Stadträtin gegen Rathaus: Weshalb ein Milch-Posting für Ärger in Lahr sorgt

Kaffee trinken? Aber bitte mit der richtigen Milch!
dpa (Symbol)Wie trinken Sie Ihren Kaffee? Aus der Filtermaschine oder dem Vollautomaten, mit Zucker oder Süßstoff, italienisch oder türkisch? Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, über einen Internetbeitrag der Stadt Lahr indes schon.
Diese Woche haben die Mitarbeiter aus der Social-Media-Abteilung für den Einsatz von Hafer-, Reis- und Sojamilch im morgendlichen Wachmacher geworben. Die seien nämlich „echte Umwelthelden“ – im Gegensatz zum Klassiker, den die Kuh liefert, und der einen ungleich höheren CO₂-Fußabdruck habe als die veganen Alternativen.
Eine Aussage, die Regina Sittler auf den Plan rief. In deutlichen Worten wies die Stadträtin der FDP die Verwaltungsmitarbeiter darauf hin, dass die „Erziehung der Bürger keine städtische Aufgabe“ sei. Und noch mehr: Speziell in Lahr habe das Rathaus doch sicher Wichtigeres zu tun, „bei Personalnot und in Zeiten knapper Kassen“. Rumms.
Frenks wollen Gratis-Flasche vorbeibringen
Weniger garstig schaltete sich Frenks Lindenhof in die unausweichlich folgende Pro-und-Kontra-Kuhmilch-Debatte ein. Der landwirtschaftliche Betrieb aus Nonnenweier stellte die städtische Rechnung zur Klimabilanz in Frage, bat um Unterstützung der heimischen Betriebe – und bot mit einem digitalen Augenzwinkern an, „gerne eine Gratis-Flasche Milch“ in Lahr vorbeizubringen.
Die Lehren aus der Geschichte: Wohl dem, der seinen Koffeinspender schwarz trinkt. Und: So richtig warm wird die Stadt mit dem Thema Kaffee wohl nicht mehr...