Kirchengemeinderatswahl Friesenheim
: Zwei junge Gesichter wollen in den Rat

Am 30. November wird nicht nur der erste Advent gefeiert, es steht auch die Wahl zum neuen Kirchengemeinderat in der Evangelischen Kirchengemeinde Friesenheim an.
Von
Christine Bohnert-Seidel
Friesenheim
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Konstanze Heinrich (links) und Lea Heiermann kandidieren für den Kirchengemeinderat in Friesenheim.

Bohnert-Seidel

Neben Rosi Kienzler, Martin Wieber, Petra Schillinger, Michael Wingert, Christiane Müller und Martin Zimmer stellen sich die neuen Kandidaten Konstanze Heinrich (24) aus Schuttern und Lea Heiermann (22) aus Oberweier zur Wahl.

Die beiden jungen Frauen sind in der Kirche regelmäßig präsent. Konstanze Heinrich bringt sich seit dem Krippenspiel im Winter 2024 ins Ehrenamt ein. Als Kind habe sie immer wieder an den Angeboten für Kinder und Jugendliche teilgenommen. Jetzt ist sie aktiv im Kindergottesdienstkreis sowie im Jugendkreis der evangelischen Kirche mit Gemeindediakon Hans Benner.

Lea Heiermann ist seit dem Jahr 2016, seit ihrer Konfirmation, im Ehrenamt. Begonnen hat sie als Teamer bei Abenteuerjungscharen, begleitete Kinder- und Konfirmandenfreizeiten oder unterstützte bei Waldläuferprojekten in Zusammenarbeit mit dem CVJM Friesenheim die Jugendarbeit. Es entstand immer wieder ein gutes Miteinander auch mit den Mitgliedern im Kirchengemeinderat.

Den Fokus wollen die Beiden auf Kinder und Jugendliche legen

So blieb es nicht aus, dass bei der Kandidatensuche zum Kirchengemeinderat die beiden gefragt wurden, ob sie sich eine Mitarbeit im Team vorstellen könnten. „Mit dem Herzen haben wir sofort Ja gesagt“, sagen die beiden wie aus einem Mund gegenüber unserer Redaktion. Bis jedoch auch der Verstand mitgespielt habe, ging es zu einer ersten Sitzung mit dem Kirchengemeinderat, um in die Arbeit als solche hineinzuschnuppern. Dass beide auch sehr gut rechnen können, sich in finanziellen Fragen ganz schön gut auskennen und versiert sind, bestätigen Studium und Beruf. Lea Heiermann ist ausgebildete Finanzwirtin und Konstanze Heinrich studiert Betriebswirtschaftslehre.

Das deutliche Ja zur Kandidatur ließ nicht lange auf sich warten. „Wir haben Lust auf Neugestaltung“, so die beiden. Ihren Fokus möchte Lea Heiermann noch stärker auf die Arbeit und Beschäftigung mit Kindern legen und Konstanze Heinrich hat die Jugendlichen weiterhin in ihrem Fokus. Neue Konzepte dürften so in den Alltag der Kirchengemeinde einfließen, die noch mehr Lebendigkeit und ein natürliches Miteinander von gelebter Kirche ermöglichen. Im offenen Dialog wollen sie den Menschen begegnen und einen lebensnahen und alltagstauglichen Weg innerhalb der Kirche begleiten. Dabei gelte es besonders die jungen Erwachsenen in die lebendige Kirche miteinzubeziehen. Lebendige Kirche benötige kein Missionieren, sondern ein klares und eindeutiges Miteinander. Jeder darf und soll sich willkommen fühlen, egal welcher Couleur, so die Meinung der Beiden.

Sie wollen der Gemeinde etwas zurückgeben

Kirche sei mehr als nur die Einladung mit dem Glockenschlag zum Sonntagsgottesdienst. Kirche ist laut Konstanze Heinrich und Lea Heiermann ein Ort der Begegnung, an dem gemeinsam gelacht, diskutiert, gestritten, gegessen, gefeiert und einfach nur gelebt werden darf. Wie in einer großen Familie, in der viele unterschiedliche Generationen zusammenkommen. Lea Heiermann und Konstanze Heinrich sprechen davon, dass ihnen die Kirche bisher so viel gegeben habe und betonen: „Jetzt wollen wir der Gemeinde etwas zurückgeben, indem wir noch aktiver mitarbeiten.“

Acht Kandidaten

Am 30. November, am ersten Advent, sind Kirchengemeinderatswahlen. Acht Kandidaten sieht die Größe der Friesenheimer Kirche vor. Acht Kandidaten stellen sich zur Wahl, davon sechs zur Wiederwahl.

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