„Gemeinsam Europa“: Lahrer Ukraine-Hilfe erlebt großen Andrang beim Spendentag

Der Spendentag am Tag der Bundestagswahl stieß bei der Ukraine-Hilfe auf große Resonanz.
Köhler„Wahltag ist Spendentag“ hieß es am Sonntag bei der Lahrer Ukraine-Hilfe. Am heutigen Sonntag jährt sich der russische Überfall auf die Ukraine zum dritten Mal, der Verein „Gemeinsam Europa“ hat den Aktionstag vorgezogen, um Synergien zu nutzen.
Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen machten sich einige Lahrer nach dem Gang an die Urne noch auf den Weg zum alten Postareal, um eine Tasse Kaffee zu trinken, ukrainische Köstlichkeiten zu probieren und den Künstlern aus dem kriegsgeplagten Land zu lauschen.
Gut 100 Menschen waren am Sonntagnachmittag zu Gast auf dem Areal, der Großteil davon in der Lagerhalle, um das Programm zu verfolgen. Neben einer Kunstausstellung und musikalischen Aufführungen hielt auch Pirmin Styrnol, Mitgründer und Vorsitzender des Vereins, eine Rede. Seine Lebensgefährtin Anzhelika Kovalenko übersetzte seine Rede ins Ukrainische.
„Entrüstet, enttäuscht und sauer“
„Wir gehen ins vierte Jahr des russischen Angriffskriegs“, machte Styrnol deutlich. Er sei „entrüstet, enttäuscht und sauer“. Der Krieg sei unnötig – nicht nur in seiner Entstehung, sondern weil seiner Ansicht nach zu wenig getan werde, um ein Ende herbeizuführen.
Er könne jeden verstehen, der Pazifist sei, erklärte Styrnol weiter, „doch irgendjemand muss auch die Pazifisten beschützen“, machte er sich für militärische Unterstützung der Ukraine auch aus Deutschland stark.
