Projektwochen an Kita: Lahrer Kinder lernen das Weltall und seine vielen Geheimnisse kennen

Die Kinder lernten bei dem Astronomieprojekt viel Neues.
Evangelischer Kindergarten Burgheim- Kita Burgheim führte ein mehrwöchiges Astronomieprojekt mit Vorschulkindern durch.
- Kinder beobachteten Sonne und Himmel, bastelten Planetenmodelle und experimentierten.
- Fokus lag auf Fragen der Kinder und gemeinsamen Gesprächen über Welt und Platz darin.
- Aus dem Projekt entstand das Praxisheft „Himmel, Erde, Fragezeichen“ im Verlag „Das Netz“.
- Höhepunkt war ein Familienbesuch des Königsfelder Planetenwegs – Dimensionen wurden erlebbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Was ist hinter dem Himmel? Wie groß ist das Weltall? Könnten wir auf dem Mars leben? Solche Fragen standen im Mittelpunkt eines mehrwöchigen Astronomieprojekts im Evangelischen Kindergarten Burgheim. Aus den gemeinsamen Erfahrungen der beiden Pädagogen Sarah Haller und Gerhard Friedrich entstand das neue Praxisheft „Himmel, Erde, Fragezeichen“, das jetzt im Verlag „Das Netz“ erschienen ist. Im Mittelpunkt stehen nicht fertige Antworten, sondern das gemeinsame Staunen, Beobachten, Experimentieren und Nachdenken mit Kindern, wie es in einer Pressemitteilung der Kita heißt.
Über mehrere Wochen beobachteten die Kinder Sonne und Himmel, entwickelten eigene Vorstellungen vom Weltall, setzten einfache Experimente um, gestalteten Planetenmodelle und stellten immer wieder neue Fragen. Gerade diese Offenheit machte den besonderen Reiz des Projekts aus, heißt es in der Mitteilung. Die Gedanken der Kinder wurden dabei aufgegriffen und gemeinsam weiterentwickelt.
Das Besondere an dem Projekt ist laut den Organisatoren, dass Astronomie nicht allein als naturwissenschaftliches Thema verstanden wurde. Ausgangspunkt waren die Fragen der Kinder, die immer wieder Gespräche über die Welt, den Himmel und unseren Platz darin eröffneten. „Beobachtungen, kleine Experimente, kreative Gestaltungsangebote und gemeinsames Philosophieren ergänzten sich zu einem Bildungsprozess, in den naturwissenschaftliche Erkenntnisse altersgerecht und anschaulich eingebettet waren“, heißt es weiter. So konnten demnach Wissen, Staunen und Neugier gleichermaßen wachsen.
Erde erscheint nicht als Selbstverständlichkeit
„Gerade in Zeiten, in denen Hitzewellen, Trockenheit und extreme Wetterereignisse den Alltag vieler Menschen prägen, eröffnet der Blick ins Weltall zugleich eine neue Perspektive auf unseren eigenen Planeten“, betonen die Organisatoren in ihrer Mitteilung. Die Erde erscheine nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als ein besonderer und schützenswerter Lebensraum, dessen Einzigartigkeit Kinder gemeinsam entdecken können.
Für Sarah Haller zeigte das Projekt eindrucksvoll, mit welcher Offenheit und Ernsthaftigkeit sich bereits Kindergartenkinder auf große Fragen über Himmel, Erde und Weltall einlassen. Immer wieder entwickelten sich Gespräche, in denen die Kinder eigene Vorstellungen formulierten, Vermutungen äußerten und gemeinsam nach Antworten suchten.
Familien besuchen gemeinsam den Planetenweg
Für Gerhard Friedrich schloss sich mit dem Projekt ein persönlicher Kreis. Bereits 1993 entwickelte er gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Zinzendorfschulen den Königsfelder Planetenweg, ein maßstabsgetreues Modell unseres Sonnensystems, das laut Mitteilung bis heute zu den beliebten Ausflugszielen der Region zählt. Als Projekthöhepunkt besuchte die Projektgruppe den Planetenweg gemeinsam mit ihren Familien. Aus einer Idee, die vor mehr als drei Jahrzehnten entstand, wurde so erneut ein Ort des gemeinsamen Staunens und Entdeckens, heißt es in der Mitteilung.
Der Ausflug war demnach nicht nur für die Kinder etwas Besonderes. Der Planetenweg macht die gewaltigen Dimensionen unseres Sonnensystems anschaulich erfahrbar und lässt zugleich erahnen, wie unvorstellbar groß das Weltall tatsächlich ist. „Das gemeinsame Erwandern machte deutlich, wie klein und zugleich wie einzigartig unser Heimatplanet ist“, heißt es abschließend.
Das Heft
Das Praxisheft „Himmel, Erde, Fragezeichen - Astronomie mit Kindern“ ist in der Reihe „Betrifft Kinder Extra“ im Verlag „Das Netz“ erschienen. Es möchte pädagogische Fachkräfte dazu ermutigen, die großen Fragen der Kinder aufzugreifen und gemeinsam mit ihnen den Himmel, und damit auch unsere Erde, neu zu entdecken.