr Angebot, auch die Puppenparade Ortenau sorgte für Begeisterung.

Decoux

Von seiner besten Seite zeigte sich der Frühlingsbeginn in Ettenheim. Dort hatten am Sonntag milde 14 Grad bei blauem Himmel für eine bestens besuchte „Drive“-Messe gesorgt. Veranstaltet wurde sie zum nunmehr 14 Mal vom „Unternehmen Ettenheim“ als örtlichem Gewerbeverein.

Mehrere tausend Besucher eroberten neben dem Gewerbegebiet Radackern auch den Altstadtkern. Gleich zu Beginn um 12 Uhr zeigte sich in der Altstadt der Zuschauerzustrom noch etwas verhalten, doch am frühen Nachmittag entwickelte sich der gewohnte Publikumsandrang. In Stadtkern hatten zwar früher erreichte Budenzahlen erneut etwas nachgelassen, doch das kam der dadurch entstandenen Geräumigkeit ohne Gedrängel beim Gassenflanieren zugute und wurde von den Besuchern positiv wahrgenommen. Dennoch war das Angebot vielfältig: So wurde etwa eine Heilkräuter-Teebude mit allerlei Extrakten von Weidenröschen, Blutwurz, Hopfenzapfen oder griechischer Bergtee-Mischung belagert. Ansonsten gab es weiterhin Schmuckstände, einen mit ausgesägten Holztieren bis zu Osterhasen zum Bemalen, einen weiteren mit Lederwaren und Kleidung. Aus Ettenheim und Umgebung hoben sich etwa Karin Winterers selbst produzierte Naturseifen hervor, Honig von Imker Frank Meier samt Marys Waffeln. Die „Ettenheimer Bürgerenergie“ machte Reklame für ihr lokales Carsharing-Modell, demnächst sogar über bisher drei Autos hinaus mit zwei neuen Elektro-Modellen.

Besucher bekommen Luxus-Maschinen zu sehen

Unter den sonntagsgeöffeten Geschäften fanden sich etwa das auf Schönheitspflege spezialisierte „Beauty-Format“, das „Badisch Mokka“ mit Kaffeespezialitäten, gleich nebenan das Lohmüller Gesundheitszentrum, überdies auch das „Boys und Girls“ mit Kinderschuhen, das auf Damenmode spezialisierte „Studio K“ – und viele mehr. Beim Malterdinger Landmaschinen-Spezialisten Krumm gab’s ebenfalls einiges zu sehen: Der hatte am Marienplatz beeindruckende japanische Acker-Boliden aufgestellt – vom imposanten Sitzrasenmäher mit Überrollbügel bis zum Luxus-Boliden „New Holland T 7“. Der kann je nach Ausführung schon mal 200 000 Euro kosten.

Für Bummler gab es viel zu entdecken.

Foto: Decoux

Auch dieses Jahr hatten auffällig viele Familien mit jüngerem Nachwuchs die Messe besucht. Da lockten wohl neben Einzelangeboten zumeist bei Geschäften wie Malen, Gesichtsschminken und diversen Spielen vor allem zwei Kinder-Hüpfburgen. Als absoluter Renner entpuppten sich jedoch mehrere Vorstellungen der Ortenauer Puppenparade, abwechselnd mit Kasper bei gestohlener Kuckucksuhr und dem Drachen Onil. Dazu hatten sich zu fünf verschiedenen Vorstellungen jeweils hunderte Kinder auf der Rohanpalais-Treppe neben dem Rathaus eingefunden. Auch die Vorführungen der Feuerwehr lockten viele Kinder an. Erst hatte hier eine neunköpfige Jugendabteilung präsentiert, wie bei einem Verkehrsunfall nicht nur ein verletzter Fahrer aus dem Auto befreit wird, sondern auch ein unter die Räder gekommener Beteiligter. Anschließend demonstrierte eine Erwachsenen-Einsatzabteilung, wie eingeklemmte Personen mit schwerem Rettungsgerät aus dem Fahrzeugwrack befreit werden können.

Neues Caritashaus lockt zahlreiche Besucher an

Etwas abseits des Altstadtgeschehens hatte sich ein heftiger Besuchsbetrieb auch zum Tag der Offenen Tür beim neuen e Caritashaus St. Marien auf den Espen entwickelt. Dort erläuterte Hausleiterin Sandra Grösser, dass aktuell schon 72 von 90 Pflegeplätzen belegt sind, überwiegend mit ehemaligen Bewohnern aus der Vorgängereinrichtung in Ettenheimmünster.

Das Radacker-Gewerbegebiet entwickelt sich immer mehr zum gleichrangigen Schwerpunkt der „Drive“ – besonders in Sachen lukullischer Angebote. Da sorgte am Sonntag der „Holzbau Marco“ in komplett umfunktionierter großer Produktionshalle für Bewirtung mit Spießbraten und Schnitzeln. Bei Hein-Küchen gab es hingegen usbekisches Rindfleisch, bei der Ettenheimer Jägergemeinschaft indes Wildwürste. In Altdorf hat sich besonders beim „Hänsle Motorradsport“ längst eine eigene Fangemeinschaft von Herzblut-Bikern entwickelt. Die brausten sogar bis von Karlsruhe heran, um hier sehenswerte Motorräder zu bewundern. Zu sehen gab es etwa eine spezielle BMW-Maschine für schlappe 32 000 Euro.

Info – Breites Essensangebot

Auch für die leibliche Stärkung der Spaziergänger war dank ortsnaher Anbieter gesorgt – ob bei Adis Schlemmereck, der Creperie Dees, einer Beans-Kaffebar, Birgit Bührers Münchweierer Wurststand oder Pizzen und Flammkuchen bei Gabis Mobil. Sogar türkisch-armenisch ging es zu nämlich mit Baklava-Gebäck, Gözleme-Teigtaschen oder Lahmacun-Pizza. Gleich am östlichen Eingang in der Friedrichstraße gab’s beim „Metzgerhüs“ von Mario Bellert Ochsenkeule im Baguette oder Steak im Weck, schon hundert Meter weiter beim Amadeo auch Kugeleis zum Dessert.

LZ aktuell
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Lahr Montag bis Samstag im kompakten Überblick.