Technischer Ausschuss: Darum muss der Baum an der Wolfacher Siechenbrücke gefällt werden

Der Baum direkt an der Stoppstelle der Einmündung Kirnbacher Straße an der Siechenbrücke wird gefällt.
LupferEr ist groß und wächst weiter – und genau da liegt das Problem: Der markante Baum direkt an der Stoppstelle an der Einmündung der Kirnbacher Straße in die Bahnhofstraße an der Wolfacher Siechenbrücke soll über den Winter gefällt werden. Der Technische Ausschuss des Gemeinderats gab dafür in seiner Sitzung einstimmig seine Zustimmung.
„Wir haben ja immer wieder Baum-Themen“, leitete Bürgermeister Thomas Geppert ein. „In dem Fall gibt’s einfach nicht besonders viele Alternativen.“ Geppert lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Amt für Waldwirtschaft bei Pflegemaßnahmen und der Führung des im Bauamt angesiedelten städtischen Baumkatasters. Thema der Sitzung: Die Zukunft von Baum Nummer 103014. Der unmissverständliche Beschlussvorschlag der Verwaltung: Der Baum soll in der anstehenden Vegetationspause gefällt werden.
Im Zug der Baumkontrollen sei bereits im zweiten Quartal 2024 festgestellt worden, dass der Baum in das Geländer der Siechenbrücke hinein wachse. Das Landratsamt sei daher nun in seiner Funktion als Straßenbaulastträger an die Verwaltung herangetreten: Wachse der Baum weiter ins Geländer hinein, könne das zum einen den Baum schädigen und „sicherheitsrelevante Folgen für die Verkehrsteilnehmer haben“, heißt es in der Beratungsvorlage. Zum anderen sei die Stadt als Grundstückseigentümerin für eventuelle Schäden an der Brücke haftbar.
Der Baum wird in der anstehendenVegetationspause gefällt
„Ich finde das richtig“, sagte Michael Schamm (CDU). Bevor es zu Schäden komme, solle der Baum beseitigt werden. Es sei zudem gut, wenn die Verwaltung plane, für passenden Baum-Ersatz zu sorgen.
„Die zwei Bäume ein Stück vor der Brücke, die sind auch nicht so viel anders“, sagte Georg Schmieder (FWV) und verwies namentlich auf die Bäume auf der anderen Seite der Siechenbrücke beim Heiztechnik-Betrieb Kopp und Mahlendorf. „Bei jedem Sturm ist da auch ein Haufen Zeug auf der Straße.“ Diese beiden Bäume stünden aber nicht auf städtischem Grund, so Geppert.
„Jetzt darf auch mal ein Grüner sagen, dass ein Baum gefällt werden darf“, sagte Carsten Boser (Grüne). „Die Stoppstelle wird immer noch häufig übersehen. Der Baum steht einfach irgendwie ungeschickt. Den würde man heute im Leben so nicht mehr pflanzen.“
20 000 Euro werden für Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen vorbereitet
Der Baum gefährde die Verkehrssicherheit. „Dann wird das irgendwann über den Herbst/Winter ausgeführt“, quittierte Geppert das einstimmige Ja des Ausschusses zur Fällung.
Zudem kündigte Geppert an, dass für die Haushaltsberatung auf Grundlage des Baumkatasters wie schon im Vorjahr wieder ein Maßnahmenpaket von rund 20 000 Euro für Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen vorbereitet werde. „Damit wir jedes Jahr das Drängendste machen können.“