Thema im Gemeinderat
: Das ist die Tourismus-Bilanz von Haslach 2024

Im Gemeinderat zog Werner Müller von der Haslacher Tourist-Info eine Bilanz zum Jahr 2024. Die Gästezahlen wurden in etwa gehalten, dennoch gäbe es weiterhin Möglichkeiten, das touristische Potenzial zu steigern. Wichtig bleibt der Kinzigtal-Steig.
Von
Christine Störr
Oberndorf
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Ein Blick vom Urenkopf-Turm auf Haslach.

Stadt Haslach

Der Tages-Tourismus spielt für die Stadt eine große Rolle, wie in der Sitzung des Gemeinderats deutlich wurde. „Nicht nur Fremde, sondern auch die Menschen aus der Region tragen zur Wirtschaftsförderung vor Ort bei“, erklärte Werner Müller seitens der Tourist-Info. Den Übernachtungstourismus habe man weitestgehend an die Schwarzwald Tourismus Kinzigtal (STK) abgegeben.

Die großen Themen des vergangenen Jahres waren laut Müller die Durchführung der Coworking-Testwochen, das erste Festival der Kristalle, der Schliffstei-Treff im Klostergarten, der weitere Ausbau der Social-Media-Werbung, der neue Kinzigtal-Steig und der erste kulinarische Wintermarkt, den er als Geschenk bezeichnete. Beim jüngsten Kuckuck-Award habe der Markt zwar nur den siebten Platz belegt, aber allein die Nominierung für die beste Veranstaltung im Schwarzwald verdeutliche die Qualität.

Ein bewährter Mix aus Werbemaßnahmen

Die guten Übernachtungszahlen aus 2023 seien auch 2024 mit 48 336 fast gehalten worden, die Besucherzahlen der Museen seien seit Corona allgemein wieder gestiegen. Beim Besucher-Bergwerk wurde das 20-jährige Bestehen gefeiert, ein minimaler Rückgang der Besucher ließ sich durch starken Wassereinbruch mit verkürzten Touren im Frühjahr erklären.

Mit dem bewährten Mix aus Werbemaßnahmen im Internet, auf Social Media, bei Messen, durch Anzeigen, Prospekt-Verteilung, Mailings und Pressearbeit habe man den Werbe-Etat weitestgehend eingehalten. Der neue Kinzigtal-Steig sei bei allen Stellen genehmigt, als Installation am Wegesrand sei beim Wasserreservoir in Schnellingen ein Storchennest-Rastplatz denkbar. Eine Förderung von bis zu 65 Prozent sei möglich und würde den Platz dort deutlich aufwerten, erklärte Müller.

Gemeinderat Davide Tamburello (FW) erkundigte sich nach dem Grund des relativ großen Abstands der Übernachtungszahlen im Vergleich mit Städten wie Wolfach, Schramberg oder Hornberg. „Das hängt schlichtweg an den Bettenzahlen“, verdeutlichte Müller und verwies auf 22 000 Übernachtungen vor Eröffnung des Blume-Anbaus und des Stadthotels.

Für Andreas Isenmann (CDU) stellte sich die Frage, wie es mit dem Coworking weitergehe. Bürgermeister Philipp Saar erklärte: „Das wird in sechs bis acht Wochen ins Laufen kommen. Die Räume an sich sind nicht das Problem, sondern jemanden zu finden, der sich darum kümmert.“ Die Möbel seien bestellt, konzeptionell werde das Coworking laufen wie besprochen, ein Mitarbeiter sei gefunden worden.

Isabella Schmider fasste als Geschäftsführerin des STK den Trend der Gäste im Tal zusammen: „Man reist häufiger, aber kürzer.“ Bei den Übernachtungszahlen in Haslach sei ein Sprung passiert, mit steigender Tendenz. Bürgermeister Saar erklärte das auch mit vielen Arbeitsübernachtungen, die keinen touristischen Hintergrund hätten.

Im Zusammenhang mit dem Großprojekt Kinzigtal-Steig verwies Isabella Schmider auf die Stärkung der Nebensaison im Frühjahr und Herbst. Vor zwei Wochen sei die forstrechtliche Genehmigung für die 155 Kilometer lange Strecke gekommen, die in zehn Etappen eingeteilt werde.

Haslach sei in zwei Etappen eingebunden. Zum übergreifenden Thema Natur und Kultur passe das geplante Storchennest als Rastplatz in Schnellingen gut, um ein Stück weit die Geschichte der Verbundenheit zu erzählen.

Weitere Planung

„Wir müssen richtig Gas geben in der Umsetzung, sonst gehen uns Fördergelder verloren“, verwies Schmider auf die geplante Eröffnung des Wandersteigs im kommenden Jahr. Auf Nachfrage erklärte sie, dass die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel gegeben sein wird und dass der Wandersteig nicht gleichzeitig für Mountainbiker geplant wurde.

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