Rückblick auf 2025
: Diese drei Dauerbaustellen sorgen in Schmieheim für Ärger

Vom Glasfaserausbau über die Sanierung des Abwasserkanals, gab es in Schmieheim vieles was die Nerven von Bürgern und Ortsverwaltung strapazierte.
Von
Sam Fürst
Kippenheim
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Im Schloss werden nun die Fenster im ersten Obergeschoss ausgetauscht.

Ortsverwaltung

Vor allem zwei Themen hatten bei den Bürgern Schmieheims im vergangenen Jahr für Aufregung gesorgt: der Glasfaserausbau sowie die Arbeiten am Mischwasserkanal in der Dorf-, Rosen- und Pfaffentalstraße. Das machte Ortsvorsteher Michael Hartmann am Montagabend beim Rückblick auf 2025 deutlich. „Die Baustellen haben die Nerven von vielen Bürgern und der Verwaltung sehr strapaziert“, betonte Hartmann.

Glasfaserausbau: Beim Glasfaserausbau wurde aus Sicht der Gemeinde und vieler Bürger nicht immer zur Zufriedenheit gearbeitet. Oftmals musste seitens der Gemeindevertreter beim Generalunternehmer der Deutschen Glasfaser interveniert werden. Der Konflikt gipfelte schließlich in einem Baustopp, der verhängt werden musste, um die vorliegenden Missstände zu beseitigen.

Mischwasserkanal: Auch die Renovierungsarbeiten am Mischwasserkanal forderten laut Hartmann die Nerven des Bauamtsleiters sowie des Ortsvorstehers sehr. Es kamen im Laufe der Sanierung Unwägbarkeiten im Untergrund ans Tageslicht, die im Vorfeld nicht erkannt werden konnten und somit die Arbeiten erschwerten, so Hartmann. „Die ausführende Firma ist für mehrere Verzögerungen verantwortlich, außerdem war die Zuverlässigkeit nicht sonderlich ausgeprägt“, so der Ortsvorsteher. Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende 2027 fertiggestellt.

Die Planungen für den dritten Bauabschnitt, der unter anderem die Aufdimensionierung des Kanals in der Rosen- und Pfaffentalstraße umfasst, soll noch in diesem Jahr angegangen werden. Die Kosten zur Sanierung des Kanals belaufen sich laut derzeitigem Haushaltsplan auf etwa 70 000 Euro. Auch die Ausschreibung der Arbeiten könne noch in diesem Jahr erfolgen. Die Bagger werden laut Hartmann jedoch erst 2027 rollen.

Feuerwehr: Positiv ist laut Hartmann vor allem die Zusammenlegung der beiden Feuerwehrabteilungen an einen gemeinsamen Standort. Eine Standortanalyse ergab, dass das neue Gerätehaus in Kippenheim im Müllertal errichtet werden soll. Hartmann betonte, dass das vor allem für die Bevölkerung eine große Verbesserung bedeute, da die Schlagkraft der Feuerwehr dann wesentlich erhöht wäre. Die Zusammenlegung war zuvor vom Gemeinderat und vom Ortschaftsrat einstimmig beschlossen worden. Hartmann erklärte, dass die Vorplanungen bereits im Gange seien, sodass das neue Gerätehaus voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre bezugsfertig sein soll.

Weiter wird ein neu bestellter Mannschaftstransportwagen mit etwa 90 000 Euro zu Buche schlagen. Die Lieferung des Fahrzeugs wird voraussichtlich noch im ersten Quartal 2026 stattfinden.

Fensteraustausch: Beim Austausch der Fenster im ersten Obergeschoss des Schlosses wurde laut Ortsvorsteher lange keine Einigung mit dem Denkmalamt erzielt. Auf Initiative des Ortschaftsrats wurde sich nach langem Schrift- und Telefonverkehr nun darauf geeinigt, dass im Laufe dieses Jahres die Fenster im Schloss und im Jahr 2027 in der Ortsverwaltung ausgetauscht werden können. Die Maßnahmen sollen laut Haushaltsplan 75 000 Euro kosten.

Schlossgarten: Ein sowohl im Gemeinderat als auch im Ortschaftsrat viel diskutiertes Thema war die Umgestaltung des Schlossgartens. Als der Musikverein 2024 sein 100-jähriges Bestehen feierte, stellte die örtliche Schlosserei Baumkübel mit umschließenden Sitzbänken für den Festplatz zur Verfügung, die bei der Bevölkerung großen Anklang fanden.

Trotz des Wunsches aus der Bevölkerung, die Kübel auch über das Jubiläum hinaus auf dem Festplatz zu platzieren, konnte dies aufgrund der hohen Kosten von 16 000 Euro nicht umgesetzt werden, erklärte Hartmann. Alternativ werden nun sechs Schmuckpoller aufgestellt, die Kosten dafür belaufen sich auf 1200 Euro.

Schlosskeller: Der Schlosskeller sei nahezu fertig umgebaut und könne ab diesem Jahr vermietet werden. Wie Hartmann mitteilte, sind hier bereits einige Anfragen und Termine eingegangen. So soll bereits im Mai dort Kunst ausgestellt werden.

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