Einstimmiges Ja im Rat
: Schuttertal erhöht die Kita-Gebühren

Die Beiträge für die drei Kindergärten der Gemeinde erhöhen sich in den zwei kommenden Jahren. Einen Appell richtete Bürgermeister Litterst an die Landesregierung.
Von
Endrik Baublies
Schuttertal
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Der Gemeinderat hat die Erhöhung der Kita-Gebühren in Schuttertal abgesegnet.

Maximilian von Klenze/dpa

Einstimmig hat der Gemeinderat hat die Anpassung der Gebühren für die drei Kindergärten nach den Sommerferien beschlossen. Die genauen Beträge wurden in der Sitzung nicht diskutiert. Laut der Vorlage wurden die geänderten Gebühren bereits am 20. Mai im Lenkungskreis vorgestellt. Daher war Bürgermeister Matthias Litterst auch dankbar, dass die Elternvertreter im Gremium „Verständnis für die Zwangslage der Gemeinde“ geäußert hätten. Das sei zumindest der Eindruck, den der Bürgermeister aus der Sitzung mitgenommen habe. Also gab es hier „ein großes Kompliment“ an alle Eltern.

Eltern sind aufgrund der Beiträge an der Belastungsgrenze

Der Rathauschef stellte bei dieser Gelegenheit unmissverständlich klar, dass die zunehmenden Gebühren für viele Eltern und die steigenden Kosten für die Gemeinde so auf Dauer keine Zukunft haben dürfen. Die kommunalen Landesverbände haben eine Erhöhung der Gebühren ab September 2026 um 4,5 Prozent empfohlen. Von September 2027 sollen die Gebühren erneut um vier Prozent angehoben werden. Angestrebt wird demnach weiterhin, dass mit den Gebühren ein Deckungsgrad von 20 Prozent an den Gesamtkosten für die Betreuung der Kindergartenkinder erreicht werden sollte.

„Diese Erhöhungen berücksichtigen die aktuellen Tarifsteigerungen sowie einen Zuschlag für die allgemeinen Kostensteigerungen“, so die Vorlage. Laut der haben sich Vertreter des Gemeinde- und Städtetages mit den Kirchen in Baden-Württemberg auf eine generelle Erhöhung der Beiträge für die Kindergartenjahre 2026/2027 (ab dem 1. September 2026) und 2027/2028 (ab dem 1. September 2027) geeinigt. Die Gemeinde Schuttertal hat diese Empfehlung übernommen.

Litterst: Beiträge generell zu hoch

Litterst machte hier deutlich, dass die Beiträge für die Kindergärten generell zu hoch seien. „Viele Eltern sind an der Belastungsgrenze.“ Das gelte, wenn eine Familie „knapp über der Schwelle der staatlichen Förderung“ liege, da es hier dann keinerlei Unterstützung gebe. Dazu würde jede Kommune mit stetig steigenden Kosten im Bereich der Kinderbetreuung rechnen müssen.

Litterst appellierte an die Landesregierung, dass sich an der bisherigen Aufteilung, wie Gebühren für alle Kitas berechnet werden, etwas ändern müsse. Generell sei die Betreuung der Kinder Aufgabe des Landes, daher sei entsprechende Unterstützung nötig. Der Bürgermeister bemängelte eine Zunahme der Bürokratie.

Beispielrechnung

Derzeit bezahlt eine Familie in der Gemeinde Schuttertal mit einem Krippenkind (ohne Geschwister unter 18 Jahren), das 30 Stunden in der Woche die Betreuung annimmt, 514 Euro im Monat. Abgerechnet werden elf Monate pro Jahr. Dieser Beitrag steigt ab diesem September auf 537, im Jahr darauf auf 559 Euro. Je nach Anzahl der Kinder unter 18 Jahren sinkt der Betrag.

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