Großes Interesse an Veranstaltung: Lahrer Volksbank blickt auf ein gutes 2025 zurück

Peter Rottenecker sprach unter anderem über die Entwicklungen im Bereich der KI.
BaubliesEin moderiertes Gespräch ist immer die bessere Alternative, wenn es um Zahlen, Fakten und Werbung in eigener Sache geht. Die Mitgliederversammlung der Volksbank Lahr am Freitagabend in der Mehrzweckhalle war, angesichts der bis auf den letzten Platz besetzten Reihen, für die Besucher interessant und vor allem aufgrund der Dialoge entsprechend unterhaltsam.
Radiomoderator Markus Knoll stellte Fragen an die zwei Vorstände, Peter Rottenecker und Reiner Richter – über das vergangene und das laufende Jahr, dessen erstes Quartal bereits zu Ende ist. In einer zweiten Runde stellten Matthias Galm (Bereichsleiter Privatkunden) und Nadine Schühle (Leiterin des Kompetenz Centers in Lahr) dann noch Angebote für die Kunden und Mitglieder vor.
Rottenecker: Berater sind nicht zu ersetzen
Die Zahlen, die Rottenecker aus den vergangenen Jahren präsentierte, waren bereits Thema bei der Bilanzpressekonferenz (wir berichteten). Die Bilanzsumme ist um 3,5 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro gestiegen, das betreute Kundenvolumen um vier Prozent auf 6,75 Millionen Euro angewachsen. Ähnlich sieht es mit Krediten aus. Daher wird die Dividende auch in diesem Jahr fünf Prozent betragen. Rottenecker bilanzierte hier auch das erste Quartal 2026 samt einer optimistischen Prognose: Idealerweise wird das Ergebnis zum Jahresende dem des vergangenen Jahres entsprechen.
Interessant war, wie der Vorstandsvorsitzende aktuelle und künftige Herausforderungen darstellte. Knoll hatte gefragt, welche Rolle die Künstliche Intelligenz (KI) spielen wird. „Sie ist gekommen, um zu bleiben.“ Damit nahm Rottenecker kein Blatt vor den Mund. Allerdings präzisierte er auch deutlich, wo die KI nutze und was sicher auch auf längere Sicht immer nur durch fähige Mitarbeiter geleistet werden könne. Mittels KI könne auch die Lahrer Volksbank Prozesse optimieren. Wenn bestimmte Abläufe damit „schneller, produktiver und effizienter“ würden, umso besser. Aber: „Die KI wird nie den Menschen als Berater und den Sachverstand ersetzen.“
Richter empfiehlt eineAlternative zu Paypal
Reiner Richter blickte auf die Herausforderungen, die die Weltlage derzeit bietet. Er nutzte an einem Beispiel für den Standort Europa. Denn auf Nachfrage zeigten viele der Besucher, dass sie den Bezahldienstleister Paypal nutzen, um etwa bei Amazon einzukaufen. Damit würden alle, die das nutzen, die USA unterstützen. Und: Wer weiß, was mit den Daten dort passiert?
Richter warb für Wero als interessante und zuverlässige Alternative. Wero habe den Vorteil, dass das System europäisch aufgestellt sei und mittlerweile dem Angebot Paypals in nichts nachstehe.
Wie die Volksbank Regionalität und Kundenbindung versteht, stellten Galm und Schühle im moderierten Gespräch vor. Regionalität und Kundenbindung, sicher im Sinne, wie es die zwei Vorstände dargestellt hatten, biete die neu eingerichtete Filiale in Ichenheim. Dazu biete eine Genossenschaftsbank immer Vorteile für alle Mitglieder – und die wachsen, je länger die Mitglieder ihrer Bank treu bleiben.
Ehrungen
Zahlreiche Mitglieder der Genossenschaftsbank wurden bei der Mitgliederversammlung geehrt – für 40, 50 und 60 Jahre Mitgliedschaft. Alle Jubilare erhielten eine Ehrenurkunde.