„Ein Stück Heimat“: TuS Schuttern feiert das 100-Jährige der Handballabteilung mit emotionalem Fest

Zahlreiche Besucher feierten gemeinsam mit dem Verein das 100-Jährige der Handballabteilung.
Bohnert-SeidelZum Festabend mit rund 400 Gästen kam am Freitag ein großer Teil der TuS- Familie mit ihren Gästen zusammen. Verneigt wurde sich vor Generationen von Menschen, die 100 Jahre Handball geprägt haben und noch immer mit Leben füllen. „Es ist das Jubiläum der Handballabteilung – doch beim TuS Schuttern ist dies die Leistung des Gesamtvereins“, betonte Vorsitzender Matthias Greiner.
Das Jubiläum erinnere an ein Jahrhundert voller Leidenschaft, Teamgeist und Gemeinschaft, erklärte Greiner. Spannend sei der Blick auf die erfolgreiche Spielgemeinschaft „Scutro“. Dort sei die Handballabteilung des TuS Schuttern seit 2020 vollständig beheimatet. Scutro bedeute: an der Schutter vereint. Das treffe auf die Stammvereine SV Schutterzell, TuS Hugsweier, TV Lahr und natürlich den TuS Schuttern zu. Herausragend seien die Erfolge – besonders der männlichen C-Jugend, die die Qualifikation für die Regionalliga geschafft habe und in der kommenden Saison nur gegen Vereine mit Nachwuchsleistungszentren spiele. Die Spielgemeinschaft strebe kontinuierliche Weiterentwicklung an. Der Jugend galt an diesem Abend ein besonderer Applaus. Sie stehe für eine erfolgreiche Zukunft im Handballsport des TuS.
Bürgermeister und Ortsvorsteher halten emotionale Rede
Friesenheims Bürgermeister Erik Weide und Ortsvorsteher Jürgen Silberer hielten ihre Laudatio gemeinsam. „Seit einem Jahrhundert wird in Schuttern gerannt, gepasst, geworfen, diskutiert, geschwitzt und gelegentlich der Schiedsrichter konstruktiv hinterfragt“, so die beiden. 100 Jahre Handball bedeuteten unzählige Spiele, Tausende Trainingseinheiten, viele Siege, manche Niederlage, große Erfolge, spannende Derbys und wahrscheinlich mindestens genauso viele Kniebandagen wie Vereinsfeste. Der Verein lebe durch die Menschen, die sich für ihn einsetzten. Handball in Schuttern sei Sport, Gemeinschaft, Zusammenhalt und es werden Freundschaften fürs Leben geschlossen. Vereine in Schuttern seien Orte der Begegnung, die Identität schafften, Generationen verbinden. Die Vereine geben Kindern und Jugendlichen Orientierung. Das Ehrenamt im Verein, ganz gleich in welcher Funktion, sei das Fundament des Vereinslebens. Der TuS bleibe zukunftsorientiert und lebendig, weil immer wieder junge Menschen nachrückten, Erfahrung weitergegeben und Überzeugung gelebt werde. Beim TuS brenne ein Feuer für den Handball, die Jugendarbeit, das Ehrenamt und die Menschen, so Silberer und Weide.

Vorsitzender Matthias Greiner (links), der Landes-Vizepräsident des Handballverbands Alexander Klinkner (Zweiter von rechts) sowie Ehrenvorsitzender Rüdiger Finner (rechts) ehrten Jürgen Silberer (von links), Rudi Baumert und Bernhard Eble für jahrelange Treue.
Foto: Bohnert-Seidel„Der TuS ist ein Stück Heimat“, betonte Alexander Klinkner, Vizepräsident des Baden-Württembergischen Handball-Verbands. Seinen Fokus richtete er auf die Spielgemeinschaft Scutro, die sich sowohl bei den Senioren als auch bei der Jugend erfolgreich zeige. Über diese Form der Kooperation werden Brücken gebaut und gemeinsam Zukunft gestaltet. Bei 209 aktiven Pässen zeige der TuS sich als lebendiger Verein.
Eine Bilderpräsentation zeigte ein starken Einblick in die lebendige Geschichte des TuS. Im Anschluss waren die Gäste zum Tanz und Unterhaltung mit der Brass- und Partyband Filterländer eingeladen.
Info – Besondere Ehrungen
Eine besondere Ehre wurde früheren und aktuellen Leistungsträgern im Vorstand zuteil. Erstmals wurde die Verbandsehrennadel vergeben. Diese erhielten in Silber Rudi Baumert und Bernhard Eble. Jürgen Silberer erhielt die Verbandsehrennadel in Bronze. Alle drei waren bereits mehrere Jahre Abteilungsleiter Handball. Bernhard Eble ist es bis heute.