„Riesenprogramm“ im Vorjahr
: Deshalb will der Mostmaierhofverein 2025 weniger Aktionen veranstalten

Lesungen, Konzerte, Theaterabende: 2024 fanden im Mostmaierhof zahlreiche Veranstaltungen statt. Ein „Riesenprogramm“ sei bewältigt worden, hieß es bei der Hauptversammlung. In diesem Jahr will der Verein nun weniger umtriebig sein.
Von
Claudia Ramsteiner
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Der Mostmaierhof in der Eisenbahnstraße 38-40 in Hausach ist mit seiner ungewöhnlichen Architektur ein besonderer Veranstaltungsort.

Mostmaierhof

Ein volles Haus begrüßte die Vorsitzende Barbara Lehmann bei der Hauptversammlung des Mostmaierhofvereins im Treff des Mostmaierhofs. Sie blickte auf ein kulturell reichhaltiges Veranstaltungsjahr zurück sowie auf eine „super Zusammenarbeit im Vorstand“.

Das Lesecafé sei mangels Interesse eingestellt worden, es werden aber weiterhin unter dem Namen „Lesecafé“ sporadisch besondere Lesungen angeboten, zum Beispiel am 19. Juli mit José F. A. Oliver. Von der Bewirtung der Katzenmusik über Puppentheater, Lesungen, Konzerte, Theaterabende, Leselenz, Flohmarkt, Open-Air-Kino, Muettersprochabend, Kunst- und Genussmarkt bis zur Satirischen Weihnacht habe der Verein im vergangenen Jahr ein „Riesenprogramm“ bewältigt.

Das Team habe nun aber beschlossen, in diesem Jahr etwas weniger umtriebig zu sein. Weiterhin stattfinden soll jedoch jeden Sonntag der Presseclub von 11 bis 13 Uhr. Dort sei jeder willkommen, der Lust habe, bei Kaffee und Brezeln über die Themen der Woche zu diskutieren.

Kasse schloss mit Minus ab

Die Kasse schloss mit einem kleinen, dreistelligen Minus ab, trotz einer „großartigen Geburtstagsspende von mehr als 2500 Euro“, berichtete Kassenwart Manfred Wöhrle. Gezielt für den Tangoabend und die -matinee seien weitere 2000 Euro gespendet worden. Ohne diese wäre das Defizit weit höher – und wären solche „hochkarätigen Veranstaltungen“ auch kaum möglich. „Gute Künstler kosten gutes Honorar“, machte Wöhrle deutlich.

Die Belebung des Mostmaierhofs sei aber vorrangiges Vereinsziel, das werde man auch „in Zukunft gut meistern“, zumal noch ein kleines Polster vorhanden sei. Aktuell tragen auch 117 Mitglieder mit ihrem Jahresbeitrag von 20 Euro zur Finanzierung des Kulturprogramms bei. „Je mehr, je besser“, rief Wöhrle alle zur Werbung weiterer Mitglieder auf. Marion Sokol hatte um Entbindung von ihrem Amt als zweite Vorsitzende gebeten. Bernhard Allgaier übernimmt ihren „Job“ Öffentlichkeitsarbeit und Webmaster. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wurde einstimmig Arno Lehmann gewählt. Er wohnt in Nordrach, ist aber in Hausach aufgewachsen und „den Vereinen Hausachs treu geblieben“.

Der Mostmaierhofverein hatte sich außerdem für den Wettbewerb der Wüstenrot-Stiftung und des Landes Baden-Württemberg „Land und Leute – Mehr Orte für Viele“ beworben. „Gewonnen haben wir auf jeden Fall an Publicity, wenn auch kein monetärer Preis für uns herausspringen sollte“, lobte die Versammlung das Engagement des Vorstandsteams.

Geplante Aktionen

Folgende Termine im Mostmaierhof stehen bisher fest: Am 19. Juli ist das „Lesecafé“ mit José F. A. Oliver geplant. Am 2. August soll es einen Flohmarkt, am 15. August ein „Open-Air-Kino“ geben. Ausweichtermin ist der 16. August. Am 30. August ist „Les Manivelles“, am 18. Oktober „Spirits & Music“ geplant. Für einen Auftritt des Kammerchors Kinzigtal gibt es noch keinen Termin. Auf Wunsch soll es wieder einen Veranstaltungstag für Kinder geben. Neben den Terminen des Mostmaierhof-Vereins gibt es weitere von „Kulthuse“, der Reha-Werkstätte und dem Mostmaierhof-Atelier.

LZ aktuell
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Kreis Lahr Montag bis Samstag im kompakten Überblick.