Lahrer stellt Film vor: Bernd Prengels Leidenschaft fürs Filmen ist seit mehr als 60 Jahren ungebrochen

Bernd Prengel zeigt am kommenden Dienstag einen Film über Tunesien in der Stadtmühle. Der leidenschaftliche Filmemacher lebt seit 13 Jahren in Reichenbach.
Baublies- Filmemacher Bernd Prengel zeigt am Dienstag in der Stadtmühle einen Film über Tunesien.
- Er lebt seit 13 Jahren in Reichenbach und filmt seit mehr als 60 Jahren.
- Prengel drehte auch Filme über Lahr, etwa einen Imagefilm zu Reichenbach und zur Landesgartenschau.
- Für den Tunesien-Film sammelte er umfangreiches Material und bearbeitete es im eigenen Studio.
- Vorführung: Dienstag, 21. Juli, 15 Uhr im Bürgerzentrum Treffpunkt Stadtmühle – Eintritt frei.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Anfang des Hobbys war ein Zufall. Der gebürtige Karlsruher Bernd Prengel ist eigentlich gelernter Elektrotechniker. Anfang der 1960er-Jahre half er einer Bekannten immer wieder dabei, sogenannte N8-Filme zu schneiden. Später, vor mehr als 60 Jahren, durfte er dann auch die passende Kamera ausprobieren.
Die Leidenschaft ist bei Prengel, der in diesem Jahr seinen 82. Geburtstag feiert, geblieben. Er hat jahrelang bei der VHS in Karlsruhe Kurse rund um den Videodreh gegeben und so seine eigenen Erfahrungen auch weitergegeben. Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt er, dass es beim Filmen – egal mit welchem Material – immer um die Aufnahmen, den Schnitt und dann um die Bearbeitung gehe.
Heute filmt Prengel digital, was auch für die Fotografie gilt. Neben den Filmen, die er auf vielen Reisen gemacht hat, waren immer auch Bilder wichtig. Für den Film über Tunesien, den die Zuschauer am kommenden Dienstag in der Stadtmühle zu sehen bekommen, hat er Rohmaterial aufgenommen, das zusammen etwa 400 Gigabyte Speicher benötigt.
Dann kommt die Arbeit zu Hause im eigenen Studio. Neben entsprechenden Rechnern hat er Aufnahmegeräte für die Vertonung und ein eigenes Heimkino im Keller. Für einen Bildvortrag im Oktober, ebenfalls in der Stadtmühle, ergänzt er so nebenbei, müsse jedes Dia, das er zeige, eigens mit Text vertont werden. In dem Vortrag geht’s dann um die Natur im Südwesten der USA und um Alaska. Und zu dem, was er in Filmen oder Bildvorträgen zu sagen hat, gehören entsprechende Recherchen. Das, was er in Tunesien auf der Studienreise gehört hat, reicht nicht aus.
Wie sehr ihm das Reisen, zusammen mit seiner Frau, gefällt, wird schnell deutlich, als er über die Reise erzählt, deren Impressionen in der Stadtmühle zu sehen sein werden. Er schwärmt von einer antiken Bauruine im heutigen El Djem, auf den Ruinen der antiken Stadt Thysdus. Das nie fertiggestellte Amphitheater soll fast so groß wie das Kolosseum in Rom gewesen sein. Bei dem Besuch hatte Prengel die Möglichkeit, die Katakomben zu besichtigen. Im Gegensatz zur römischen Sehenswürdigkeit habe die Anlage in der Wüste Tunesiens noch einen Boden.
Gefallen haben ihm dazu die Wüstenlandschaft, Oasen, Bewohner und eine Stadt namens Kairouan. Die bewegten Bilder der Stadt mit ihrer reichen Geschichte werden sicher beeindruckend sein.
Prengel hat nach dem Umzug nach Lahr vor 13 Jahren auch in und um Lahr herum Filme gedreht. Dazu gehören ein Imagefilm über Reichenbach, den er immer wieder ergänzt hat, und einer über die Landesgartenschau. Den Unterschied zu Karlsruhe beschreibt er so: Die Nähe zum Schwarzwald, der Schweiz und dem Elsass biete ihm und seiner Frau Vorteile, die sie in Karlsruhe irgendwann nicht mehr hatten. „Da waren die Wege irgendwann ausgetreten.“
Offensichtlich macht Bernd Prengel sein Hobby nach so vielen Jahren immer noch viel Spaß. Von Vorteil ist, dass seine Frau ihm dabei gerne zur Seite steht. Und da er seine Arbeit ehrenamtlich macht, entstehen der Stadtmühle keine zusätzlichen Kosten.
Der Film
Bernd Prengel zeigt Impressionen seiner Reise durch Tunesien am kommenden Dienstag, 21. Juli, ab 15 Uhr im Bürgerzentrum Treffpunkt Stadtmühle. Der Eintritt ist frei. Ein Hut für Spendengelder wird herumgereicht.

