Sanierung „zwingend erforderlich“: Diese Ortenauer Bahnbrücken machen dem Kreis Sorgen

Unter anderem die Bahnbrücke auf der Kreisstraße in Niederschopfheim soll auf Schäden untersucht werden.
Armbruster- Kreis prüft zwei Bahnbrücken in Kippenheim und Niederschopfheim auf Schäden.
- Sanierung gilt als „zwingend erforderlich“, da verbauter Spannstahl versagen könnte.
- Bahn plant Ausbau mit Neubauten, doch Termin ist unklar – Ertüchtigung muss vorgezogen werden.
- Vorab erfolgt eine elektromagnetische Streufeldmessung, die Traglasten beeinflussen kann.
- Ausschuss bewilligte 224.000 Euro für Untersuchungen; Brücke in Hugsweier ist bereits saniert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Beide Bauwerke liegen in einem Streckenabschnitt von Kreisstraßen, für den die Bahn seit vielen Jahren einen Ausbau plant. In dem Zuge sollen die bestehenden Brücken zurückgebaut und durch Neubauten ersetzt werden, um die künftig erforderliche Breite zu gewährleisten. „Da derzeit jedoch nicht absehbar ist, wann die Bahn dieses Ausbauvorhaben tatsächlich umsetzen wird, kann eine Ertüchtigung der bestehenden Bauwerke nicht länger aufgeschoben werden“, heißt es dazu von der Kreisverwaltung.
Die Situation ist besonders brenzlig, weil in die beiden Brücken ein Spannstahltyp verbaut ist, bei dem ein kurzfristiges Versagen nicht ausgeschlossen werden kann. Das erhöht die Dringlichkeit weiterer Untersuchungen und erforderlicher Maßnahmen, so die Verwaltung.
Die beiden Bauwerke sollen daher im neuen Haushalt 2027/28 als Sanierungsmaßnahmen aufgenommen werden. Zur Ermittlung einer belastbaren Grundlage für den erforderlichen Sanierungsumfang ist im Vorfeld eine elektromagnetische Streufeldmessung vorzunehmen.
Je nach Ergebnis kann es zu Einschränkungen kommen
Mit dieser Untersuchung werden die einzelnen Spannglieder lokalisiert, erfasst und hinsichtlich möglicher Schadensbilder bewertet. „Man schaut, ob der Spannstahl noch intakt ist. Man geht unter das Brückenbauwerk und sucht nach Fehlstellen“, schilderte Michael Wechinger vom Straßenbauamt des Kreises bei der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Technikausschusses die Methode.
Dadurch sollen die notwendigen Sanierungsmaßnahmen zielgerichtet geplant und dimensioniert werden können. Abhängig vom Ergebnis der Streufeldmessung müsste gegebenenfalls eine deutliche Reduzierung der Tragfähigkeit beziehungsweise der zulässigen Lasten in Betracht gezogen werden.
224.000 Euro für Untersuchungen genehmigt
Die Kreisverwaltung bat den Ausschuss darum, Haushaltsmittel in Höhe von 224.000 Euro für die Untersuchungen in Kippenheim und Niederschopfheim bereitzustellen. Die Kreisräte folgten dem Beschlussvorschlag einstimmig.
Laut Wechinger liegen rund 200 Brücken in der Zuständigkeit des Kreises, drei davon überspannen Bahnstrecken und sind in derselben Bauweise ausgeführt. Die Bahnbrücke in Hugsweier sei bereits saniert worden.