Bei Gottesdienst in Lahr: Dekan Johannes Mette und Dekanatsreferentin Ann-Katrin Wetzel verabschiedet

Dekan Johannes Mette und Dekanatsreferentin Ann-Kathrin Wetzel werden künftig neue Aufgaben in Bruchsal beziehungsweise im Kinzigtal übernehmen.
BaubliesDie neue katholische Kirchengemeinde südliche Ortenau entsteht im Zuge der Kirchenentwicklung 2030. Mette, der seit sieben Jahren als Dekan im Lahrer Dekanat gewirkt hat, wechselt zum 1. Oktober nach Bruchsal. Wetzel, die fast zehn Jahre hier engagiert ist, wird zeitgleich eine Stelle im Kinzigtal antreten.
Mette und Wetzel dankten nach der Andacht den vielen Mitarbeitern zuerst für eine „gute Zusammenarbeit“. Mette, der – das betonten alle Rednerinnen und Redner – den Posten in stürmischen Zeiten übernommen hatte, blickte für die künftige Gemeinde nach vorn. „Das Potenzial ist da.“ Das habe er in der Vergangenheit – unter anderem gerade aufgrund vieler Vakanzen – erlebt. „Mit Euch ist die neue Pfarrei südliche Ortenau gut aufgestellt.“ Die „kollegiale Arbeitsatmosphäre mit allem im Team“ wird, da war sich Mette sicher, weiter Bestand haben. Wetzel bestätigte das und freute sich zudem, dass „so viele in die Kirche gekommen sind“.
Auch der evangelische Dekan verabschiedet sich
Für die „gelebte Ökumene“ verwendete der evangelische Dekan Rainer Becker das Stilmittel eines Briefes, wie ihn Jesus Christus geschrieben haben könnte. Briefe sind ein wesentlicher Bestandteil des Neuen Testamentes. Jesus hat allerdings ausschließlich mit Reden, Gleichnissen und Aussprüchen ungeheure Wirkung erzielt. Laut Becker würde „Jesus als Briefeschreiber“ in diesem Fall gerade den Austausch und die Zusammenarbeit beider Konfessionen in Lahr würdigen. Becker erinnerte zum Beispiel an die regelmäßigen Frühstücke und Gespräche über „Gott und die Welt“. Gerade diesen Kontakt werde der evangelische Dekan vermissen.
Den Vespergottesdienst hielt Generalvikar Christoph Neubrand aus Freiburg. Er verwendete einen Satz aus der Lesung: „Denn ich kenne die Gedanken, die ich für Euch denke“ (EU, Jeremia, Kapitel 29, Vers 11). Damit sind „Hoffnung, Zukunft und eine Perspektive“ verbunden. Ganz falsch sei der Gedanke, dass mit der neuen Struktur „ein Schlüssel herumgedreht werde und dieser dann in einen Fluss geworfen wird“. Richtig ist, dass mit dem Ende des Jahres das Lahrer Dekanat und die Aufgabe des Dekanatsrates zu Ende gehen werden. Neubrand nannte im Gegenzug gute Beispiele der Jugendarbeit und des Engagements so vieler über die Grenzen des Dekanats hinweg. Dazu würde auch der regelmäßige Austausch mit Verantwortlichen in der Politik von Kommunen, Land und Bund gehören. Er betonte zuletzt die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements. „Ohne das würde es die Kirche nicht geben.“
Den Gottesdienst haben der Chor Frauenstola Heilig Geist, Sonja Kanno-Ladoll (Querflöte) und Kantor Thilo Strauß an der Orgel begleitet.