Nur drei Absteiger: Reserve des SC Lahr bleibt in der Landesliga

Harim Orphy Bertholfy Makaya (Mitte) durfte sich nicht nur über sein Tor sondern auch über den Klassenerhalt der Lahrer Reserve freuen.
Horst KünstleLandesliga: SC Lahr II - VfB Bühl 2:2 (2:1). Dino Piraneo, Trainer der Lahrer Reserve, wusste schon während des Spiels gegen Bühl darüber Bescheid, dass das Ergebnis gegen den VfB für die jungen Dammenmühlen-Kicker in Sachen Klassenerhalt nicht mehr kriegsentscheidend sein würde. Vor dem Duell war klar, dass im Falle von vier Absteigern nur ein Sieg den SCL sicher über den Strich gebracht hätte. „Doch schon während der Partie habe ich durch die Zwischenstände auf den anderen Plätzen gewusst, dass es nur drei Absteiger geben wird und wir gerettet sind. Das habe ich den Jungs aber extra nicht gesagt“, so der Lahrer Trainer im Gespräch mit unserer Redaktion.
Schließlich sollten die Fußballer auf dem Platz noch mit vollen Einsatz um den Sieg kämpfen, den es aber nicht gab. „Bühl war in der ersten Halbzeit passiv und wir haben schon früh 2:0 geführt. Da der Gegner in der zweiten Hälfte allerdings besser war, lässt sich schon von einer gerechten Punkteteilung reden“, so Piraneo. Henri Niebuhr hatte schon nach fünf Minuten einen Abpraller zum 1:0 verwertet und Harim Orphy Bertholfy Makaya mit einem Schlenzer ins lange Eck nachgelegt. „Die Jungs waren nach dem Abpfiff enttäuscht, weil es nicht für drei Punkte gereicht hat. Eine spontane Party zum Klassenerhalt gab es nicht“, berichtet Piraneo.
SC Lahr II: Sokolov; Ohnemus (81. Roser), Birkle, Reiß (74. Nikolic), Fleig, N. Müller, Taach, T. Müller, Makaya, Niebuhr (81. Lasu), Rombach (64. Endsbiller).
Tore: 1:0 Niebuhr (5.), 2:0 Makaya (28.), 2:1 Fusaro (39.), 2:2 Bohn (72.).
OFFENBURG. Landesliga: Offenburger FV - FV Würmersheim 7:0 (2:0). Für den Offenburger FV war es am Pfingstmontag gegen den FV Würmersheim eines der ganz wichtigen Spiele, nachdem Mitabstiegskandidat SV Stadelhofen am Freitagabend beim SV Oberwolfach mit 2:1 gewann. Nichts war es mit entspannten Pfingsten für Trainer Michael Kovacs und seine Mannschaft. „Ich würde lügen, wenn ich nicht zugeben würde, dass ich den Liveticker anhatte“, sagte der Trainer.
Doch so mischten die Oberkircher weiterhin mit im Kampf um die rettenden Plätze mit und der OFV musste sich selbst am Pfingstmontag um die fehlenden Punkte kümmern. Das war zumindest der Stand, bis klar war, dass es nur drei Absteiger gibt und die Offenburger sowieso gerettet waren. Mit 7:0 setzten die Messestadt-Kicker trotzdem ein Statement.

Nukan Yildiz trifft zum 6:0 für den Offenburger FV.
Foto: Wolfgang KünstleDer Gegner aus dem mittelbadischen Durmersheim war schon vor Anstoß abgestiegen. Trotzdem war dem FVW zu keiner Zeit vorwerfen, nicht mehr alles in die Waagschale zu werfen. In Offenburg hielten die Gäste eine Stunde lang mit, ehe Lucas Martini den Torreigen eröffnete. Mit dem Halbzeitpfiff stellte der 29-jährige Franzose auf 2:0 und nur kurz nach Wiederanpfiff unterlief Fabian Würtz auf Gästeseite ein Eigentor. Als Matti Jung, der den OFV wegen seines Studiums zum FC Wolfenweiler-Schallstadt verlassen wird, nur fünf Minuten nach der Halbzeit auf 4:0 erhöhte, war die Veranstaltung gelaufen.
„Wenn es läuft, dann läuft es“, stellte der wie gewohnt kommunikative Stadionsprecher Martin Schmidt fest. Fast jeder Schuss war ein Treffer. Tolga Isik gelang das fünfte Tor nach 61 Minuten und eine Minute später machte Nukan Yildiz das halbe Dutzend voll. Als Gästekeeper Alind Ibrahim an einem harmlosen Ball komplett vorbei griff, hatte Martini gar keine andere Wahl, als das Spielgerät zum 7:0 ins leere Tor zu kicken. Die Chancen hätten ausgereicht, um ein zweistelliges Ergebnis zu erzielen.
„Fußballerisch war das gar nicht mal unser bestes Spiel“, stellte Kovacs fest. „Aber es war eines der konzentrierteren Partien. Wir waren hellwach und geduldig.“
Rang acht lässt auf den ersten Blick nun nichts mehr von Abstiegsgefahr erahnen und Kovacs hofft nun sogar darauf, diesen Platz halten zu können und sich so direkt für den Verbandspokal zu qualifizieren.
Offenburger FV: Shabani (69. Weber); Jung (62. Mandengue), Bako (46. Isik), Jurkovic, Martini, Kuolt, Yildiz, Bouki, Brucker (75. Trittmacher), Mayer, Kaba (75. Kostadinov).
Tore: 1:0 Martini (31.), 2:0 Martini (45.+1), 3:0 Würtz (47./ET), 4:0 Jung (51.), 5:0 Isik (62.), 6:0 Yildiz (63.), 7:0 Martini (76.).