Berührender Filmbeitrag: So war die Abschlussfeier an der Maria-Furtwängler-Schule

Die Lob- und Preisträger mit Abteilungsleiter Jens Erler (links) und Schulleiterin Christina Seebeck (rechts) sind (von links): Cagla Güvendi, Yosra Latreche, Sidra Ibrahim, Leonie Gräther, Nina Rudolf, Lorena Kern, Jeremias Happersberger, Hamo Ghanem, Mara Himmelsbach, Jule Himmelsbach, Maren Stumpp, Lais Ferreira Macedo, Elena Kohout, Doreen Kopf und Lovepreet Rattu.
SchuleDie Feier war laut schulischer Mitteilung kurzweilig, lebendig und spiegelte den Teamgeist wieder. Zum Aufakt lockerten die Schüler Hamo Ghanem und Jeremias Happersberger die Veranstaltung mit einem in Reimform verfassten Rückblick auf die vergangenen drei Schuljahre auf.
Schulleiterin Christina Seebeck ermutigte die Absolventen und alle Anwesenden, Zwischenschritte im Leben als Bereicherung zu sehen und durch diese Erfahrungen mit größerer Reife Herausforderungen anzunehmen und zu bewältigen. Sie zeigte ihren eigenen Lebensweg auf, der über die Tontechnikerin, die Ärztin, die Ehefrau und Mutter von vier Kindern in den Lehrerberuf geführt habe. Diese Umwege hätten sie zur Persönlichkeit gemacht, die sie heute verkörpere, damit habe sich ihr Verständnis für all die Jugendlichen vertieft, die auf der Suche sind oder Umwege gehen.
Seebeck würdigte die Leistungen der Schüler. Sie sollten auch künftig offen und wachsam sein für sich selbst und die Menschen in der nächsten Umgebung und die Entwicklungen in der Welt in ihr Leben miteinbeziehen. Sie riet, Durststrecken für soziale Kontakte zu nutzen, sich mutig für andere einzusetzen und im Sinne der Demokratie zu handeln.
Klassenlehrerinnen räumen mit Klischees auf
Die Klassenlehrerinnen Simone Winkels und Messalina Penteker boten einen Rückblick. Als Einstieg wählten sie die Serie „Emergency NYC“, um humorvoll zu zeigen, was Gesundheitslehrerinnen in ihrer Freizeit angeblich täten: Arztserien schauen! Dann hoben sie ein Zitat der Anthropologin Margaret Mead hervor: „Das erste Zeichen von Zivilisation ist ein gebrochenes Bein, das geheilt wurde. In einer zivilisierten Welt beschützen wir unsere Verletzten. Wir kümmern uns um sie. Deswegen sind wir auf der Welt. Um uns umeinander zu kümmern!“ Damit unterstrichen die Lehrerinnen die Bedeutung der Fürsorge und des Miteinanders – Werte, die die Schüler das Gesundheitswissenschaftliche Gymnasium hätten wählen lassen.
Sie habe mit großer Freude diese engagierte und zugewandte Klasse unterrichtet, die eben nicht nur fleißig gewesen sei, so Winkels, während Penteker über ihre Überraschung sprach, wie viel Haltung, Meinungen und Verantwortung die jungen Menschen mitgebracht hätten – und mit wie viel Vertrauen statt einer Kontrolle sie ihnen begegnen konnte.
Schwungvolle Tanzeinlagen von Lehrern und Schülern
Mara Himmelsbach, Marie Butz und Hamo Ghanem hoben als Vertreter ihrer Klassen viele gemeinsame Erlebnisse hervor, darunter die Übernachtung im Schulgebäude vor dem Abi-streich, und sie dankten ihren Lehrerinnen. Sie betonten, dass Pädagoginnen wie Winkels und Penteker heute selten geworden seien, sie seien den Schülern auf Augenhöhe begegnet und hätten ihnen Vertrauen geschenkt. Das seien vorbildhafte Erfahrungen gewesen, die bei ihnen bleibende Eindrücke hinterlassen hätten. In einem berührenden Filmbeitrag kamen alle Schüler zu Wort und richteten ihren Dank an die jeweilige Klassenlehrerin.
Im Anschluss erfolgte die Lob- und Preisverleihung: Den Preis für die beste Leistung im Fach Spanisch überreichte Peter Bothor vom Freundeskreis Alajuela Lahr an Lais Ferreira, er sprach über den Wert von Fremdsprachen für eine gute Kommunikation und ein tolerantes Miteinander. In Vertretung der Fördervereinsvorsitzenden überreichte Doris Kuderer den Sozialpreis an Lorena Kern, die sich durch ihr vielfältiges Engagement für die Schule ausgezeichnet habe. Mit ihren Zeugnissen erhielten alle Absolventen auch eine Rose.
Auf eine weitere Einlage der beiden reimenden Schüler folgte ein Beitrag der Lehrer Michael Schlindwein und Simone Villalobos, die in Jugendsprache einen Einblick in Lehrerzimmergespräche gaben. Nach kulinarischen Pausen und musikalischen Darbietungen von Sängerin Larissa gab es schwungvolle Tanzeinlagen zweier Lehrertanzgruppen, die von den Schülertanzgruppen abgelöst wurden. Mit „Dancing Queen“ und „Ein Hoch auf uns“ wurde die Bühne für alle zur Tanzfläche freigegeben.