Idee des Jugendgemeinderats: Neue Pfandablagen in Lahrer Innenstadt werden gelobt

Beim„Warm-Up“ der Sitzung des Jugendgemeinderates ging es sportlich zu. Die Teilnehmer warfen sich nach Ansprache Bälle zu, auch ein Boxhandschuh war im Einsatz.
BaubliesEs begann mit einem „Warm-Up“: So lautete der erste Tagesordnungspunkt des Jugendgemeinderates bei seiner Sitzung in der Jugendbegegnungsstätte Schlachthof. In einem Kreis warfen sich die Mitglieder, Vertreter des Gemeinderates und Mitarbeiter der Verwaltung Bälle nach Ansprache zu. Einer war sogar ein Boxhandschuh. Damit war die Kommunikation – in diesem Fall das genaue Zielen – anspruchsvoller.
Engagement kommt Wahrnehmung zugute
Im inhaltlichen Teil der Sitzung ging es unter anderem um die Flaschenregale, die auf eine Idee des Gremiums zurückgehen. Auf dem Museums- und auf dem Schlossplatz wurden Ablagen für Pfandflaschen in der Nähe von Abfallbehältern angebracht (wir berichteten). Das unhygienische Wühlen im Müll, das bei Bedürftigen regelmäßig zu sehen ist, fällt damit nun weg. Taner Demiralay vom Team des Schlachthofes konnte das im Jugendgemeinderat bestätigen.
Als er mit einigen Mitgliedern des Gremiums die Anlagen angebracht hatte, sei prompt jemand gekommen, der sich über diese gefreut habe. Daher werden dieser Tage am Storchenturm und an der Bushaltestelle auf dem Rathausplatz weitere Sammler montiert. Demiralay und mehrere der Gemeinderäte, die Kraft Amtes Mitglieder des Gremiums sind, lobten die Jugendlichen ausdrücklich für deren „Hartnäckigkeit“.
Dem schloss sich Oberbürgermeister Markus Ibert an: „Dieser Jugendgemeinderat hat viele Aktionen auf den Weg gebracht.“ Das komme der „Wahrnehmung des Jugendgemeinderates“ zugute. Lobende Worte kamen bei der Sitzung des Gremiums auch von Rudolf Dörfler (CDU). Der Stadtrat sprach dabei „ein ganz großes Lob“ generell für das Engagement aller Jugendlichen im Rat aus. Da Rudolf Dörfler auch Mitglied des Beirates für die Belange von Menschen mit Behinderung ist, informierte er die Verwaltung, dass auf der ersten gemeinsamen Sitzung mit dem Seniorenbeirat am Mittwoch vergangener Woche drei Jugendliche teilgenommen hatten. Das sei angesichts der Hitzewelle an diesem Tag alles andere als selbstverständlich gewesen. Zudem habe es auf der Tagesordnung nichts Spezifisches gegeben, das für die Jugendlichen relevant gewesen sei.
Wie kann das Engagement weitergehen? Im kommenden Jahr wird ein neuer Jugendgemeinderat gewählt. Ibert und Demiralay erklärten, dass die Wahl im letzten Quartal 2026 stattfinden wird. Die Legislaturperiode dieser Jugendvertretung wird also etwas mehr als drei Jahre dauern. Ibert erinnerte auch an andere Zeiten. Vor zwei Legislaturperioden waren die Auswahl der Kandidaten und die Wahlbeteiligung sehr gering gewesen.
Auf Vorschlag mehrerer amtierender Jugendlicher sollte die Werbung mittels Flyern, persönlichen Gesprächen und in den sozialen Medien an den Schulen verstärkt werden. Vor allem gelte es, die Arbeit, die das Gremium leistet, noch mehr in die Öffentlichkeit zu bringen. Das war bei der Sitzung Konsens – da viele Schüler noch zu wenig über das Thema wissen.
Arbeit soll noch stärker in die Öffentlichkeit treten
Der nächste Termin, zu dem sich Mitglieder des Jugendgemeinderates und des Gemeinderat treffen, ist Montag, 21. Juli, ab 15 Uhr. Dann wird nämlich das neue Verwaltungsgebäude der Jugendbegegnungsstätte Schlachthof eingeweiht. Zum Engagement des Jugendgemeinderates gehört die DKMS-Aktion, die am 10. Oktober im Max-Planck-Gymnasium stattfinden soll. Damit können sich alle zwischen 16 und 55 Jahren für eine mögliche Knochenmarkspende registrieren lassen. Eine Neuauflage des Flohmarktes ist derweil für den 23. November im Schlachthof geplant.