Harte Diät gemacht
: Lahrer Profi Vedat Deniz kämpft nun im Super-Leichtgewicht

Vedat Deniz hat Entbehrungen auf sich genommen, um seinen Körper für Boxkämpfe im Super-Leichtgewicht in Form zu bringen. Er will einen WM-Gürtel.
Von
Janosch Lübke
Lahr
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Vedat Deniz (links)  greift gegen Flecher Silva an. Der Lahrer war mit seiner Leistung in der neuen Gewichtsklasse zufrieden.

Vedat Deniz (links) greift gegen Flecher Silva an. Der Lahrer war mit seiner Leistung in der neuen Gewichtsklasse zufrieden.

Deniz
  • Lahrer Profiboxer Vedat Deniz steigt ins Super-Leichtgewicht ein und peilt einen WM-Gürtel an.
  • Für den Kampf gegen Flecher Silva reduzierte er von 69 auf 63 Kilo – technischer K.o. in Runde vier.
  • Harte Diät: 1800 auf 1400 Kalorien, eine Woche nur Wasser, Verzicht auf Fett und Öl.
  • Trotz kleinem Bruch in der rechten Hand setzte er sich durch und blieb in der neuen Klasse.
  • Er plant einen Kampf in Deutschland im November – passende Gegner, Finanzen und Sponsoren nötig.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Kalorien zu zählen, wird bei einigen Diäten empfohlen. Auch Vedat Deniz zählt, was bei einer Körpergröße von 1,78 Metern und gerade einmal 63 Kilogramm auf den ersten Blick verwunderlich wirkt. Doch für ihn gehört es zum Beruf, denn der 27-jährige Lahrer ist Profiboxer und seit kurzem in der neuen Klasse Super-Leichtgewicht unterwegs.

„Von meinem Kampf gegen Flecher Silva in Hamburg habe ich recht kurzfristig erfahren und musste dafür schnell von 69 Kilogramm auf 63 Kilogramm runter. Meinen Durchschnitt von 1800 Kalorien den Tag habe ich auf 1400 gesenkt und eine Woche lang nur Wasser getrunken. Das ging extrem auf die Psyche. Ich musste viel auf Fett und Öl verzichten, das gerade in unserer traditionellen Küche häufig genutzt wird. Dazu gab es viele Proteine und Keratin, weil ich auch darauf achten musste, bei dem Gewichtsverlust nicht auch Muskelmaße einzubüßen“, berichtet Deniz unserer Redaktion.

Nicht nur die Vorbereitung sondern auch der 25-jährige Gegner aus Venezuela war eine Herausforderung. „Er hat schon mehr als 150 Amateurkämpfe absolviert und ist ein sehr starker Mann“, so Deniz.

In der vierten Runde siegte der Lahrer durch technischen K.o., obwohl er sich in der zweiten Runde sogar einen kleinen Bruch in der rechten Hand zuzog. „Davon habe ich im Kampf gar nicht viel mitbekommen. Erst im Nachhinein habe ich von den Ärzten erfahren, dass etwas gebrochen war“, so der Profiboxer.

Über seinen Trainer gibt es eine Verbindung zu Regina Halmich

Nach dem Sieg gegen Silva kam für Deniz nicht infrage, sich in Sachen Ernährung wieder mehr zuzugestehen. „Ich will im Super-Leichtgewicht bleiben und bin daher auch nach dem Kampf Anfang Juni jetzt immer noch auf Diät. Diese neue Klasse hat mir so viele Türen geöffnet“, freut sich der 27-Jährige.

In Deutschland ist er in seiner neuen Kategorie bereits auf Rang zwei gelistet. „Ich muss für meine Ziele auch einen bestimmten Rang haben“, erklärt der Lahrer, denn er will um einen Weltverband-Gürtel kämpfen. „Wir schauen, welchen Gegner wir da herausfordern können. Ich will dann im November in Deutschland kämpfen, entweder in Frankfurt oder in Stuttgart. Es ist dann auch sehr wahrscheinlich, dass es einen Rückkampf im Ausland geben wird“, sagt Deniz.

Fix ist noch nichts, denn neben einem passenden Gegner braucht der Lahrer Boxprofi auch die passenden Finanzen. „Der Kampf wird mich einen Haufen Geld kosten. Ich werde dafür extra ein Trainingslager abhalten müssen“, erklärt Deniz weiter. „In der neuen Kategorie werde ich mit meinen hohen Zielen auch noch mehr Unterstützung von Sponsoren brauchen. In Lahr fehlt mir da noch die Anerkennung.“

Für den Hamburger Boxstall Universum war Deniz bereits bei einer Kampfnacht in der Hansestadt und im September steht die nächste an. „Da bin ich auch gerne gesehen, aber auch das muss ich mir halt selbst finanzieren können“, erklärt der Lahrer, der bei Universum nicht fest unter Vertrag steht.

Mittlerweile habe sich der Körper von Deniz langsam an die Diät gewöhnt. „Ich habe einen Trainer in Karlsruhe, der mit mir einen Ernährungsplan zusammengestellt hat, damit ich auch in meiner neuen Routine bleibe“, erklärt Deniz. Diesen Job übernimmt Ruven Zaburov und über ihn hat Deniz nun auch eine Querverbindung zu einer ganz großen deutschen Boxerin. Der Trainer von Zaburov war der mittlerweile verstorbene Jürgen Lutz, der Regina Halmich groß rausbrachte. Halmich war von 1995 bis 2007 ungeschlagene Weltmeisterin der WIBF. Einen WM-Gürtel möchte auch Deniz schon dieses Jahr sein Eigen nennen.

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