Nachwuchs zeigt sein Können: Lahrer Musikschüler zaubern an den Tasten

An zwei Klavieren zu vier Händen spielen Markus Reiter und Steven Meininger sowie Toni Becker und Markus Becker ein Arrangement von „In der Halle des Bergkönigs“.
Endrik Baublies- Schüler der Städtischen Musikschule Lahr zeigten beim Konzert „Tastenzauber“ ihr Können.
- Im Alten Scheffel saßen am Samstagabend knapp 200 Besucher – der Saal war fast voll.
- Auftakt mit Mozarts KV 255: Mehr als ein Dutzend spielte Variationen mit fliegenden Wechseln.
- Griegs „Morgenstimmung“ und „In der Halle des Bergkönigs“ erklangen an zwei Flügeln.
- Teil zwei bot Filmmusik mit der Sinfonietta; am Ende gab es Dank und viel Applaus.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Ouvertüre des Konzerts unter dem Motto „Tastenzauber“ war originell. Mehr als ein Dutzend Schülerinnen und Schüler spielten „Neun Variationen über ein Thema von Mozart“ - die Klaviervariationen 255 (KV 255). Der Komponist hatte dafür ein französisches Volkslied aus der Mitte des 18. Jahrhunderts benutzt, das wiederum auf einem älteren englischen Wiegenlied basiert. Viele Zuhörer werden die Melodie vom Lied „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ aus der Feder Hoffmann von Fallerslebens (1837) wiedererkannt haben.
Das Originelle waren die fliegenden Wechsel. Das jüngste Trio spielte zuerst die Grundmelodie. Man wäre bestimmt versucht, von zwölf Händen an einem Flügel zu schreiben. Die drei Mädchen benötigten noch die Unterstützung von drei Lehrern. Die Variationen steigerten sich je nach Alter und Reife der Spielerinnen und Spieler.
Eine weitere originelle Idee war, zwei Stücke aus der „Peer-Gynt-Suite“ von Edvard Grieg zu spielen. Ungewohnt klangen die verspielte „Morgenstimmung“ und der wuchtige Satz „In der Halle des Bergkönigs“, die jeweils von acht Händen an beiden Flügeln auf der Bühne interpretiert wurden. Dass bei der Lahrer Musikschule die Meister nicht vom Himmel fallen, gehörte unbedingt zum Charme dieser zwei Stücke.
Zum Fachbereich Tasteninstrumente gehören neben dem Klavier oder dem Flügel ein Spinett, Keyboards und Synthesizer oder ein Akkordeon. Mehrfach unterstützten Lehrer die Schüler mit Instrumenten, die zum Bereich Rock und Pop gehören.
Im ersten Teil gab es einen bunten Strauß verschiedener Epochen. Der zweite Teil, in Zusammenarbeit mit der Sinfonietta, war eine Wiederholung von verschiedenen Filmmusiken (wir haben darüber bereits berichtet.) Tobias Meinen, Leiter der Musikschule, dankte am Ende zunächst Alexandru Hergane, dem Fachbereichsleiter Tasteninstrumente. Den Applaus hatten sich alle, die auf der Bühne und dahinter an diesem zauberhaften Konzert mitgewirkt haben, redlich verdient.