Verein Hausacher Bärenadvent: So erfolgreich war das vergangene Jahr

Die Verantwortlichen des Vereins „Hausacher Bärenadvent“ konnten auf ein „riesenerfolgreiches Vereinsjahr“ blicken.
RamsteinerAuf ein „riesenerfolgreiches Vereinsjahr, das weit über die Region hinausstrahlt“, blickte der Verein Hausacher Bärenadvent am Dienstagabend in „Pippo’s Fifty“ zurück. Eine Entwicklung, die sich schon seit Jahren abzeichnet: „Wir haben in den letzten fünf Jahren zehnmal so viele Bären verkauft, erhalten zehnmal so viele Spenden und stemmen zehnmal so viele Events wie zuvor“, strahlte Vorsitzender Erwin Moser. Sein persönliches Lebensziel – eine Million Euro an Spenden – hat er bereits erreicht. Allein in den vergangenen vier Jahren sammelte der Verein eine halbe Million Euro. „Das bringt uns aber auch an unsere Grenzen“, räumte Moser ein. Besonders stolz sei er auf die verstärkte Ausrichtung auf „stille Kinder“. Dass der Verein hier schnell und unbürokratisch helfen könne, sei großartig. „Aber das geht nur im Team. Helfen ist was Geiles.“ Erst jetzt sei ihm bewusst geworden, wie groß oft die Armut unter Alleinerziehen
Stammzell-Spendenaktion war erfolgreich
Schriftführer Fridolin Schmider ließ das vergangene Jahr Revue passieren: 120 Aktionen, darunter zahlreiche Benefizkonzerte. „Wir versuchen, überall präsent zu sein. Die vielen Spendenübergaben sind auch eine gute Gelegenheit, Danke zu sagen für die großartige Unterstützung.“ Ein besonderer Höhepunkt war die Typisierungsaktion im Februar: 562 neue Spender und über 26 000 Euro für die Stammzellen-Spenderdatei – „562 Chancen auf Überleben“. Statistisch könnten dadurch vier bis fünf Menschenleben gerettet werden. Für Vereinsmitglied Jeremias Feißt kam dennoch jede Hilfe zu spät. Ihm und der ebenfalls verstorbenen Susanne Schmid wurde zu Beginn mit einer Gedenkminute gedacht. Der Kassenbericht Silvia Schmiders spiegelte den Erfolg in Zahlen wider: Fast 160 000 Euro Zuwendungen wurden im vergangenen Jahr ausbezahlt – zur Spende an die Stammzellendatei kamen mehr als 133 000 Euro für die Bärenkinder und stillen Kinder, dazu Sachspenden wie eine Therapieliege oder orthopädische Schuhe. Schmider dankte besonders dem Steuerbüro Zetax aus Wolfach, das seit der Gründung des Vereins alle Buchhaltungs- und Steuerangelegenheiten unentgeltlich übernimmt.
Die Verwaltungskosten werden vollständig durch die Mitgliedsbeiträge gedeckt, sodass die Spenden zu 100 Prozent für den Vereinszweck verwendet werden: für die Bärenkinder und die „stillen Kinder“. Mit fünf Neumitgliedern an diesem Abend zählt der Verein nun 170 Mitglieder. Es wurden insgesamt 157 Spendenbescheinigungen über das vergangene Jahr 2024 ausgestellt. Bürgermeister Wolfgang Hermann zollte dem Verein großen Respekt: „In einer ichbezogenen Gesellschaft ist ein Verein wie dieser, der sich für die Schwächsten einsetzt, ein echtes Vorbild.“ Besonders lobte der Bürgermeister den „Motor“ Erwin Moser, der „mit großer Überzeugungskraft jedem einen Bären aufbindet“. Die Stadt werde den Verein weiterhin nach Kräften unterstützen.
Neue Bärenkinder
Die neuen Bärenkinder werden beim Bärenfest am 27. September in der Stadthalle vorgestellt, wie im Rahmen der Hauptversammlung angekündigt wurde.