Entlassfeier mit 160 Schülern: Drei Schülerinnen der Realschule Ettenheim schließen mit der Traumnote ab

Die Absolventen zeigen ihre erhaltenen Preise bei der Abschlussfeier der Real- und Werkrealschule Friesenheim.
Bohnert-SeidelHunderte Besucher strömten am Freitag zur Schulentlassfeier der Realschule und Werkrealschule in Friesenheim in die Offohalle. Erstmals seit Bestehen der Sternenberghalle in Friesenheim fand die Entlassfeier in der Schuttern statt. Die Sternenberghalle wird nach der ihrer Sanierung erst im September wieder geöffnet sein.
160 Schüler erhielten am Freitagabend ihr Abschlusszeugnis. Das sind 31 Schüler mehr als im Vorjahr. 23 Schüler erhalten einen Preis, weil der Notendurchschnitt mindestens 1,7 betragen hat. Von den 95 Realschülern haben drei Schülerinnen Aurelia Hess, Annie Lehmann und Hanna Sterbik einen Notendurchschnitt von 1,0 erreicht. 16 wurden aus der Werkrealschule entlassen und 46 Schüler haben den Hauptschulabschluss in der Tasche.
Einen Extra-Applaus erhielten jene vier Schüler, die in der Vorbereitungsklasse gestartet sind. Herausragend war Sukhmanjot Kaur aus Indien, der vor vier Jahren in die VKL-Klasse gekommen ist und mit dem besten Hauptschulabschluss, einem Gesamtnotendurchschnitt von 1,3 verabschiedet wurde. Schulleiterin Angelika Philipzen gratulierte in besonderem Maße Zeysan Aydogdu aus der Türkei und Shkurtesa Bedaj aus dem Kosovo sowie zum Realschulabschluss Fedir Bocharrik aus der Ukraine.
Das Programm trug das Motto „So ein Zirkus“
Eine Besonderheit sei auch die Zusammensetzung der Sportklasse 10 A. Noch nie habe es eine reine Jungsklasse an der Schule gegeben und wird es auch in den kommenden Jahren nicht mehr geben, versichert Philipzen. Eine weitere Ausnahme dürfte bei diesem Jahrgang die Streichung des Zirkus-Projekts in der sechsten Klasse bleiben.
Normalerweise eint alle Entlassjahrgänge seit 34 Jahren die Teilnahme am Zirkusprojekt. Aufgrund der Coronapandemie blieb das Projekt an der Schule diesem Jahrgang vorbehalten. Umso stärker legten sie sich ins Zeug und offerierten ihren Gästen nach der Zeugnisausgabe ein Unterhaltungsprogramm unter dem Motto „So ein Zirkus.“
Schulleiterin Angelika Philipzen betonte in ihrer Rede: „Leicht wird es den Entlassschülern in der aktuellen Zeit nicht gemacht.“ Hineingeworfen werden die Jugendlichen in eine Welt, die sich verändere, sie sind vom realen Klimawandel betroffen, spürten politische Spannungen, werden mit neuen Technologien konfrontiert sowie Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt.
Die Schule hat das Rüstzeug geliefert
Aber die Schule habe sie in den vergangenen Jahren mit dem Rüstzeug wie Selbstvertrauen, Anpassungsfähigkeit, und Neugier ausgestattet. So dürften die 160 Entlassschüler manchem Hindernis trotzen und den Herausforderungen des Lebens begegnen.
Bürgermeister Erik Weide erklärte: „Ihr habt nie aufgegeben und die Fähigkeit gelernt, durchzuhalten, auch wenn es mal schwierig wird.“ Jetzt beginne der Schritt in die Welt da draußen, in ein Leben das oft einer Achterbahn gleiche, manchmal dürfte der nächste Looping schneller kommen, als man sich vorzustellen vermag. Misserfolge gehörten zum Leben und seien Teil des Lernprozesses. „Aus den besonders guten und den absolut weniger guten Begegnungen lernt man am meisten“, versichert Weide.
Elternbeiratsvorsitzende Tanja Feisst bleibt in ihrer Rede in der Poesie und vergleicht den Schulabschnitt mit einem Song des Lebens. Jetzt folge der spannende Teil, den jeder als Solist übernehme und seinen künftigen Beat selbst festlege. Die Schülersprecher dankten, „Teil dieser Schulgemeinschaft gewesen zu sein.“