Beirat stellte sich vor
: Dieses Gremium hilft Menschen mit Behinderung in Lahr

Der Lahrer Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung setzt sich aus Vertretern der Kirchen, Vereine, der Stadtverwaltung, dem Landkreis und engagierten Einwohnern zusammen. Bei einer Sitzung stellten sich die Mitglieder einander vor.
Von
Endrik Baublies
Lahr
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Die Mitglieder des Lahrer Beirats für die Belange von Menschen mit Behinderung stellten einander vor.

Baublies

Einige der Mitglieder sind von Anfang an dabei. Das heißt, ihr Engagement und ihre Erfahrungen gehen auf eine Zeit zurück, als die Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung in Lahr noch lediglich in einem Arbeitskreis gebündelt war.

Vertreter von Vereinen in der Stadt und im Landkreis, die sich um Inklusion bemühen, gehören zum Gremium. Die Caritas ist vertreten, die evangelische Kirche des Kreises, Lehrer der Georg-Wimmer-Schule und Menschen mit Handicap. Es gibt eine Vertretung des Jugendgemeinderats, der psychiatrischen Beratungsstelle des Ortenaukreises sowie der Lahrer Werkstätten in Langenwinkel. Aus jeder Fraktion des Gemeinderates gehören Engagierte dem Gremium an. Bürgermeister Guido Schöneboom ergänzte am Ende der Vorstellungsrunde, dass der Beirat in den vergangenen Jahren „nicht gekleckert“, sondern regelmäßig „geklotzt“ habe.

Simone Haag, die seit 34 Jahren bei der Stadt arbeitet und die Interessen von Mitarbeitern der Verwaltung mit Behinderung vertritt, stellte sich dem Gremium vor. Auch sie ist Mitglied des Beirats. Für Mitarbeiter der Stadt mit Handicap ist sie die Vertrauensperson, wenn es um deren Anliegen geht. Sie ergänzte, dass sie selbst betroffen ist, auch wenn das nicht so einfach zu erkennen sei.

Zu ihren Aufgaben gehöre das Mitwirken bei Vorstellungsgesprächen, in Ausschüssen und im Personalrat. Eine andere Aufgabe ist die Hilfe bei Anträgen, die den Status anderer Mitarbeiter im Fall von Beeinträchtigungen betreffen. Auf Nachfrage ergänzte Haag, dass sie ausschließlich für Mitarbeiter der Stadtverwaltung zuständig sei. Zwar erhalte sie auch immer wieder telefonischen Anfragen von außerhalb. Die beantworte sie höflich mit dem Hinweis, dass sie nicht die richtige Ansprechpartnerin sei.

Navigationspunkt auf der Homepage in Planung

Beatrice Meyer, die im Rathaus die Geschäftsstelle des Beirats vertritt, stellte eine Änderung auf der Webseite der Stadt Lahr vor: Geplant ist ein neuer Navigationspunkt, über den Menschen mit einer Behinderung erfahren können, was es in der Stadt für Möglichkeiten gibt. So soll zum Beispiel auf barrierefreie Toiletten oder Parkplätze für Menschen mit Behinderung hingewiesen werden. Auch besondere Sitzgelegenheiten für Menschen mit Handicap sollen dort ausgewiesen werden. Meyer ergänzte, dass bis zur nächsten Sitzung ein Entwurf im Beirat vorgestellt wird.

Die Stadt Lahr wird sich an der Ausschreibung „All inklusive! Barrierefreie Gemeinde in Baden-Württemberg“ beteiligen. Den Wunsch hatte Heinz Kuhn geäußert, der als Vertreter des Vereins Leben mit Behinderung Ortenau Mitglied im Beirat ist. So kann die Stadt leichter erfahren, was andernorts für Menschen mit Behinderung angeboten wird – und sich dann überlegen, ob diese Beispiele eventuell auch für Lahr Sinn ergeben würden,

Bernd Krieg, Leiter der Abteilung Soziales, stellte die neu aufgelegte Taschengeldbörse vor: Jugendliche ab 14 Jahren können gegen ein Taschengeld Senioren oder Familien unterstützen. Dazu gehören Babysitten, Gartenarbeiten, Einkäufe oder andere Botengänge, mit dem Hund Gassigehen oder Hilfe am PC. Den Pool managt das Mehrgenerationenhaus.

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