Neue Satzung im Gemeinderat abgesegnet
: Alle Fraktionen loben die Lahrer Feuerwehr

Einstimmig hat das Gremium die neue Satzung abgesegnet. Die Regelung,die Anfang 2025 in Kraft tritt, bringt viele Neuerungen mit sich.
Von
Pascal Lienhard
Lahr
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Die Arbeit der Lahrer Feuerwehr wurde vielfach gelobt. Das Foto zeigt einen Einsatz auf dem Langenhard Anfang November, wo zwei Autos gelöscht wurden.

Schillinger-Teschner

Rund 20 Kameraden waren bei der Sitzung am Montagabend anwesend. Die elf Jahre alte Satzung war auf den Prüfstand gestellt worden, um die Lahrer Wehr zukunftsfähig und krisensicher aufzustellen und Verantwortlichkeiten klar zu definieren (wir haben mehrfach berichtet). Unterstützung gab es dabei vom externen Berater Harald Herrmann.

Unter anderem soll es künftig neben dem bisherigen ehrenamtlichen Stellvertreter des Kommandanten einen hauptamtlichen Stellvertreter geben. Hinzu kommen Änderungen für die einzelnen Abteilungen.

OB Ibert lobt das eigenverantwortliche Handeln der Wehr

Man sei seit geraumer Zeit im Dialog- und Veränderungsprozess, erklärte Oberbürgermeister Markus Ibert einleitend. „Die Linien sind vorgezeichnet, die wichtigen Entscheidungen sind gefasst, weitere stehen demnächst an“, berichtete er. Die neue Satzung sei in einem intensiven Prozess entstanden, an dem die Wehr selbst mit hoher Eigenverantwortung und aktivem Handeln beteiligt gewesen sei. „Es ist etwas Besonderes, wie unsere Feuerwehr sich dieser Situation gestellt hat“, so Ibert.

Die Satzung sei dabei vielfältig diskutiert worden – allerdings stets mit dem Ziel, nach vorne zu gehen, um die Angelegenheiten für die Zukunft im Sinne der Feuerwehr bestmöglich zu regeln. Was Ibert im vergangenen Jahr erleben durfte, sei vorbildlich gewesen.

Annerose Deusch (Freie Wähler) betonte, dass für ihre Fraktion in der neuen Satzung alles sehr schlüssig sei. „Sie wurde mit sehr viel zusätzlichem Zeitaufwand der Feuerwehr in Zusammenarbeit mit der Verwaltung erarbeitet“, lobte Deusch. In den Ausschüssen der Feuerwehr sei dem Konzept einhellig zugestimmt worden, zudem hätten auch die Ortschaftsräte die Satzung positiv zur Kenntnis genommen (wir berichteten). Man wünsche sich, dass die beiden hauptamtlichen Stellen nach der Ausschreibung wieder gut besetzt werden können: „Damit die Feuerwehr mit Hauptamtlichen und Freiwilligen weiter die gute Arbeit leisten kann, die wir sehr schätzen und respektieren“, so Deutsch.

Grüne veprechen finanzielle Unterstützung für technische Ausstattung

Sven Haller (AfD) lobte, wie viel Arbeit und Gehirnschmalz in der Satzung stecke. „Umso erstaunlicher, dass es in allen Gremien einstimmig behandelt wurde“, befand er. Die Truppe könne einen neuen Motivationsschub erhalten.

Rudolf Dörfler (CDU) hingegen betonte, dass ein Blick in die Satzung aus dem Jahre 1977 zeige, dass man – mit Ausnahme von Thematiken wie den Hauptamtlichen – wieder dort sei, wo man damals war: „Manchmal ist doch das ganz gut, was wir früher gemacht haben“, schlussfolgerte der CDUler. Die Wehr leiste hervorragende Arbeit, die man unterstütze.

„Die Feuerwehr war immer einsatzfähig und gut“, so Hermann Kleinschmidt (SPD). Das werde auch so bleiben. Die Bereitschaft sei riesig, das ehrenamtliche Engagement durch nichts zu toppen. Er sprach die Feuerwehrbedarfsplanung an, durch die der Haushalt noch belastet werde. Es werde wohl gewaltig in Ausstattung, Fahrzeuge und Räumlichkeiten investiert werden müssen.

Für die Grünen betonte derweil Dorothee Granderath, dass die neue Satzung ein wichtiger Teilschritt in einem größeren Veränderungsprozess sei. „Wir haben große Hochachtung vor dem, was unsere Feuerwehr leistet“, erklärte sie. „Nicht nur vor Ort im Brandfall, sondern auch konzeptionell.“ Die Satzung trage praktischen Erfordernissen Rechnung, erleichtere das wertvolle ehrenamtliche Engagement und fördere außerdem die gute Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt. Was es an technischer Ausstattung brauche, sei bei der Finanzplanung höchste Priorität. Sie versicherte dem, was später im Feuerwehrbedarfsplan als „wichtige, unumgängliche Investition dargelegt werden wird“, wohlwollend gegenüberzutreten.

„Wir freuen uns, dass es die Feuerwehr gibt“, so Joachim Volk (FDP). Man wünsche für die nahe und ferne Zukunft alles Gute und hoffe, dass der Einsatz bleibe wie er ist.

Die neue Satzung wurde einstimmig verabschiedet und tritt Anfang 2025 in Kraft.

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