Familienvater gerät unter Wasser
: Tragischer Unfall im LGS-See in Lahr

Ein Mann ging am Sonntagnachmittag beim Spielen mit seinen Kindern im Wasser unter. Zahlreiche Rettungskräfte kämpften vor Ort um das Leben des Familienvaters.
Von
Herbert Schabel
Lahr
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Ein Großaufgebot an Notärzten, Feuerwehrleuten und Polizisten war am Sonntagnachmittag am LGS-See in Lahr im Einsatz.

Schabel

Das Sirenengeheul war am Sonntag gegen 16 Uhr fast in der gesamten Lahrer Weststadt zu hören. Es kam von Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, DRK und DLRG, die in großer Zahl zum LGS-See sausten, um das Leben eines Familienvaters zu retten.

Der Mann hatte nach Informationen unserer Redaktion mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern, vier und sechs Jahre alt, einen schönen Nachmittag am Badesee verbringen wollen. Es handelt sich um eine Familie aus Friesenheim, die vor einigen Jahren aus Bulgarien nach Deutschland ausgewandert ist.

Die Kinder sollen am Ufer gespielt haben – als ihr Ball ins Wasser fiel, soll der 36 Jahre alte Vater hinterhergegangen sein, um ihn zu holen. Dabei ging er unter. Er soll einige Minuten unter Wasser geblieben sein, ehe er geborgen werden konnte.

Am Ufer spielten sich herzzerreißende Szenen ab: Während Notfallmediziner hinter einem Sichtschutz Reanimationsmaßnahmen ausführten, wurden die Frau und die beiden Kinder des Mannes betreut. Währenddessen rasten immer weitere Einsatzfahrzeuge heran. Ein Rettungshubschrauber landete auf der Rasenfläche zwischen dem See-Restaurant und der Ortenaubrücke. Letztlich wurde der Helikopter aber nicht gebraucht. Gegen 16.50 Uhr wurde der Mann, der den Badeunfall erlitten hatte, in einem Rettungswagen abtransportiert. Über seinen Zustand gab es am späten Nachmittag keine offizielle Auskunft.

All das spielte sich unter den Augen von zahlreichen Badegästen sowie von Besuchern auf der Terrasse des See-Restaurants ab. Es kamen auch Menschen aus den umliegenden Häusern, aus der Römerstraße und aus Mietersheim, die durch das schier endlose Sirenengeheul aufmerksam geworden waren. Probleme durch Gaffer gab es nicht: Die Polizei zog ein Absperrband weitläufig um den Unfallort, die Anwesenden hielten respektvoll Abstand. Bei allen war die Betroffenheit groß.

Der See war zur Landesgartenschau 2018 in Lahr künstlich angelegt worden.

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