Jubiläum 2027 im Blick
: Die Wolfacher Bürgerwehr plant zum 200-Jährigen einen Großen Zapfenstreich

Die Wolfacher Bürgerwehr besprach bei ihrer Hauptversammlung Pläne zur Feier des 200-jährigen Bestehens im Jahr 2027.
Von
Hannah Schmid
Oberndorf
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Gratulanten und Jubilare bei der Bürgerwehr: Thomas Geppert (hinten, von links), Alexander Schmidt, Andreas Bachlmayr, Tim Waldenmeyer, Dieter Jehle, Jörg Schmidt und Hubert Kiefer sowie (vorne, von links) Klaus-Peter Lythje, Nicole Oberle, Heinrich Oberle, Erich Mosmann, Alfred Link und Meike Schmidt

Schmid

2025 sei viel los gewesen, befand die im Vorjahr neu gewählte Vorsitzende Nicole Oberle in der Hauptversammlung der Bürgerwehr Wolfach in der „Hüttenklause“. Die Wehr habe an diversen Veranstaltungen teilgenommen, etwa beim Bollenhutfeschd zu 750 Jahren Kirnbach und beim Großen Zapfenstreich in Gengenbach. Beim Ortenauer Trachtentag im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof war Bürgermeister Thomas Geppert zum Ehrenoberleutnant ernannt worden.

Kassierer Gerhard Schillinger verbuchte ein stabiles Plus in der Kasse. Teils sei dies zwar den Vorjahr-Mitgliedsbeiträgen geschuldet, die aufgrund einer Systemumstellung erst 2025 vollständig eingezogen wurden. Doch auch ohne diese laufe es finanziell sehr gut.

Bürgermeister Thomas Geppert zollte „große Anerkennung für das, was die Bürgerwehr macht“. Der Verein vertrete Wolfach in der Region. Das Engagement des neuen Vorstands sei nicht selbstverständlich und der Übergang sei sehr gut gelaufen.

Satzung wurde geändert

Wie im Vorjahr bereits versprochen, schlugen Oberle und die stellvertretende Vorsitzende Meike Schmidt eine Satzungsänderung vor, die einstimmig angenommen wurde. Um das „Vereinsleben für die Zukunft einfacher“ zu machen, wurden die verpflichtend zu besetzenden Posten auf das gesetzliche Minimum reduziert.

Damit besteht der Vorstand offiziell nur noch aus dem Vorsitzenden, seinem Stellvertreter, dem Kommandanten, dem Schriftführer und dem Kassierer. Alle anderen Ämter blieben intern weiter erhalten, stellte Schmidt klar. Allerdings können diese nun auch unbesetzt bleiben, ohne dass der Fortbestand des Vereins gefährdet sei.

Bürgerwehr blickt auf mehrere Auswärtstermine voraus

Wie Schmidt bereits ankündigte, werden Kassierer Gerhard Schillinger und Schriftführer Klaus Tappert bei der Wahl 2027 nicht mehr kandidieren, weshalb die Suche nach Neubesetzungen bald beginnen soll.

Im Ausblick berichtete Vorsitzende Oberle von mehreren Auswärtsterminen, etwa den Heimattagen in Oberkirch oder der Fahnenweihe in Sipplingen. Zudem sei beim Trachtentag, an dem die Wehr erneut teilnehmen werde, die Idee der Wiederbelebung der Bürgerfrauentracht aufgekommen. Abgeschlossen sei die Planung hierzu jedoch noch nicht.

Bei der Bürgerwehr selbst steht nächstes Jahr ein Jubiläum an: Man habe sich entschieden, anstelle der 50 Jahre Wiedergründung erst 2027 den 200. Jahrestag der ursprünglichen Gründung zu feiern. Da ein Großer Zapfenstreich angedacht sei, wofür es dunkel sein müsse, werde das Fest nicht im Sommer, sondern am 9. Oktober stattfinden.

Ehrungen

Anlässlich der Wiedergründung vor 50 Jahren hat die Bürgerwehr einen neuen Orden für die Gründungsmitglieder und jene, die bereits im ersten Jahr eintraten, kreiert. Verliehen wurde er von Ehrenkommandant Tim Waldenmeyer an Hubert Kiefer, Alfred Link, Klaus-Peter Lythje, Erich Mosmannn, Heinrich Oberle und Alexander Schmidt, die Ehrung für Claus Erdmann wird nachgereicht. Alle sieben Jubilare erhielten für 50 Jahre zudem das goldene Treuedienstehrenzeichen des Landesverbands. Auf Landesebene geehrt wurden außerdem Meike Schmidt mit dem Treuedienstehrenzeichen Silber für 20 Jahre sowie, in Abwesenheit, Heiko Buchholz und Björn Tibaldi für 14 Jahre mit der Beförderung zum Sergeant. Ebenfalls nachgereicht wird die silberne Verdienstmedaille der Bürgerwehr an Jonas Waldenmeyer für 20-jährige Treue. Für 30 Jahre erhielten Andreas Bachlmayr, Dieter Jehle und Jörg Schmidt die goldene Verdienstmedaille.

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