Rund 25 Teilnehmer dabei: So lief der diesjährige Skater-Contest in Ettenheim

Vier Rollen, ein Brett – und eine Menge Balance: Skater zeigten in Ettenheim zahlreiche Tricks.
DecouxBeim Skate-Contest auf der Ettenheimer Skateranlage zeigte sich einmal mehr, was Jugendkultur auf Rollen bedeuten kann: Gemeinschaft, Motivation und jede Menge Leidenschaft. Bei schweißtreibenden Temperaturen gaben rund 25 Skater alles, um ihre besten Tricks auf den Betonrampen und Rails zu präsentieren, begleitet von passender Musik, Applaus und guter Stimmung.
Dass die Anlage heute überhaupt in ihrem Glanz erstrahlt, ist unter anderem Yannik Vogt und Kian Graefe zu verdanken. Die jungen Skater hatten sich für die Sanierung und den Umbau der Anlage stark gemacht. Es wurden eigene Ideen zur Neugestaltung entwickelt. Zusammen mit der Stadt arbeitete man an einer Lösung, die attraktiv, hochwertig und gleichzeitig bezahlbar war. „Wir sind der Stadt dafür super dankbar“, sagte Vogt, der beim Contest auch als Moderator durch den Tag führte.

Auch die jüngeren Skater bewiesen großes Können.
Foto: DecouxBereits im vergangenen Jahr war die modernisierte Anlage mit einem ersten Contest eingeweiht worden. Nun ging das Event in die zweite Runde, organisiert vom Jugendtreff und unterstützt von vielen Helfern und Sponsoren. Für das leibliche Wohl sorgte die Montessori-Schule mit kühlen Getränken und Hot Dogs. Außerdem konnten Besucher Skate-Equipment ausprobieren. Boards standen kostenlos zur Verfügung, sodass Zuschauer spontan ihre ersten Fahrversuche wagen konnten. Besonders schön: Schon die Jüngsten standen zum ersten Mal auf einem Skateboard.
Schattenplätze waren bei den heißen Temperaturen rar und heiß begehrt. Manche Besucher hatten vorsorglich Klappstühle mitgebracht, um entspannt den Skatern zuzuschauen.
Beim Contest ging es nicht um die beste Bewertung
Und die Zuschauer sparten nicht mit Applaus, wenn ein Trick gelang oder jemand mutig einen neuen Move ausprobierte. Denn der Contest war eigentlich gar kein Wettkampf im klassischen Sinn: „Es geht nicht um vordere Plätze und Bewertung, sondern um Motivation und Zusammenhalt“, erklärte Graefe. In der „Skater-Familie“ freue sich jeder mit, wenn jemand einen neuen Trick lernt und ihn erfolgreich auf der Anlage zeigt. Passend dazu lautete das Motto des Tages: „Let it roll“ (zu Deutsch: Lass es rollen).
Nach einer einstündigen Aufwärmphase startete zunächst die „Jam-Session“ der Kinder. Eine Stunde lang gehörte die Anlage ganz ihnen, bevor Jugendliche und Erwachsene die Rampen übernahmen. Dabei gab es nicht nur spektakuläre Tricks, sondern auch jede Menge Andenken für die Besucher. „Jeder bekommt was“, versprach Vogt und verteilte kleine Geschenke und weitere Überraschungen. Rap, Reggae und Hip-Hop sorgten währenddessen für die passende musikalische Atmosphäre. „Das ist ein toller Tag, der zeigt, was Jugendkultur zu bieten hat“, sagte Philipp Gedemer, Leiter des Jugendtreffs, am Ende des Tages zufrieden.