Neue Regelung wirkt sich aus: Um 12 Uhr schießen auch in Lahr die Spritpreise hoch

Die Preise sind hoch, die Tankplätze leer: So sah es am Mittwoch gegen 12.30 Uhr an der Tankstelle in der Lahrer Turmstraße aus.
SchabelAn der Aral-Tankstelle in der Turmstraße herrscht am Mittwoch gegen 12.30 Uhr gähnende Leere. Mehrere Minuten bleibt der Autor vor Ort, ohne dass sich an diesem Bild etwas ändert: Gerade will keiner dort tanken. Eineinhalb Stunden vorher hat das noch ganz anders ausgesehen, gegen 11 Uhr haben sich die Autofahrer dort die Zapfpistole in die Hand gegeben. „Heute Vormittag war viel mehr los“, bestätigt eine Beschäftigte auf Nachfrage.
Hintergrund ist natürlich die neue Sprit-Regelung, die am Mittwoch in Kraft getreten ist. Seither dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal am Tag erhöhen – um 12 Uhr. Danach sind nur noch Senkungen erlaubt. Daraufhin hatte der ADAC geargwöhnt, dass die Konzerne die Preise vor der dann einzigen Möglichkeit der Anpassung gegebenenfalls höher ansetzen als notwendig.
Genauso kam es am Mittwoch dann auch in Lahr: Um 11 Uhr kostete an der Aral-Tankstelle in der Turmstraße der Liter Diesel noch 2,38 und der Liter Super 2,21 Euro. Nach 12 Uhr mussten Autofahrer dort 2,44 Euro (Diesel) oder 2,27 Euro (Super E5) zahlen. Nur taten das eben wenige – die Tankstelle war zunächst völlig verwaist.
Eine ganz ähnliche Szenerie bot sich auch bei der Aral-Tankstelle in der Freiburger Straße, wo die Preise um 12.02 Uhr umgestellt wurden – danach kostete der Diesel dort 2,44 und Super (E5) 2,26 Euro – ebenfalls drastische Preiserhöhungen.
In der Praxis bedeutet die Regelung, dass das Tanken ab jetzt kurz nach 12 Uhr am teuersten ist. Nachmittags und abends können die Spritpreise sinken – zumindest theoretisch. Am günstigsten müsste das Tanken demnach vormittags vor 12 Uhr sein.