Rat gibt grünes Licht
: Kippenheimer Haushalt soll die Weichen für die Zukunft stellen

Mit einem Plus von 200 000 Euro geht es Kippenheim finanziell gut. Die Räte gaben dem Haushalt grünes Licht und betonten, dass die geplanten Projekte prägend sein werden.
Von
Sam Fürst
Kippenheim
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Einer der größten Brocken des Haushalts wird der Bau eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses sein, weil die Kippenheimer Wehr mit der Schmieheimer Abteilung (hier im Bild) fusionieren soll.

Decoux

Die Gemeinde Kippenheim kann laut dem für 2026 beschlossenen Haushaltsplan positiv in das kommende Jahr blicken. Der von Stephanie Tarakci und Rechnungsamtsleiterin Carolin Schaub erstellte Plan sieht im Gesamtergebnis ein Plus von rund 200 000 Euro vor.

Trotz der geplanten Investitionen in die gemeindliche Infrastruktur wie unter anderem die Beraterkosten für eine Konzepterstellung zur Entwicklung des alten Festplatzes muss die Gemeinde nicht auf Rücklagen zugreifen oder Schulden aufnehmen. Erträgen von rund 15,2 Millionen Euro stehen Aufwendungen in Höhe von knapp 15 Millionen Euro gegenüber. Der Beschluss sei laut Bürgermeister Matthias Gutbrod ein solider Haushalt in schweren Zeiten, der die Gemeinde auf große Investitionsbrocken vorbereite. Weiter bedankte er sich zu Anfang der vergangenen Sitzung am Montagabend bei den Gemeinderäten für deren konstruktive Debattenkultur und betonte, dass deren lösungsorientiertes Arbeiten nicht selbstverständlich sei.

Schwimmbad ist ein „Sorgenkind“

Carola Richter betonte im Namen der CDU-Fraktion in ihrer Haushaltsrede vor allem die als positiv anzusehende solide Planung des vorliegenden Haushaltes. „Das Jahr 2026 ist für unsere Kommune ein Jahr der Planung und Weichenstellung, in der die Grundlage für große Projekte geschaffen wird, die unsere Gemeinde in den kommenden Jahren prägen werden.“ Als zentrales Zukunftsprojekt bezeichnete Richter vor allem die Planung des gemeinsamen Feuerwehrhauses der Gemeinde, das sich aus der Zusammenlegung der Schmieheimer und Kippenheimer Feuerwehr zu einer gemeinsamen ergibt. Auch Dieter Kirschbaum freute sich im Namen der Freien Wählervereinigung über das Haushaltsplus in diesem Jahr und merkte an, dass Kippenheim eine der wenigen Gemeinden im Umkreis mit einem positiven Haushaltsergebnis ist. Sorgenkind der Gemeinde bleibt laut Kirschbaum weiterhin das Schwimmbad, das in den kommenden Jahren mit Sanierungsmaßnahmen zu Buche schlagen werde. Positiv hob er hervor, dass die Seniorenanlage seit vergangenem Jahr schuldenfrei sei.

Auch das Schulgebäude weist Mängel auf

Matthias Stulz (SPD) merkte an, dass der Rat in der Zeit seiner Abwesenheit stets die weitsichtige Planung fortgeführt hätte und es deshalb trotz schwerer Zeiten möglich sei, Investitionen zu tätigen – ohne von Rücklagen zehren zu müssen. Als wesentlichen Investitionspunkt der Gemeinde sehe er vor allem den nötigen Neubau des Schulgebäudes. Eine Sanierung sei zu aufwendig und teuer, er forderte deshalb einen Neubau. Das marode Gebäude erschwere eine Inklusion von körperlich beeinträchtigten Kindern in den Unterricht wesentlich. Auch einen Wandel der gemeindlichen Projekte hin zum Nutzen von erneuerbaren Energien sehe er als unvermeidbar an, damit die Gemeinde auch weiterhin zukunftsfähig bleibe.

Brian Michael Bosch (Grüne) und Maximilian Zipf (FDW) schlossen sich ohne Redebedarf den Meinungen ihrer Vorredner an. Demnach wurde der Haushaltsplan einstimmig vom Gemeinderat angenommen.

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