Freude über Erneuerung in Oberweier
: Die Panoramatafel erklärt den Friesenheimern wieder die Aussicht

Bis in die Vogesen lässt es sich von der Römerstraße aus blicken. Schon vor 13 Jahren brachten Oberweierer dort eine Tafel an. Nun freut sich der Ort über die Erneuerung.
Von
Christine Bohnert-Seidel
Friesenheim
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Freuen sich über die neue Tafel (von links): Simone Buttenmüller, Bürgermeister Erik Weide, Lea Sutter (Sparkasse), Ortsvorsteher Andreas Bix, Klaus Bühler (Sparkasse), Philipp Wörter, Peter Pilgram, Susanne Dehring, Karin Stuber, Klaus Kunz

Bohnert-Seidel

Die Panoramatafel in der Römerstraße wurde erneuert. 2200 Euro hat die Erneuerung nach 13 Jahren gekostet. Unterstützt wurde die Gemeinde Friesenheim über eine Spende der Sparkasse Offenburg/Ortenau.

Ob Bürgermeister Gilbert Roth aus Dorlisheim zurück gewunken hat, bleibt dahingestellt. Ortsvorsteher Andreas Bix winkte bei der Einweihung der neuen Tafeln dennoch in Richtung Elsass. Dann lenkte er den Blick hinüber in die Vogesen. Überzeugt erklärte Bix: „Selbst das ist möglich von hier oben, dass wir unsere Partnergemeinde sehen und erkennen.“

Bunt und eindrucksvoll präsentiert sich wieder die Panoramatafel in der Römerstraße Richtung Loheckparkplatz. Auf einer Anhöhe ist bei guter Sicht jede Ortschaft und jede Hügelgruppe im Rheintal sowie entlang der Vogesen erkennbar. Neu ist die Panoramatafel jedoch nicht. Sie steht seit dem November 2012 auf einer leichten Anhöhe am Wegrand. Zwei Bänke laden zudem zur Rast ein.

13 Jahre alte Tafel war fast völlig verblasst

„Die Erneuerung der Panoramatafel ist eine tolle Sache, ein Gemeinschaftsprojekt, an dem viele mitgewirkt haben“, erklärte Bürgermeister Erik Weide. Die Panoramatafel sei ein maßgeblicher Ort, der nicht nur Touristen und Auswärtigen den Blick ins Rheintal erschließe, auch „Alteingesessene“ stünden oft an der Tafel und staunten. Die Erneuerung war nur möglich, weil der Ortschaftsrat und der Verein für Heimatgeschichte gemeinsam gestaltet und gewirkt hätten. Dank gelte auch dem Bauhof mit Philipp Wörter, stellvertretender Bauhofleiter, der die Aussichtstafel gemeinsam mit Ortsteilmitarbeiter Matthias Beck anbrachte.

Die Neuerung war nötig: Nach 13 Jahren war die alte Panoramatafel so verblasst, dass so gut wie nichts mehr darauf zu erkennen war. Im Ortschaftsrat wurde nicht lange verhandelt und es war schnell klar: „Da muss etwas Neues her“, erinnerte sich Ortsvorsteher Andreas Bix. Dass 2200 Euro nicht gerade auf der hohen Kante liegen und so mir nichts dir nichts für eine Panoramatafel zur Verfügung stünden, wurde in Anbetracht der leeren Haushaltskasse schnell deutlich.

Finanzielle Spielräume waren eng

Umso wichtiger war es, hier die Sparkasse Offenburg/Ortenau mit einer Spende in Höhe von 2000 Euro an der Seite zu wissen. Die Erneuerung der Panoramatafel war auch ein Anliegen des Förderkreises Oberweierer Heimatgeschichte, der schließlich die Spende der Sparkasse entgegengenommen und weitere 200 Euro beigesteuert hat. Von einem Gemeinschaftsprojekt ist die Rede.

„Bei der Sparkasse haben wir mit unserem Projekt gleich offene Türen eingerannt“, erklärte Bix. Die Panoramatafel stehe für ein Stück Geschichte, die deutsch-französische Freundschaft und ein starkes Miteinander. Täglich wird sie von Menschen genutzt und Jugendliche fühlten sich hier auch sehr wohl. „Noch nie war sie von Vandalismus betroffen“, hebt der Ortsvorsteher hervor.

Die Initiatoren

Entstanden ist der Wunsch nach einer Panoramatafel im Jahr 2012 aus einer Bürgerinitiative der Seniorengymnastikgruppe Oberweier, dem Förderkreis Oberweierer Heimatgeschichte sowie dem „Rommé-Club Oberweier.“ Spenden wurden gesammelt um die Kosten gemeinsam zu stemmen. Die Tafel kostete damals 4700 Euro, das Stahlgestell schlug mit 1470 Euro zu Buche und die Arbeitsstunden des Bauhofs beliefen sich auf 130 Arbeitsstunden.

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