Vortrag in Oberwolfach
: Darum ermutigte Pater Daniel Schrempp zum Gebet vor Ort

Im Oberwolfacher Haus der Pfarrgemeinde referierte Pater Daniel Schrempp am vergangenen Sonntag darüber, wie Gebete auf vielfältige Weise hilfreich wirken können.
Von
Wilfried Weis
Oberndorf
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Pater  Daniel Schrempp referierte im Haus der Pfarrgemeinde in Oberwolfach über „Anbetung als Quelle der Heilung“.

Weis

Einer Einladung der Initiative „Anbetung 24/7“ ins Haus der Pfarrgemeinde Oberwolfach folgten am vergangenen Sonntag rund 50 Besucher aus dem gesamten Kinzigtal. Pater Daniel Schrempp referierte in diesem Rahmen über das Thema „Anbetung als Quelle der Heilung“.

Daniel Schrempp stammt aus Schapbach (Schwarzenbruch). Mit zehn Jahren wurde er Ministrant (siehe Info). Im November 2024 wurde er in Ecuador zum Priester geweiht. Er gehört der Gemeinschaft „Communio Sanctorum“ an, die missionarisch auf der gesamten Welt tätig ist, wobei ein Schwerpunkt auf der Anbetung liegt. An allen Wirkungsorten ist die Gemeinschaft dabei, eine ewige Anbetung einzurichten, wobei sie bislang überall auf viel Bereitschaft aus der Bevölkerung zählen kann. Hinzu kommt die Errichtung von geistlichen Zentren.

Biblische Grundlagen aus Altem und Neuem Testament

Zunächst ging Pater Daniel in seinem Vortrag auf die biblische Grundlage der Anbetung ein. Er machte deutlich, dass man Gott durchaus überall begegnen könne. Anhand biblischer Beispiele, zunächst aus dem Alten Testament, zeigte er jedoch auf, dass Gott an bestimmten Orten in besonderer Weise gegenwärtig ist und angebetet werden will.

Seit dem Neuen Testament sei die Gegenwart Gottes nicht mehr auf Orte beschränkt, sondern Gott sei in der Person Jesu Christi gegenwärtig, der seit der Einsetzung der Eucharistie beim letzten Abendmahl auch nach seiner Himmelfahrt unter den Menschen gegenwärtig bleibe, in Gestalt von Brot und Wein.

Daniel Schrempp spricht auch über Wirkungsorte seiner Gemeinschaft

Pater Daniel ermutigte die rund 50 anwesenden Zuhörer bei seinem Vortrag dazu, dieses Geschenk zu nutzen und zur Eucharistischen Anbetung zu gehen – sei es in der Turmkapelle in Wolfach, wo Tag und Nacht die Möglichkeit zur Anbetung besteht, oder auch dort, wo es in der eigenen Gemeinde dieses Angebot gibt.

Inwieweit die Anbetung eine Quelle der Heilung ist, machte er wiederum anhand der aufgeführten biblischen Beispiele deutlich. Dabei lag sein Fokus auf der Heilung der Seele, insbesondere der Heilung von Beziehungen, gerade auch in den Familien.

Praktisch zeigte er das anhand seiner Erfahrungen an den verschiedenen Wirkungsorten seiner Gemeinschaft. Der Ort El Mozote in El Salvador etwa wurde in besonders schwerer Weise im Salvadorianischen Bürgerkrieg (1979 bis 1992) heimgesucht. Dort wurden rund 1000 Einwohner des Dorfes systematisch ermordet, die Hälfte davon Kinder unter zwölf Jahren. Durch den Bau einer Kapelle, in der fast rund um die Uhr Anbetung gehalten wird, sowie den Bau eines geistlichen Zentrums, gelang es der Gemeinschaft, diesen Ort wieder in eine Stätte des Friedens zu verwandeln, wo die schweren Verwundungen nach und nach heilen dürfen, wie er berichtete. Zudem berichtete er von Kibeho in Ruanda sowie dem japanischen Hiroshima, wo die Gemeinschaft ebenfalls tätig ist. Wie zu hören war, geben diese Beispiele ein gleiches Zeugnis, wie die Anbetung das Leben der Menschen und ganzer Gemeinschaften verändert und zur Heilung der schweren Verwundungen beiträgt.

Persönliche Zeugnisse und Anekdoten aus der eigenen Berufungsgeschichte rundeten den spannenden Vortrag des jungen Priesters und Missionars ab. Nach diesen Ausführungen waren die Zuhörer im Haus der Pfarrgemeinde dazu eingeladen, selbst in die Begegnung mit Jesus zu gehen – in einer anschließenden Zeit der Anbetung in der Pfarrkirche St. Bartholomäus.

Zum Glauben gefunden

Daniel Schrempp ist auf dem Schwarzenbruch aufgewachsen. Mit zehn Jahren wurde er Ministrant. 2011 hatte er einen schweren Unfall, den er nur knapp überlebte. Dieses Erlebnis war für ihn ausschlaggebend dafür, den Beruf des Priesters zu wählen.

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