„Das kleine Zebra“ tritt auf: So sollen Kinder in Lahr für Gefahren im Straßenverkehr sensibilisiert werden

Spende für das kleine Zebra der Aktion „Sicherer Schulweg“ (von links): Peter Rottenecker (Vorstandsvorsitzender Volksbank), Helene Kucher und Daniel Westermann (Polizeidirektion Offenburg), Kurt Reith (Vorsitzender Verkehrswacht Lahr), Daniel Gann und Susanne Steudten (Polizeirevier Lahr) sowie Miriam Speck (Volksbank Lahr)
BaubliesVorgestellt wurde das Ganze von Peter Rottenecker, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Lahr, Kurt Reith, Vorstand der Lahrer Verkehrswacht, und Vertretern der Polizeidirektion Offenburg sowie des Lahrer Polizeireviers. Die Präsentation wurde im Wertehaus organisiert, da die Genossenschaftsbank beide Aktionen mit insgesamt 7000 Euro fördert: 5000 Euro gehen an das Theater, 2000 Euro bekommt die Verkehrswacht.
Susanne Steudten, Leiterin des Lahrer Polizeireviers, betonte, dass die Polizei mit der Verkehrswacht „das ganze Jahr zusammenarbeitet“. Gerade zum Schuljahresbeginn seien die Erstklässler neue und unerfahrene Teilnehmer im Straßenverkehr. Daher sei die Aktion „Sicherer Schulweg“ in der Kombination mit dem Theater um das kleine Zebra ein wichtiges Element für die Sicherheit der Jüngsten auf der Straße und den Schulwegen.
Steudten stellt sich gegen die „Elterntaxis“
Eine klare Ansage hatte die Revierleiterin hier auch: „Elterntaxis brauchen wir nicht.“ Umgekehrt biete das Theater, das zuerst im Jahr 2000 in Aalen aufgeführt wurde, Kindern die Möglichkeit, die eigenen Eltern und andere für die eigene Situation auf dem Schulweg zu sensibilisieren.
Steudten hatte vor Ort auch Zahlen parat, was Unfälle auf dem Schulweg angeht. Im vergangenen Jahr hat es demnach im ehemaligen Landkreis Lahr sieben Unfälle mit Schülern gegeben, mit sechs Leicht- und einem Schwerverletzten. Bisher sind im laufenden Jahr vier Unfälle auf dem Schulweg bekannt.
Professionelle Mimen arbeiten mit Polizisten zusammen
Dass jeder Unfall einer zu viel ist, war für alle, die bei der Vorstellung dabei waren, selbstverständlich. Helena Kucher, die bei der Offenburger Polizeidirektion das Referat Prävention leitet, erklärte, dass das Projekt mit dem kleinen Zebra mittlerweile in ganz Baden-Württemberg zum Schuljahresbeginn der ABC-Schützen gehört. Schauspieler erzählen dabei Kindern die Geschichte des Zebras, das im Straßenverkehr zuerst hilflos ist.
Da die professionellen Mimen mit Polizeibeamten zusammenarbeiten, lernen die Kinder spielerisch und damit auch anschaulich, worum es geht. Für viele Kinder seien, was in diesem Fall ein willkommener Nebeneffekt ist, die Uniformen, die Waffen und Handschellen zudem ungeheuer spannend.
Reith als Vorsitzender der Lahrer Verkehrswacht dankte bei der Vorstellung, wie alle anderen auch, der Volksbank für die jährliche Unterstützung – vor allem, da es ja um die Kleinsten der Gesellschaft gehe. Peter Rottenecker versicherte im Gegenzug, dass diese Förderung sicher auch im Jahr 2026 den ABC-Schützen helfen werde.
Wo „Das kleine Zebra“ noch zu sehen sein wird
Mit 14 Veranstaltungen werden rund 700 Erstklässler erreicht. Das Theater mit dem Zebra ist in unserem Verbreitungsgebiet an den folgenden Grundschulen zu erleben: Am Mittwoch, 1. Oktober, kommt es an die Eichrodtschule und die Grundschule Langenwinkel sowie die Grundschule Ichenheim. Am 2. Oktober ist es in der Grundschule Reichenbach mit der Außenstelle Kuhbach sowie der Johann-Peter-Hebel-Schule und der Freien Evangelische Schule zu sehen.