Es fehlt an Nachwuchs
: Sulzer Rassekaninchenzuchtverein steht vor schweren Zeiten

Der Verein hat nur einen aktiven Züchter und zwei Jugendzüchter. Doch aufgeben wollen die Verantwortlichen nicht.
Von
Dieter Fleig
Lahr
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Solche Eindrücke von den Ausstellungen des Rassekaninchenzuchtverein gehören der Vergangenheit an. Mangels aktiver Züchter können keine Siegerschauen mehr präsentiert werden.

Fleig

Schriftführer Oliver Holzwarth übernahm die Leitung der Hauptversammlung des Rassekaninchenzuchtverein C 857Sulz für den erkrankten Vorsitzenden Heinz Sexauer. Anwesend war auch Ortsvorsteherin Nicole Baur, die nicht nur Grüße der Ortsverwaltung überbrachte, sondern nach den Rechenschaftsberichten die Entlastung der gesamten Vorstandschaft einleitete.

Dem Verein stehen schwere Zeiten bevor. Doch aufgeben will man dennoch nicht, auch wenn der Verein mit Sexauer nur noch einen aktiven Züchter sowie mit Julian und Lisa Kopf zwei Jugendzüchter hat. Dadurch sind keine Vereinsmeisterschaften und Zuchtschauen mehr möglich, so dass der Verein seine Prioritäten in den zurückliegenden Jahren in Richtung Geselligkeit verlagert hat.

Die Probleme der Sulzer Züchter sind vielschichtig, wie dem Bericht Holzwarths zu entnehmen war. Zum einen habe die Pandemie den Verein lange lahmgelegt, zum anderen werden die aktiven Züchter immer älter und können so ihrem Hobby, dem Züchten verschiedener Rassen, schlicht nicht mehr nachgehen. Dem Verein fehle, wie auch anderen Vereinen, der nötige Nachwuchs. All diese Faktoren führen dazu, dass der Öffentlichkeit in den vergangenen Jahren keine Siegerschauen mehr präsentiert werden konnten. Dies wiederum habe zur Folge gehabt, dass Einnahmen ausblieben.

Die zwei Ausstellungstage mit gemütlichem Beisammensein, die jahrzehntelang immer im Späterjahr stattfanden, seien der finanzielle Grundstock des Vereins gewesen. Da all diese Einnahmen in kürzester Zeit weggebrochen sind, existiere der Verein nur noch von seinen Reserven aus vergangenen Hochzeiten. „Und wir sind froh darüber, dass wir uns innerhalb der Vorstandschaft in den letzten Jahren immer einig waren, rechtzeitig etwas auf die hohe Kante zu legen“, so die Vereinsspitze.

Es wurden so wenig Tiere wie noch nie registriert

Man habe quasi keinerlei Einnahmen mehr, doch die Kosten für Lagerhalle und Versicherungen seien gleich geblieben. Dadurch war der Bericht von Vereinsrechner Josef Kopf schnell abgehandelt, den fehlenden Einnahmen standen nur Ausgaben gegenüber. Aufgrund der genannten Reserven könne man „dennoch beruhigt in die Zukunft schauen“.

Aus dem Bericht von Schriftführer Holzwarth, der gleichzeitig das Amt des Zuchtbuchführers innehat, war deutlich zu erkennen, dass im Vergleich zu früheren Jahren deutlich weniger Arbeit zu verrichten war. Tätowart Manfred Wiegert, der zugleich das Amt des Zucht- und Jugendwarts begleitet, legte dar, wie es um die Zuchtergebnisse des Vereins steht: „Ich konnte nicht viele Tiere registrieren, so wenige wie noch nie und das besagt eigentlich alles.“ Auch aus dem Jugendbereich gebe es derzeit nicht viel zu berichten. Mit Lisa und Julian Kopf könne man nur zwei aktive Jugendzüchter aufzeigen.

Entscheidung vertagt

Die Lagerhalle im Mattenweg wird nach Meinung der anwesenden Mitglieder nicht mehr benötigt, da in Zukunft keine Siegerschauen mehr stattfinden werden. Das Thema wurde aufgrund der Krankheit von Vorsitzendem Heinz Sexauer vertagt – ebenso die Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden, Herbert Ernst trat aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zu Wiederwahl an.

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