Martini-Sitzung
: Das ist das Wolfacher Fasnet-Motto für 2026

Narrenvater Christian Oberfell und Festspielleiter Bernd Schillinger stellten bei der Martini-Sitzung der Narren die kommenden Höhepunkte vor.
Von
Hannah Schmid
Oberndorf
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Narrenvater Christian Oberfell (von links) hat bei der Martini-Sitzung der Wolfacher Narrenzunft die Narrogeist-Beschwörer Hans Glunk und Bernd Schillinger geehrt.

Schmid

Mit dem ersten Narrenmarsch der Saison eröffnete die Narrenkapelle die Martini-Sitzung der Narrenzunft. Narrenvater Christian Oberfell versprach eine grandiose Fasnet und informierte über anstehende Veränderungen: Bereits im September habe der Narrenrat ein Zukunftskonzept erarbeitet, doch man wolle grundsätzlich alle einbeziehen. Schließlich lebe die Fasnet von Beteiligung.

Das Konzept sei nötig, so Oberfell, weil es sich bei dem „lebendigsten Brauch, den wir hier in Baden-Württemberg haben“, um mehr als starre, unveränderliche Rituale handle. Ähnlich wie bei einem alten Haus, riskiere man entweder den Verfall oder man lebe in einem originalgetreu restaurierten Museum. Eine solche Entwicklung solle bei der Wolfacher Fasnet verhindert werden. Nun sei es an den Narren, sich einzubringen.

Rekordzahl an neuen Hansele

Im Anschluss gab es erst einmal einen Ausblick in die Zukunft: Passend zum Markenbildungsprozess der Stadt Wolfach zog Festspielleiter Bernd Schillinger Bilanz: „Mit dem neuen Logo ist es nicht getan. Wir wollen, dass Wolfach steil geht und abhebt.“ Unter diesem Motto werde auch die Fasnet 2026 stehen: „Wolfach hebt ab“.

Die Ideen dafür seien sehr vielfältig: So könne Wolfach etwa einen Flughafen bekommen mit der Hauptstraße als Start- und Landebahn, und Duty-free-Shops in den leerstehenden Gebäuden, ein anderer Vorschlag sei die Einrichtung einer Direktflug-Verbindung nach Lahr. Dann sei nach der Schließung zumindest wieder eine Notfallpraxis erreichbar, schlug Schillinger vor.

Beim Musikerball soll es wieder ein Partyzelt geben

Unter einem ähnlichen Motto wie die Fasnet werde auch der Musikerball stehen, der wieder durch ein Partyzelt im Schlosshof ergänzt werden soll. Für das Festspiel im kommenden Jahr solle es ein Treffen verschiedener Flugzeuge geben, die vorgestellt und gegeneinander antreten werden, zudem versprach der Festspielleiter eine Liebesgeschichte. Für den Festumzug werden die Narrenzünfte Hausach und Oberwolfach sowie die Trachtenkapelle Gutach und die Guggenmusik „Trottwarschlurbi“ aus Lörrach zu Gast sein.

Am Fasnetssonntag geht es für die Wolfacher Narren nach Zell. Die Wolfacher Zunft wird am Narrentreffen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) in Furtwangen am 31. Januar und 1. Februar teilnehmen, berichtete Hans Glunk.

Eine „Rekordzahl“ für die kommende Fasnet sei die Anzahl neuer Hansele. Stand jetzt sind es mindestens 39, dazu kommen sechs neue Rungunkeln.

Es werde immer schwerer Stoffe zu bekommen

Außerdem gebe es Änderungen bei der Bestellung: Künftig ist diese ausschließlich zwischen Aschermittwoch und Ostern möglich und die Anzahl neuer Röslehansele wird auf zehn pro Jahr begrenzt. Kinder dürfen nun bereits ab zwölf statt 14 Jahren eine Larve tragen.

Es werde immer schwerer, Stoffe und Larven zu bekommen, deswegen soll die Beschaffung, etwa von Rüschen, zentral über die Narrenzunft organisiert werden. Zum Abschluss der Martini-Sitzung wurde nach dem Eierlauf-Parcours und Eischneeschlagen traditionell der Narro-Geist beschworen – dieses Mal von Sebastian Kopp und Jakob Zwikirs samt einer Schnurre über das Oberwolfacher Wahldrama.

Ehrungen

Hans Glunk und Bernd Schillinger, die dieses Amt rund 15 Jahre lang übernommen hatten, bekamen ein Präsent und auch Hubert Kiefer, der seit 60 Jahren den „Wohlauf“ anführt und ganz vorne mit dabei ist, wurde geehrt.

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