Lahr
: "Die Kollegen sind schuld"

Sarah Heitzmann ist neue Konrektorin der Gutenberg-Förderschule
Von
Christine Breuer
Lahr
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Das Schulleitungsteam der Gutenbergschule: Karin Kussin und ihre Stellvertreterin Sarah Heitzmann (rechts)

Breuer

Sie hat schon früh gewusst, dass sie Lehrerin werden will – und zwar im sonderpädagogischen Bereich. Am Dienstag wurde Sarah Heitzmann ins Amt der Konrektorin an der Gutenbergschule eingeführt.

Lahr. Seit einem Jahr ist Sarah Heitzmann jetzt an der Gutenbergschule, seit Dienstag ist sie offiziell Konrektorin. Dabei hatte sie das Amt eigentlich gar nicht angestrebt. Ihr Bestreben sei immer die direkte Arbeit am Kind und weniger die Verwaltung gewesen. Die Kollegen seien schuld, dass sie nun im Büro sitze, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Das Team habe sie überredet, sich auf die offene Stelle zu bewerben. "Sie haben mir alle versprochen, mich zu unterstützen", sagt die junge Mutter.

In Lahr geboren und aufgewachsen, hat Sarah Heitzmann nach der Eichrodtschule zunächst das Max-Planck-Gymnasium und später das Sozialpädagogische Gymnasium am IBG besucht, wo sie auch ihr Abitur abgelegt hat. Nach einem Referendariat am Sprachheilzentrum im Dinglinger Haus hat sie im Oktober 2002 ihr Studium der Sonderpädagogik an der PH Freiburg, Ludwigsburg und Reutlingen in den Fachrichtungen Sprachbehindertenpädagogik, Pädagogik der Lernförderung in den Unterrichtsfächern Deutsch und katholische Religion aufgenommen und 2007 abgeschlossen. Das Referendariat legte sie zunächst am Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) an der Maiwaldschule in Wagshurst mit dem Schwerpunkt Sprache und am SBBZ mit Schwerpunkt Lernen an der Gutenbergschule ab.

Berufserfahrung hat sie im Anschluss an der Maiwaldschule, der Ingaz-Heim-Schule Renchen (SBBZ Lernen) sowie an der Grundschule Schuttertal und der Werkrealschule Seelbach gesammelt, wobei sie in der Beratungsstelle für besonders förderungsbedürftige Kinder mitgearbeitet hat. Hier war sie vor allem verantwortlich für die Entwicklung und Umsetzung der Inklusion. Seit Februar 2016 leitet sie die Beratungsstelle für besonders förderungsbedürftige Kinder an der Gutenbergschule.

Das Schöne an der Arbeit an einer Förderschule, sagt die 35-Jährige, sind die vielen Freiheiten in der Unterrichtsgestaltung, die Zusammenarbeit mit Eltern und Therapeuten und die Zeit, die man für die Schülern hat. "Da bekommt man schon eine sehr intensive Beziehung zu den Kindern", erzählt sie.

In ihrer Eigenschaft als Leitung der Beratungsstelle ist die zweifache Mutter Ansprechpartnerin für Erzieherinnen, Therapeuten, Ärzte und Familien und dadurch viel im Außendienst in den Kindergärten unterwegs, um abzuklären, in welcher Schule Kinder am besten aufgehoben sind.

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