Eines der ältesten Events Lahrs
: Macher des Lichterfest gewähren Blick hinter die Kulissen

Insgesamt 120 ehrenamtliche Helfer sorgen am 5. Juli für eine besondere Atmosphäre im Stadtpark. Die Organisatoren berichten, was geboten ist.
Von
Jonas Köhler
Lahr
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Die Vorfreude auf das Lichterfest – hier die letzte Ausgabe im Jahr 2022 – ist bei den Organisatoren bereits groß.

Baublies (Archivfoto)

Wenn 1300 Becherlichter erstrahlen, 3,5 Kilometer Lichterketten die Wege schmücken und bis zu 8000 Besucher in den Stadtpark strömen, dann ist wieder Lichterfest. Das letzte Mal 2022 veranstaltet, treibt die Veranstaltung, genauer die Vorfreude darauf, den Organisatoren bei der Pressekonferenz das Lächeln ins Gesicht. „Wir sind stolz auf das Jubiläum unseres Stadtparks. Das Lichterfest ist jetzt das Sahnehäubchen“, erklärt OB Markus Ibert freudig.

Reiner Michel, früher Vorsitzender der Stadtkapelle Lahr und beim Ausrichter noch heute für die Organisation des Events zuständig, gibt einen Einblick in die Geschichte: Das erste Lichterfest wurde 1951 ausgerichtet. „Es hat also fast die Hälfte der Geschichte des Stadtparks miterlebt“, so Michel. Entstanden ist es aus einigen losen Konzerten und nachdem ein Mitglied der Kapelle eine buchstäblich zündende Idee aus Monaco mitbrachte. Dort habe er die Becherlichter gesehen und gesagt: So etwas braucht Lahr auch.

Recht sollte er behalten. Das Lichterfest wird bis heute im zweijährigen Turnus ausgetragen – eine Unterbrechung entstand durch die Corona-Pandemie. An diesem Rhythmus wird sich so schnell nichts ändern, verrät Michel, denn alleine die Vorbereitungen dauern eineinhalb Jahre. In den 1960er-Jahren hatte zunächst die Stadt die Organisation übernommen, seit 1997 ist es die Stadtkapelle, für die das Lichterfest die Haupteinnahmequelle darstellt. Trotz der Unterstützung des BGL nehmen die rund 120 Ehrenamtlichen „etwa 1200 bis 1500 Arbeitsstunden auf sich“, schätzt Michel. Ein Einsatz, den auch die Mitstreiter würdigen. Vor allem, da die Musiker ins Risiko gehen: Das Fest könnte nämlich wetterbedingt auch buchstäblich ins Wasser fallen – dann ist ein mittlerer fünfstelliger Betrag futsch.

Verschiedene Musikstile auf vier Bühnen

Doch viel Zeit wollten die Orga-Chefs nicht an diesen Gedanken verschwenden. Marion Haid stellte lieber das Programm auf den vier Bühnen vor: Beim Haupteingang gibt’s ab 20 Uhr Balkan-Beats von Malaka Hostel zu hören , zuvor spielen „Grand Daddy Dirty“. Im Pavillon treten, so Haid humorvoll, die „Rolling Stones aus Südbaden“, die Band Airport in Rock auf. Zuvor zeigt das Groovelab der Musikschule Lahr sein Können. Heiße Rhytmen sind ab 20 Uhr auf der Bühne bei der Villa Jamm angesagt. Und zwar mit „Los Criollos“ und der „Silsamba Show“. Zuvor zeigen lateinamerikanische Tanzgruppen, was sie drauf haben. In der Nähe der Tiergehege ist auf Bühne vier Blasmusik geboten. Zunächst ab 18 Uhr von der Trachtenkapelle Nordrach, dann ab 20 Uhr von der Trachtenkapelle Schuttertal und ab 22 Uhr von der Musikkapelle Wallburg – jedoch ohne Trompeter Markus Ibert, wie dieser lachend erklärt. Einlass ist bereits ab 17 Uhr, Höhepunkt wird um 23.45 Uhr das Musikfeuerwerk sein.

„Es ist eine wunderbare Location und eine tolle Atmosphäre. Vielen Dank an alle für die gute Zusammenarbeit und die unermüdliche Arbeit“, freut sich auch Kirsten Wolf, Geschäftsführerin der Lahrer Zeitung, die das Lichterfest als Medienpartner unterstützt, auf das Event. Für Bernhard Palm, Vorsitzender des Hauptsponsors, das E-Werk Mittelbaden, ist es „wichtig, dass hier in Lahr Action ist“ – auch mit Blick auf die Stadt als attraktiven Arbeitsort.

Zu wünschen ist, so Fabian Rossmanith, Leiter der Abteilung Grün und Umwelt im Lahrer Rathaus, dass die Besucher wie in den vergangenen Jahren Rücksicht auf Flora und Fauna im Stadtpark nehmen. Mit „tollen, uralten, vitalen Bäumen“ und einem Arrangement aus „seltenen, exotischen, wertvollen Pflanzen“ steche der Stadtpark, besonders in seinem Jubiläumsjahr, in der Region hervor. Wie in jedem Jahr habe man jedoch einen „guten Kompromiss“ mit den Veranstaltern gefunden.

Besucherzahl ist auf 8500 gedeckelt

Der Vorverkauf, berichtet Michel ohne Zahlen zu nennen, laufe „erwartungsgemäß gut“. Karten gibt es für 12,50 Euro noch bei der Lahrer Zeitung, im Musikhaus Eichler, bei den Buchhandlungen Rombach und Schwab, im städtischen Kulturbüro sowie an der Stadtparkkasse.

An der Abendkasse kostet der Eintritt 13 Euro – und man muss Schlange stehen, weshalb Michel empfiehlt, den Vorverkauf zu nutzen. Außerdem sei so garantiert, dass man auch später am Abend in den Stadtpark kommt. Denn die Besucherzahl ist auf 8500 gedeckelt – und schon einmal war so viel los, dass die Stadtkapelle die Abendkasse schließen musste.

Die LZ verlost Karten

Die Lahrer Zeitung verlost fünf Familienkarten für das Lichterfest am Samstag, 5. Juli. Eine Familienkarte berechtigt zwei Erwachsene und zwei Kinder bis 15 Jahre zum Eintritt. So können Sie, liebe Leser, mitmachen: Einfach eine E-Mail an die Adresse gewinnen@lahrer-zeitung.de schicken und dabei das Stichwort „Lichterfest“ angeben. Einsendeschluss ist Dienstag, 1. Juli. Bitte die Telefonnummer nicht vergessen, die Gewinner werden von uns benachrichtigt.

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