Lebensraum für Insekten
: Lahrer Schüler legen ein Sandarium an

Ein verwildertes Beet wird zu einem wertvollen Lebensraum für Insekten: Im Rahmen der Projekttage der Gutenbergschule hat die Klasse 6a am Rosenweg eine Fläche angelegt, die als Nistplatz für Wildbienen dient.
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(red/pl)
Lahr
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Gemeinsame Aktion: Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a bekamen unter anderem Besuch von  Fabian Roßmanith (Leiter Abteilung Grün und Umwelt, hintere Reihe, Dritter von links) und  Baubürgermeister der Stadt Lahr  Tilmann Petters (links neben dem Plakat).

Gemeinsame Aktion: Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a bekamen unter anderem Besuch von Fabian Roßmanith (Leiter Abteilung Grün und Umwelt, hintere Reihe, Dritter von links) und Baubürgermeister der Stadt Lahr Tilmann Petters (links neben dem Plakat).

Hauser/Volksbank
  • Klasse 6a der Gutenbergschule legte am Rosenweg ein Sandarium als Nistplatz für Wildbienen an.
  • Unter Anleitung von Lilli Wahli und Manfred Kraft entstand aus einem Rosenbeet eine Sandfläche.
  • Kinder entfernten Rosen, schaufelten Erde ab, bauten Drainage und Mauer, mischten Erde mit Sand.
  • Senioren vom nahegelegenen Haus besuchten die Aktion – Kinder erklärten Zweck und Vorgehen.
  • Im Herbst sollen Wildblumen folgen, die Schule übernimmt Patenschaft und Pflege mit Infotafel.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Projekt ist Teil der Initiative „Unsere Region blüht und summt“, einem Engagement des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord und der Volksbank Lahr. Ziel ist es, Lebensräume für Insekten zu schaffen und Umweltbildung praktisch erlebbar zu machen.

Unter fachlicher Anleitung von Lilli Wahli und Manfred Kraft, Wildblumenexperte des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord, wandelten die Kinder vergangene Woche ein verwildertes Rosenbeet in ein sogenanntes Sandarium um. Dabei handelt es sich um eine speziell angelegte Fläche aus lockerem, sandigem Boden, die als Nistplatz für Wildbienen dient, wie die Volksbank in einer Pressemitteilung berichtet. Rund 75 Prozent der heimischen Wildbienenarten legen ihre Nester im Boden an und sind daher auf entsprechende Strukturen angewiesen.

Im Vorfeld wurden die verwilderten Rosenstöcke abgetragen. Die Kinder schaufelten am Morgen die oberste Erdschicht ab und zogen eine Drainageschicht ein. Zur Begrenzung wurde ein Mäuerchen aus Natursteinen um die Fläche gebaut. Im Anschluss mischten die Schüler Erde und Sand und verteilten das Gemisch auf der Fläche.

Senioren statteten den Schülern einen Besuch ab

„Die Schülerinnen und Schüler erleben unmittelbar, wie sie selbst aktiv zum Schutz der Artenvielfalt beitragen können“, berichtet Daniela Becker, Nachhaltigkeitsbeauftragte der Volksbank Lahr. „Ich bin wirklich begeistert, mit welcher Energie die Kinder sich hier einbringen.“

Ein besonders schöner Aspekt der Aktion: Senioren des nahegelegenen Seniorenhaus am Rosenweg des Caritasverbands Lahr statteten den Kindern einen Besuch ab und ließen sich von ihnen Sinn und Zweck der Bauarbeiten erklären. „Das ist ein richtig generationsübergreifendes Ereignis geworden“, freut sich Becker. Auch Tilmann Petters, Baubürgermeister der Stadt Lahr, die die Fläche zur Verfügung gestellt hat, überzeugte sich von der professionellen Arbeit der Kinder.

Infotafel erklärt die Hintergründe

„Im Herbst werden wir im schattigeren Teil noch Wildblumen pflanzen, damit die Bienen und Insekten, die sich hier ansiedeln, ein ausreichendes Nahrungsangebot vorfinden“, erläutert Fabian Roßmanith, Leiter der Abteilung Grün und Umwelt der Stadt Lahr. Auch hierbei werden wieder Kinder der Gutenbergschule helfen. Die Schule übernimmt die Patenschaft für die Nisthilfe und bindet deren Pflege in den Lehrplan ein. Zusätzlich wird eine Informationstafel aufgestellt, die Spaziergängern die Funktionsweise und den Nutzen des Lebensraums für Wildbienen erläutert.

Die Volksbank dankt in ihre Mitteilung allen, die die Aktion möglich gemacht haben: ihren Mitarbeitern Hansjörg Frenk, der die Natursteine gestiftet und angeliefert hat, und Giuseppe Fittipaldi für das Abtragen der Erdschicht und Anliefern der Erde, der Firma Vogelbau für den Tonnen Sand, der Stadt Lahr für die Unterstützung vor Ort und dem Naturpark für die fachliche Anleitung.

Hintergrund

Über die Initiative „Unsere Region blüht und summt“ fördert die Volksbank Lahr mit regionalen Partnern die Biodiversität vor Ort, schafft neue Lebensräume für Insekten und sensibilisiert für den Schutz der Natur. Seit Projektstart 2019 wurden laut Volksbank Lahr 118 Flächen auf 61.000 Quadratmetern angelegt. In diesem Frühjahr kamen mit acht Flächen rund weitere 7500 Quadratmeter hinzu. Weitere Infos unter volksbank-lahr.de/blueht-und-summt

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