800-Jahr-Feier geht weiter: Dörlinbach stellt bei einer Wanderung zu Bauernhöfen das Leben im Dorf vor

Dörlinbach ist im Jubiläumsjahr bereits zweimal auf Wanderung gegangen: Hier bei der geführten Tour zum Jägertonihof Ende Mai und im Juli mit dem Chor Lauschangriff.
Wolfgang SchätzleNach einer kurzen Sommerpause geht das Jubiläumsprogramm in Dörlinbach am 14. September weiter: Die Rundwanderung „Unsere Bauernhöfe“ verspricht ein weiterer Höhepunkt der ganzjährigen 800-Jahr-Feier zu werden. Von 10 bis 17 Uhr können die Teilnehmer Dörlinbach (neu) entdecken.
„Wir wollen vorstellen, wie das Leben im Dorf funktioniert“, sagt Klaus Burth im Gespräch mit unserer Redaktion. Der Dörlinbacher Künstler hat zusammen mit der Projektgruppe und den teilnehmenden Höfen die Tour organisiert. Das Ziel: Darstellen, wie das Dorfleben früher aussah – „und auch, wie es heute ist“. Burth betont, dass sich die Tour nicht nur an die Dörlinbacher selbst richtet, sondern an alle Interessierten, etwa auch aus größeren Städten, die vielleicht gar nicht wissen, wie es auf modernen Bauernhöfen zugeht. Dass Drohnen über die Felder fliegen, um Rehkitze zu erspähen, die sonst den Maschinen zum Opfer fallen würden, oder dass Landwirte nicht nur von ihrer Produktion leben, sondern sich auch um die Offenhaltung der Landschaft kümmern, vermutet Burth, ist nicht allen bewusst.
Teilnehmer können Start individuell festlegen
Die Wanderung mit den Stationen Jägertonihof (mit der historischen Mühle), Wanglerhof, Zieglerhof, Dorfmühle, Rathaus und Prinschbachhütte ist keine geführte Tour. „Jeder kann kommen, wann er will“, so Burth. Die Route in Form einer Acht ist etwa fünf Kilometer lang. Startpunkt ist beim Kindergarten, wo ein zentraler Parkplatz eingerichtet wird.
Die Wege, sagt der Mitorganisator, seien bewusst kurz gehalten, um möglichst viele Menschen anzusprechen. Wer es sportlicher haben möchte, könne aber von den angedachten Wegen abweichen und „noch ein paar Schleifen machen“. Wer wiederum nicht gut zu Fuß ist, kann einen Shuttle-Service in Anspruch nehmen, der die verschiedenen Stationen anfährt. Selbst mit dem Auto die Stationen anfahren, sei nicht möglich. „Es gibt vor Ort keine Parkplätze“, mahnt Burth.
An den jeweiligen Bauernhöfen erhalten die Teilnehmer Einblicke wie bei einem Tag der offenen Tür. Es gibt diverse Vorführungen, bei denen die Mitarbeiter auf den Höfen zeigen, wie Saft gepresst oder Schnaps gebrannt wird (inklusive Verkostung auf dem Wanglerhof). Die Wanderer können sich die Ställe anschauen oder wie Getreide gemahlen wird. Auch Imker und Jäger informieren über ihren Beruf, gibt Burth einen Abriss von dem, was geboten wird.
Tour soll Mix aus Erlebnis und Information sein
Auch die Verpflegung soll nicht zu kurz kommen. An den drei Höfen gibt es jeweils etwas zu essen und zu trinken. Der Fokus wird jeweils darauf liegen, was die Höfe produzieren, doch auch Klassiker wie Pommes, Currywurst oder Gyros und natürlich Kaffee und Kuchen sind im Angebot. Die Möglichkeit, auf Toilette zu gehen, gibt es an den Stationen. Wenn auch nicht barrierefrei, erklärt Burth.
Der Dörlinbacher erklärt, dass das Event auch bei schlechtem Wetter steigen soll. Die Wege seien kurz genug, um mit einem Schirm ausgestattet auch bei Nieselregen die Tour genießen zu können. Dennoch hofft Burth natürlich auf Sonnenschein, um möglichst viele Menschen anzulocken. Der Künstler verspricht bei der Bauernhoftour einen „Mix aus Unterhaltung, Erlebnis und Information“. Er sei schon jetzt gespannt, wie viele Teilnehmer es sein werden.
Jubiläumsprodukte
Am Startpunkt für die Tour „Unsere Bauernhöfe“, dem zentralen Parkplatz beim Kindergarten, wird es einen Infostand zum Jubiläum geben. Dort werden Flyer verteilt und es gibt Jubiläumsprodukte – Nudeln, Brot die Ziegel aus dem historischen Ziegelbrand mit dem Logo 800 Jahre Dörlinbach – und ein Jubiläumsglas inklusive Getränke-Bon geben. Bei der Station im Rathaus gibt es die Gelegenheit, die Kunstausstellung zu 800 Jahre Dörlinbach, zu begutachten. Sechs Künstler aus dem Ort, darunter auch Klaus Burth, zeigen dort ihre Werke.
