Patrozinium in Haslach-Schnellingen: Marienlied wäre heute der Hit

In der Schnellinger Kapelle wurde Patrozinium gefeiert.
KrafczykPfarrer Michael Lienhard freute sich sichtlich, mit einer großen Schar von Gläubigen das Patroziniumsfest der Schnellinger Kapelle zu feiern – zwei Tage vor dem Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. Sie wurde vor 280 Jahren erbaut und ist auf diesen Titel geweiht. Im Mittelpunkt der Betrachtungen stand das Bild, das den dreieinen Gott zeigt und in der Mitte Maria, aufgenommen in den Himmel und mit einer Krone auf ihrem Haupt. In seiner Ansprache schlug Lienhard den Bogen zu den einstigen Hitparaden, in denen immer bestimmte Schlager letztendlich Siegertitel wurden.
Ein Kirchenlied, „Segne du Maria“, würde heute nach der Überzeugung Lienhards auch im Rennen sein. Denn es sei so beliebt, dass es nicht nur bei Taufen, Eheschließungen, ja sogar bei Beerdigungen gewünscht und gesungen werde. Maria, so Lienhard, sei die Mutter aller, zu der man mit seinen Sorgen und Nöten gehen könnte und die sie zu ihrem Sohne trage. Am Ende des irdischen Lebens, und darauf dürfte man vertrauen, werde es ein Wiedersehen geben mit der Mutter Maria, mit deren Sohn und Gott Vater. Selbst unter dem Kreuz habe sie noch ausgeharrt, während viele ob des Leidens geflohen wären.
An Stelle der üblichen Fürbitten wurde die Lauretanische Litanei gebetet, die im italienischen Marienwallfahrtsort Loreto entstand und die in verschiedenen Bilder auch die Holzdecke der Schnellinger Kapelle ziert. Vor dem Schlusssegen erklang das „Segne du Maria“ und anschließend nutzte Pfarrer Lienhard die Möglichkeit, Dankesworte an all jene zu richten, die stets dafür sorgen, dass die Kapelle mit frischen Blumen geschmückt sei. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es noch die Gelegenheit zu einem kleinen Gedankenaustausch vor der Kapelle.