Tatverdächtiger identifiziert: Ermittlungserfolg nach mutmaßlich antisemitischem Vorfall in Lahr

Stolpersteine erinnern an die Opfer der NS-Zeit.
LotzWährend eine Schulklasse Anfang Mai zum Gedenken der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft die Stolpersteine an mehreren Standorten in der Stadt reinigte und Rosen ablegte, soll ein vorbeifahrender E-Scooter-Fahrer sie und die begleitende Lehrerin mit antisemitischen Äußerungen beschimpft haben.
Nachdem die Klasse den Ort in der Lotzbeckstraße für etwa eine Stunde verließ, stellten die Jugendlichen auf dem Rückweg fest, dass die zuvor abgelegten Blumen zerrupft im Straßengraben lagen.
Nun hat ein Zeugenhinweis laut polizeilicher Mitteilung zu einem Tatverdächtigen geführt.
Durch einen in den Medien veröffentlichter Presseaufruf wurde demnach ein Zeuge auf die noch andauernde Suche nach dem bis dahin unbekannten Täter aufmerksam gemacht. Aufgrund der Tatsache, dass der Hinweisgeber den Mann nach dem Vorfall wiedererkannte, als dieser auf der Straße fuhr, konnte er sich das Kennzeichen des E-Scooters notieren und an die Ermittler weiterleiten.
Darauf wurde ein 21-jähriger Tatverdächtiger identifiziert.
Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet, heißt es in der polizeilichen Pressemitteilung.