Start der Medenrunde
: TC Oberweier will in der Regionalliga zurück zu den Wurzeln

Die Regionalligamannschaft des TCO startet mit weniger ausländischen Kräften am Sonntag in die Saison. Es wird auf eine konstante Quote von eigenen Akteuren geachtet.
Von
Thorsten Mühl
Friesenheim
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Paul Gogonea hat bei der Reserve schon Spielpraxis gesammelt. Nun tritt er für die erste Mannschaft aus Oberweier an.

Wolfgang Künstle

OBERWEIER. Regionalliga: TC BW Oberweier - TZ DJK Sulzbachtal (Sonntag, 11 Uhr). Die vergangene Regionalligasaison schlossen die Oberweierer Herren als Vizemeister ab und am Ende war sogar noch mehr drin. Sportlich stimmte es also weitgehend, allerdings waren die Verantwortlichen an der Palmengasse mit Verhaltensweisen einiger Spieler auf und abseits des Feldes nicht immer durchgehend glücklich. So deutete sich unmittelbar nach Saisonabschluss bereits an, dass es im Hinblick auf die am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Sulzbachtal beginnenden Saison 2026 personelle Veränderungen im Kader geben würde.

An ausländischen Kräften werden unter anderem der bereits bekannte Franzose Etienne Donnet, der Georgier Alexandre Bakshi, Matthias Bourge (Frankreich) und Pietro Scomparin (Italien) aufschlagen. Neu beziehungsweise wieder zurück sind Marc Mail und Paul Wörner. Dazu kommen bekannte Namen wie Bastian Bross und Marcel Volz. „Vergangenes Jahr haben wir sogar am Aufstieg geschnuppert, wir haben aber in der Vergangenheit immer gut daran getan, unsere Ziele für die Saison stufenartig zu definieren. Und daher gilt auch als erste Priorität der neuen Spielzeit, die Voraussetzungen für den Klassenerhalt zu schaffen, indem wir möglichst früh auf unsere Siege kommen wollen“, legt Cheftrainer Oliver Killeweit dar.

Diesem Ziel nähert man sich seitens der Ortenauer mit einer Herangehensweise, die Killeweit als „zurück zu unseren Wurzeln“ kennzeichnet. Wo zuletzt die Zahl eingesetzter ausländischer Spieler größer ausfiel als es in den Jahren davor der Fall war, wollen die Oberweierer nun wieder mehr zum Gleichgewicht zurück. „Zwei, vielleicht auch mal drei ausländische Spieler, aber auch eine konstante Quote unserer einheimischen Spieler, sollen die Mannschaft diese Runde bilden“, erläutert der Cheftrainer. Mail konnte sich diese Saison noch nicht zeigen, Turnierteilnahmen und eine Verletzung verhinderten das zuletzt. Auf Volz und Bross wird als feste Größen gebaut und ebenso auf Rückkehrer Wörner. „Er ist nicht mehr der junge Himmelsstürmer von früher. Er ist jetzt erfahrener. Darauf bauen wir, gerade in knappen Situationen“, stellt Killeweit heraus.

Wie sich das Feld der Regionalliga diese Saison sortieren wird, werden bereits die ersten Spieltage zeigen. „Wir wollen im besten Fall am Sonntag schon mit einem Heimsieg starten. Generell dürfte Bad Ems mit seiner Vielzahl an ausländischen Kräften weit oben zu erwarten sein. Auch Bergen-Enkheim wird sich vom eigenen Anspruch her nach oben orientieren. Dagegen könnten es Waldau und Rüsselsheim diese Saison schwer haben“, vermutet Killeweit.
Der Kader: 1. Etienne Donnet (Frankreich); 2. Alexandre Bakshi (Georgien); 3. Mathias Bourge (Frankreich); 4. Pietro Scomparin (Italien); 5. Marc Mail; 6. Marcel Volz; 7. Bastian Bross; 8. Paul Wörner; 9. Simone Roncalli (Italien); 10. Loris Purroy (Frankreich); 11. Paul Gogonea.

DURLACH. Badenliga, Damen: TSG Durlach/Untergrombach - TC BW Oberweier (Sonntag, 11 Uhr). Als Aufsteiger stellen sich die Damen von der Palmengasse einer großen Herausforderung. Die Rückkehr in die mit neun Mannschaften besetzte Badenliga nach vier Jahren war ein klarer Wunsch im Verein. Sich in dieser Zusammensetzung nun bestmöglich zu behaupten ist der nächste Schritt. Ausgehend von der Vorsaison sollten Mannschaften wie Wolfsberg, Pforzheim, Plankstadt oder auch Post Südstadt Karlsruhe nicht aus den Augen gelassen werden. „Zur konkreten Ligazusammensetzung Tiefergehendes zu sagen, ist nicht so einfach. Auf diesem Niveau sind alle Mannschaften aufgrund ihrer oft ausgeglichenen personellen Besetzung zu starken Ergebnissen in der Lage. Das lässt sich generell schon einmal festhalten. Wir wollen unseren Platz in diesem Feld finden und lernen. Zugleich wollen wir aber auch über unsere Kaderbreite kommen und viele Spielerinnen einsetzen“, erklärt Coach Oliver Killeweit.

In der Regel werden die Ortenauerinnen mit zwei ihrer ausländischen Kräfte und dazu vier deutschen Spielerinnen antreten. In den einzelnen Begegnungen „wird es es gerade auf den vorderen Einzelpositionen bestimmt nicht einfach, Matchpunkte zu holen. Gerade nach hinten hinaus erhoffen wir uns bessere Möglichkeiten, mithalten zu können und dann auch Punkte zu holen“, beschreibt Killeweit.

Schon die Auftaktbegegnung bei Durlach/Untergrombach sei eine echte Herausforderung. „Sie verfügen über gleich mehrere Spielerinnen, die eine Leistungsklassen-Einstufung zwischen 1,0 und 1,3 aufweisen. Die Aufgabe hat es in sich“, sagt Oberweiers Trainer. Die Mannschaft bestreitet kommendes Wochenende zunächst eine Begegnung. An den kommenden vier Wochenenden folgen dann jeweils Doppel-Spieltage. Gerade für Oberweiers aufstrebende Talente Liana Kolesnikow und Alyssa Kobus stellt die Badenliga einen Meilenstein in der noch nicht so lange andauernden Karriere dar. Auch Killeweit ist gespannt, wie sie an dieser Herausforderung wachsen.
Der Kader: 1. Magdalena Smekalova (Tschechien); 2. Diana Volkov; 3. Caroline Romeo (Frankreich); 4. Marine Partaud (Frankreich); 5. Severine Deppner (Frankreich); 6. Carolin Krauß; 7. Anica Wünsche von Leupoldt; 8. Brigitte Manceau; 9. Katia Viera-Erbach; 10. Anna-Lena Singler; 11. Liana Kolesnikow; 12. Alyssa Kobus.

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