Kreative Kostüme und gute Stimmung
: So bunt war der Fasentumzug in Münchweier

Beim farbenfrohen Fasentumzug der Gastgeber „Gelruewe Ritter“ zogen 39 Gruppen durch Münchweiers Straßen und begeisterten die Zuschauer. Anlässlich der 50-jährigen Eingemeindung waren alle Narrenzünfte der Ettenheimer Ortsteile angereist.
Von
Sandra Decoux
Ettenheim
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Die Frauenfasentgruppe war als Pippi Langstrumpf unterwegs.

Decoux/Sandra Decoux

Insgesamt 39 Gruppen sorgten beim Umzug der Narrenzunft „Gelruewe Ritter“ für ausgelassene und närrische Stimmung.

Ob Vereine als Fußgruppen oder mit Wagen, befreundete Zünfte und Guggenmusiken – sie alle sorgten mit viel Spaß an der fünften Jahreszeit für ein buntes Bild, während die Sonne vom Himmel schien. Gut war auch die Stimmung unter den zahlreichen Zuschauern am Straßenrand, die gestempelt oder sogar von Hexen verschleppt wurden.

Zahlreich flogen die Gutsele, die eifrige Kinder einsammelten. Aufgrund der 50-jährigen Eingemeindung waren alle Narrenzünfte der Ettenheimer Ortsteile und die „Muckedatscher“ und „Stadtlatschi“ mitsamt „Hähnlefeldhexen“ aus der Kernstadt ins „Gelruewe Land“ angereist.

Prinzenpaar winkt Zuschauern zu

Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr waren die „Fasent Oldies“ als blumige Erscheinung mit am Start und werden den Erlös aus dem Verkauf von Fingerfood an Kindergärten spenden. So geht gelebte Fasent: Spaß an der Freud, verbunden mit einem sozialen Aspekt, betonten die Moderatoren. Nach den Musikern aus Münchweier, den „Gelruewe Rittern“ und den Fahnenträgern folgte der Wagen mit dem Prinzenpaar: Vom hohen Thron der Ritterburg winkte das Prinzenpaar Karin Schmieder mit Prinz Markus der Dritte den Zuschauern zu.

Dass die Tanke im Ort der Stolz von Münchweier war, thematisierte die Gruppe des SVM und erweckte die ehemalige Tankstelle wieder zum Leben. „Wir feiern heute mit voller Kraft, mit Retrocharme und Zapfsäulensaft“, hieß es. Die „Party Choppers“ tanzten als „Disco Queens“ und die Frauenfasentgruppe als Pippi Langstrumpf durch den Ort. Die Gruppe Berg und Tal aus Altdorf brachte als „Matadore“ typisch spanischen Flair nach Münchweier und die „Los Piratos“ präsentierten sich als Minions während die Gruppe „Hiddi im Brucktal“ zur Safari in die afrikanische Savanne einlud. Die Gruppe Bauwagen hatte sogar Mönche, Bogenschützen und Kreuzritter auf ihrem großen Wagen mitgebracht.

Die „Gelruewe-Ritter“

Der Name der „Gelruewe-Ritter“ geht laut Webseite der Zunft darauf zurück, dass das Dorf seit jeher für seine „Gelruewe“ weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt war. Im Volksmund wurde Münchweier demnach als „Gelruewe-Land“ bezeichnet. 1956 kam dann der „Gelruewe-Ritter“ erstmals mit der Fasent in Verbindung, als sich zwei Mädchen zusammensetzten, um ein Kostüm für einen Preismaskenball zu nähen.

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