Rund 2000 Teilnehmer: Rundwanderung zu Dörlinbacher Bauernhöfen übertrifft alle Erwartungen

An den einzelnen Stationen stärkten sich die zahlreichen Teilnehmer.
Wolfgang SchätzleMit großer Vorfreude blickten die Dörlinbacher auf die Rundwanderung „Unsere Bauernhöfe“, die den Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten in der zweiten Jahreshälfte darstellen sollte. Die Wetterprognosen gaben Anlass zur Sorge, da sich die anfänglich optimistischen Vorhersagen im Vorfeld immer mehr verschlechterten. Doch am Sonntag präsentierte sich das Wetter nach einigen Regenschauern zu Beginn fast durchweg freundlich und ließ einen erlebnisreichen Tag zu.
Teilnehmerzahl übertraf die Erwartungen
Etwa 2000 Besucher fanden den Weg zur Rundwanderung auf der etwa fünf Kilometer langen Strecke. Diese Zahl übertraf die Erwartungen vieler und zeigte, wie groß das Interesse war. Die Gäste konnten sowohl Traditionelles als auch Historisches entdecken und erhielten einen faszinierenden Einblick in drei bedeutende Dörlinbacher Bauernhöfe: den Wanglerhof, den Ziegelhof und den Jägertonihof. Hier öffneten Landwirte mit offenen Stallungen die Türen zu ihrem Alltag.
Die Tiere waren ein echter Publikumsmagnet. Die Besucher nutzen jede Gelegenheit für ein Selfie, vor allem ein neugieriges Kälbchen auf dem Ziegelhof erfreute sich großer Beliebtheit. Auch Hofhunde und Hofkatzen wurden häufig zum Fotomotiv gewählt. Die alten und neuen Gerätschaften auf den Höfen weckten ebenfalls Interesse, und die Besucher zeigten sich fasziniert – sowohl von historischen Kutschen und alten Bulldogs als auch modernen Traktoren. Kulinarische Köstlichkeiten aus der Region rundeten das Angebot ab, während die Kinder mit diversen Spielmöglichkeiten beschäftigt wurden. Als die Sonne am Nachmittag durchbrach, wurde der Tag perfekt.
Schuhmacherhandwerk konnte bestaunt werden
Ein weiterer Anziehungspunkt des Erlebnistags war die Ausstellung einheimischer Künstler, die im Rathaus ihre Werke präsentierten. Ebenso beliebt war der Besuch in der historischen Dorfmühle, wo alte Handwerkskünste demonstriert wurden. Die Besucher konnten hautnah erfahren, wie Strohschuhe gefertigt, Zigarren gewickelt und Seile gedreht wurden. Auf dem Ziegelhof konnten das Schuhmacherhandwerk und die Gürtelerstellung bestaunt werden. Der Weg zum höchst gelegenen Hof, dem Jägertonihof, führte die Gäste auch zur Prinschbachhütte, wo Jäger anschaulich demonstrierten, wie man Tiere mit einer Drohne rettet. Dazu gaben sie interessante Informationen über Tierpräparationen weiter.
Wanglerhof zeigte, wie Schnaps gebrannt wird
Oben auf dem Jägertonihof konnten die Besucher hautnah erleben, wie in der Vergangenheit Apfelsaft hergestellt wurde. Die Demonstration war nicht nur lehrreich, sondern auch körperlich herausfordernd, da die traditionellen Methoden in vollem Umfang zur Anwendung kamen und von Jungmusikern mit viel Leidenschaft und einem Hauch von Nostalgie vorgeführt wurden. Unten im Tal bot gleichzeitig der Wanglerhof eine für manche sicherlich fesselnde Live-Darbietung des Schnapsbrennens. So hatten jene Gäste die Möglichkeit, den Prozess der Destillation aus nächster Nähe zu beobachten.
Selbst die Einheimischen machten neue Entdeckungen auf den Höfen. Der Wanglerhof stellte stolz sein neues Hofschild vor, und alle drei Höfe erhielten Informationsschilder, die sowohl alte als auch neue Bilder aus ihrer Geschichte zeigen. Das Engagement der Besucher zeigte sich daran, dass auf keinem Hof pünktlich Schluss gemacht werden konnte – selbst drei Stunden nach dem offiziellen Ende saßen noch Gäste auf dem Wanglerhof und genossen die Atmosphäre und den Austausch. Und manch einer war froh, dass auch die örtliche Feuerwehr länger präsent war und er dank deren Shuttle-Dienstes unkompliziert und sicher an seinen Ausgangspunkt zurückkam.
So geht’s weiter
Bis Jahresende stehen noch einige Veranstaltungen im Jubiläumskalender. Am Samstag, 20. September, steigt ab 19.30 Uhr die „Wiesn-Party“ der Trachtenkapelle in der Festhalle. Tags drauf organisiert der Radfahrverein eine weitere Wanderung: einen historischen Kirchgang nach Ettenheimmünster.