Oktoberfest in Friesenheim: Mehr als 900 Menschen feiern mit

Musikalisch eingeheizt hat unter anderem die 20-köpfige Band „Filter Länder“.
Bohnert-SeidelDie Friesenheimer brauchten am Samstag weder nach Stuttgart noch nach München reisen: Der Musikverein Friesenheim hatte zu seinem zehnten Oktoberfest eingeladen. Zuhauf strömten die Gäste in die Sternenberghalle, die für 900 Gäste bestuhlt war. Als der Platz knapp wurde, halfen sich Gäste selbst und machten aus den Sitzbankgarnituren in den hinteren Reihen Stehtische. An den Tischen wurde getanzt und gefeiert. Wie viele Kilometer Laufleistung am Ende die knapp 50 Helfer vor und hinter der Theke zurückgelegt haben, lässt sich nicht errechnen, dürfte aber so manchen Halbmarathon ergeben. Aber auch bei den Helfern war die Stimmung rundum gut. Immerhin zählt das Oktoberfest zu den Haupteinnahmequellen des Vereins, neben Mitgliedsbeiträgen und dem Hock am 1. Mai. Im Übermaß lief das Oktoberfestbier aus dem Zapfhahn und die Mitglieder im Musikverein hatten alle Hände voll zu tun.
Die Frauen trugen ihre feschen Dirndl, Hals und Dekolleté zierte meist ein Herz und an den Füßen zeigten sich oft bequeme Sneaker. Männer trugen meist Lederhose und ein kartiertes Hemd. „Die Gäste sollen sich einfach nur wohlfühlen“, sagt Gudrun Killius vom Vorstand des Musikvereins und freut sich über das Fest, „das es einfach in sich hat“. Garant für das Gelingen ist von der ersten Stunden an die Band „Filter Länder“. Kaum waren sie auf der Bühne, entfachte ein Feuerwerk der kraftvollen und schwungvollen Klänge.
Die Gäste erwiesen sich beim Mitsingen als textsicher
Garant der Pop- und Rocklieder waren auch die Stimmen von Jessica Reichenbach und Fabian Steppacher. Ob einzeln oder im Duett – die beiden heizten ein und ließen auch die Gäste beim „Skandal um Rosi“ kräftig mitsingen. Textsicher erwiesen sich die mehr als 900 Gäste.
Die 20-köpfige Band „Filter Länder“ setzt sich aus langjährigen Musikern der Musikvereine reihum zusammen. Raus kommt Blasmusik als Stimmungskanone par excellence. Die „Filter Länder“ feiern 2025 ihr 20-jähriges Bestehen. Sie haben sich im Jahr 2005 im früheren Café Filter gegründet.
Als Vorkapelle heizte bereits die Trachtenkapelle Mühlenbach kräftig ein, die im Grunde nahtlos zu den „Filter Ländern“ überführte. Zwischen den Pausen der „Filter Länder“ lief nicht etwa Musik vom Band, sondern dann hatte Marc Sommerfeld aus Friesenheim seinen großen Auftritt. Immerhin kennen ihn einige Gäste von den Auftritten bei DSDS oder „Immer wieder sonntags“. Wer sich gern auf Mallorca eine Auszeit holt, dürfte ihn auch von dort gut kennen.
Planungen für 2025
Für das kommende Jahr hofft der Musikverein auf eine gute Planung für die energetische Sanierung der Sternenberghalle. Diese ist wieder für das nächste Oktoberfest 2025 gebucht. Die Sanierung soll im September abgeschlossen sein. „Falls nicht, werden wir wohl in die Waldmattenhalle in Oberweier umziehen müssen“, erklärt Gudrun Killius vom Vorstand gegenüber unserer Redaktion. Die Waldmattenhalle wäre jedoch ein absoluter Notnagel, wurde sie nach den erfolgreichen Anfängen dort, tatsächlich zu klein. Mehr als 900 Gäste würde sie nicht fassen. „Wir werden sehen, ob wir in der Sternenberghalle feiern können“, so Killius.