Ab 2025
: Neue Hausärztin für Oberschopfheim

Die angehende Allgemeinmedizinerin Monika Matzdorf wird im Juni 2025 ins ehemalige Volksbank-Gebäude einziehen. Die Gemeinde Friesenheim hat das Gebäude zum Preis von 420 000 Euro im Januar 2023 ersteigert.
Von
Christine Bohnert-Seidel
Friesenheim
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Die angehende Allgemeinmedizinerin Monika Matzdorf wurde von Ortsvorsteher Michael Jäckle (von links), Roman Hadjio und Bürgermeister Erik Weide in Oberschopfheim begrüßt. Ab 2025 wird sie im ehemaligen Volksbankgebäude praktizieren.

Bohnert-Seidel

Mit starkem Rückenwind aus dem Gemeinderat wird für die angehende Allgemeinmedizinerin Monika Matzdorf eine Praxis auf einer Fläche von 200 Quadratmetern Fläche eingerichtet. Die Ärztin wird die Praxisräume im Erdgeschoss mieten. Neben den beiden zum Gebäude gehörenden Parkplätzen werden Christa Beck und Dieter Brandt-Beck ein Stück ihres Gartens in der Denkmalstraße gegenüber, für weitere vier Stellplätze zur Verfügung stellen. Ortsvorsteher Michael Jäckle ist glücklich und verkündete im Pressegespräch: „Heute ist ein großartiger Tag für Oberschopfheim.“

„Mit Monika Matzdorf ist die Gemeinde bereits seit zwei Jahren im Gespräch“, betonte Bürgermeister Erik Weide. Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht und Matzdorf wird im Februar 2025 ihren Ausbildungsabschnitt zur Allgemeinmedizinerin in Offenburg abschließen und damit ihren Facharzt in der Tasche haben. Schon von Beginn an des Medizinstudiums war es ihr erklärter Wunsch, eine typische Landarztpraxis zu eröffnen. „Mir ist wichtig, an einem Ort zu arbeiten, an dem ich die Menschen und Familien kenne. Ich sehe mich an der Seite der Menschen nicht nur Krankheiten zu bewältigen, sondern diesen auch vorzubeugen“, so die Medizinerin. Insbesondere sei ihr Ziel, älteren Menschen mit ihrem Wissen ein längeres selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Viele Stationen hat sie in den vergangenen drei Jahren, nach ihrem sechsjährigen Studium in Freiburg durchlaufen. Von der Onkologie, Geriatrie, über die Notaufnahme bis zur Chirurgie habe sie ein breites medizinisches Spektrum kennengelernt. Selbstverständlich seien für sie auch Hausbesuche.

Wie die Räume im Obergeschoss genutzt werden, bleibt offen

Lange mussten die Oberschopfheimer auf diese positive Meldung warten. Dass die Zeit bis zum Juni 2025 vielen wiederum lange vorkommen wird, sei verständlich, räumte Bürgermeister Weide ein. Aber diese Zeit brauche es, um das ehemalige Volksbankgebäude zu sanieren und energetisch auf Vordermann zu bringen. „Ich fühle mich in Oberschopfheim willkommen“, betonte die Medizinerin. Dass die Praxis in Oberschopfheim sukzessive wachsen wird, betrachte sie als Chance, ihre Patienten gut kennenzulernen.

Roman Hadjio, Berater der Gemeinde in Fragen von Nachfolgern für Hausarztpraxen, sieht in Friesenheim seine Arbeit erledigt. Sein Erfolg hängt in großen Teilen von der guten Zusammenarbeit und dem gegenseitigen Vertrauen ab, das in Friesenheim vorherrsche. Schließlich habe der Gemeinderat die Praxis geschlossen auf den Weg gebracht, betonte Weide. Wie viel die Sanierung und Gestaltung des Gebäudes und der Praxis kosten wird, sei noch nicht absehbar. Ein Planungsbüro wird beauftragt werden müssen. Was mit den Räumen im Obergeschoss geschehen wird, bleibe noch offen, betonte Ortsvorsteher Jäckle.

Als am 31. März 2022 die Hausarztpraxis von Heino Adam aus Altersgründen geschlossen wurde, war die Not dessen bisheriger Patienten groß. Mittlerweile sind viele Oberschopfheimer im Umkreis untergekommen, weiß der Bürgermeister. Aber der Weg beispielsweise nach Schutterwald ist für viele Patienten mit einem erheblichen Aufwand verbunden. „Viele werden wieder nach Oberschopfheim zurückkommen“, ist sich Jäckle sicher.

Daten zum Gebäude

Das ehemalige Volksbankgebäude in Oberschopfheim ist ausgewiesen mit einer Nutzfläche von knapp 200 Quadratmetern im Erdgeschoss. Im Obergeschoss sind es 156 Quadratmeter. Das Gebäude ist mit weiteren 156 Quadratmetern nahezu komplett unterkellert. Der Sachverständige hat das Gebäude in einem bauzeitlich durchschnittlichen Zustand beschrieben und ihm einen wesentlichen Modernisierungs-, Renovierungs- und Instandhaltungsrückstau beschienen. Deshalb wird auch die Sanierung mit Einrichtung der Praxis bis im Juni 2025 anvisiert, erklärt Bürgermeister Weide.

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