Intensive Arbeitswoche mit Beifall belohnt: Abschlusskonzert der Meisterschüler begeistert

Die jungen Meisterschüler haben ihr Publikum begeistert.
Buchta/Sechs Sängerinnen und Sänger haben in diesem Jahr am Gesangskurs von Bariton Bernd Valentin und Korrepetitor Klaus Bernhard Roth im Haus der Musik teilgenommen. Nur vier von ihnen konnten am Sonntag vor vollem Haus die Früchte ihrer Arbeit in Form von riesigem Beifall einfahren. Zwei der jungen Gesangskünstler, die Sopranistinnen Janina Beutler und Philumena Reiser, waren beim Abschlusskonzert verhindert.
Begrüßt wurde das große Publikum von dem Leiter des Gesangskurses, Bernd Valentin. „Eine arbeitsreiche Woche liegt hinter uns – bei richtigem Arbeitswetter“, sagte er. Bei strahlendem Sonnenschein konnten die jungen Sänger nun ihre strahlenden Ergebnisse präsentieren – mit den erwähnten zwei Ausnahmen. Er dankte allen, die diesen inzwischen 20. Gesangskurs ermöglicht hatten, nicht zuletzt den Gasteltern der Gesangsschüler.
Der Fokus lag auf romantischen und modernen Stücken
Das Abschlusskonzert eröffnete Tenor Elias Kruse aus dem Saarland. Mit seiner schönen, ausdrucksvollen Stimme und anschaulicher Mimik trug er zwei Arien aus Georg Friedrich Händels „Messiah“ vor und erntete großen Applaus. In geradezu gestochenem Italienisch sang Tenor Matthis Sonnleithner aus Köln eine Arie von Antonio Scarlatti, wobei er mit der Phrase „O lasciatemi morir“ fast schon zu rühren wusste. Angelica Popova aus Bulgarien ließ mit ihrer kraftvollen Sopranstimme und ihrer expressiven Gestik und Mimik aufhorchen.
Dann wurde es romantisch: Ana Marija Tobias sang mit ihrer schönen Sopranstimme Robert Schumanns „Widmung“. Ebenfalls der Romantik widmete sich Elias Kruse mit zwei einfühlsam vorgetragenen Liedern aus Franz Schuberts Zyklus „Winterreise“ inklusive ausgesprochen adäquater Klavierbegleitung durch Klaus B. Roth. Auch Angelica Popovas und Matthis Sonnleithners Romantik-Beiträge mit Schubert-Liedern waren zumindest bemerkenswert.
Nach so viel Romantik taten die „aufgeräumten“, moderneren Klänge in Alban Bergs „Die Nachtigall“, vorgetragen von Ana Marija Tobias, richtig gut. Nach Liedern von Heinz Wolf und John Dowland und einer Arie von Giuseppe Verdi kam der große „Mozart-Block“. Dem Beifall nach zu urteilen gefiel dieser von allen Vorträgen dem Publikum am Besten, zum Gesang kamen noch schauspielerische Talente zum Vorschein.
Da lief etwa bei der Arie der Despina Sopranistin Tobias singend und sehr bedeutungsvoll durch das Publikum oder Angelica Popova sang ausdrucksstark und durchaus glaubwürdig aufgewühlt die Arie der Ilia. Ana Marija Tobias holte sich als Despina zwei Sänger auf die Bühne und legte mit ihnen zusammen einen opernbühnenreifen Auftritt hin.
Auch Elias Kruses Arie des Tamino geriet bühnenreif. Tobias’ und Podovas Duett Susanna – Marcellina wurde zum dramatischen i-Tüpfelchen am Schluss des Konzerts. Der Beifall der rundweg begeisterten Zuhörer war gewaltig und die Sängerinnen und Sänger, Klaus B. Roth sowie Bernd Valentin mussten sich zu etlichen „Vorhängen“ auf der Bühne zeigen.
Meisterkurs
Es war kein gewöhnlicher Gesangsunterricht, der in der Woche nach den Osterfeiertagen in Haslach abgehalten wurde: Sechs Meisterschüler haben vom 21. bis 27. April mit dem erfahrenen Begleitpianisten Klaus B. Roth und dem Gesangsprofessor Bernd Valentin vom Salzburger Mozarteum intensiv gearbeitet. Die Proben waren öffentlich zugänglich und kostenlos – Musikinteressierten sollte damit die Möglichkeit gegeben werden, einen Einblick in die Aufbauarbeit der jungen Gesangskünstler zu bekommen.